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Homosexuelle als "Fäkalmassen" bezeichnet

Tamar Iveri tut Buße


Sopranistin Tamar Iveri muss an ihrem Image arbeiten (Bild: Facebook/TI)

Nach einem homophoben Ausbruch versucht eine georgische Sopranistin, ihr Verhältnis mit Schwulen und Lesben zu kitten – und hat daher eine gemeinnützige Stiftung für Gewaltopfer gegründet.

Tamar Iveri hat am Mittwochabend in Tilflis ein Benefizkonzert für die von ihr vor zwei Monaten gegründeten Stiftung "Safe Society" gegeben. Die Stiftung soll Opfern von Gewalt jeglicher Art helfen, darunter auch ausdrücklich Schwule und Lesben. Mitglieder von Minderheiten, die Gewalt erfahren haben, wird medizinische, psychologische und rechtliche Hilfe angeboten. Beim Konzert traten auch der Tenor Irakli Kakhidze, der Bariton George Gagnidze und die Geigerin Sophie Moser auf.

Mit dem Schritt versucht Iveri, ihr Image wieder aufzubauen, das nach einer homosexuellenfeindlichen Tirade erheblich gelitten hatte. Im Juni war auf ihrer Facebook-Seite ein Brief veröffentlicht worden, in dem sie sich für ein Verbot des CSDs aussprach und Homosexuelle als "Fäkalmassen" diffamierte (queer.de berichtete). Sie wurde binnen 48 Stunden von der Oper in Sydney gefeuert, nachdem es Boykottaufrufe gehagelt hatte. Iveri war danach international geächtet worden. So kündigte das Brüsseler Opernhaus La Monnaie/De Munt, in dem sie 2015 in einer Giuseppe-Verdi-Oper hätte auftreten sollen, als Reaktion auf ihre Aussagen ebenfalls den Vertrag mit der Sängerin.

Youtube | Frau Iveri singt "Glück, das mir verblieb" aus der Oper "Die tote Stadt" (aus einem Konzert 2009 in Österreich)

"Solidarität mit LGBT-Menschenrechten wichtig und wertvoll"

Die 43-Jährige entschuldigte sich bereits mehrfach bei der LGBT-Community für ihre Äußerungen. Irakli Vacharadze, der Chef der georgischen LGBT-Gruppe "Identoba", bezeichnete den Sinneswandel der Sopranistin als "bedeutungsvoll" und erklärte: "Frau Iveri hat verstanden, dass Solidarität mit LGBT-Menschenrechten wichtig und wertvoll ist." Vor dem Benefizkonzert sagte er weiter: "Wir sind davon überzeugt, dass jedem Menschen das Recht auf Vergebung und Akzeptanz zusteht." Ihm tue Leid, dass ihre Karriere so sehr gelitten habe.

Iveri gehört zu den besten Sopranistinnen der Welt und sang bereits in der Mailänder Scala, in der New Yorker Met und der Wiener Staatsoper. (dk)



#1 Sabelmann
  • 11.12.2014, 15:43h
  • Wenn sie den Wandel Ernst meint ist nix gegen eine Vergebung einzuwenden.
    Warten wirs ab.Jede "Bekehrung" ist ein Erfolg.Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat es Menschen gegeben welche sich bemüssigt fühlten mich und Homosexuelle allgemein derb und verachtend niederzumachen.Aber durch miteinander reden,handeln und akzeptieren geht Vieles.Einige dieser damaligen "Verachter" sind mittlerweile sehr gute und verlässliche Freunde geworden.Man muss es nur schaffen Vorurteile zu beseitigen.Oft schwierig...aber es geht!
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#2 Harry1972Profil
  • 11.12.2014, 17:02hBad Oeynhausen
  • Die Frau wäre nicht einen Millimeter von ihrer Hasstirade abgewichen, wären ihr dadurch nicht finanzielle Schäden entstanden.
    Sie ist für mich unglaubwürdig.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 HugoAnonym
  • 11.12.2014, 17:35h
  • "Die 43-Jährige entschuldigte sich bereits mehrfach bei der LGBT-Community für ihre Äußerungen. Irakli Vacharadze, der Chef der georgischen LGBT-Gruppe "Identoba", bezeichnete den Sinneswandel der Sopranistin als "bedeutungsvoll" und erklärte: "Frau Iveri hat verstanden, dass Solidarität mit LGBT-Menschenrechten wichtig und wertvoll ist."

    Die Zukunft wird es zeigen ob sie wirklich verstanden hat.
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#5 NicoAnonym
  • 11.12.2014, 18:00h

  • Die angebliche Reue kommt immer erst, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht. Aber wie sie wirklich denkt, hat diese Madame bereits gezeigt.
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#6 daVinci6667
  • 11.12.2014, 18:37h

  • Singen kann sie.

    Doch bevor die irgendwo wieder engagiert wird, sollte man sie zwecks Überprüfung ihrer Aufrichtigkeit einigen Sitzungen bei einem schwulen Psychologen unterziehen. Hält er ihren Wandel für echt und überzeugend dann ok, ansonsten gehört sie weiter boykottiert.

    Ich persönlich habe so meine Zweifel.
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#7 LarsAnonym
  • 11.12.2014, 19:39h
  • Ich denke, die praktischen Zeichen, die Frau Iveri gesetzt hat, sind richtig, unabhängig davon, wie weit sie auch an die eigene Karriere denkt. (Das tun alle großen Künstler). Vor allem ist es wichtig, dass sie dort ein Zeichen setzt, wo ihre Stimme die schädlichsten aber auch besten Auswirkungen haben kann, nämlich in ihrem Heimatland. Ich freue mich, wenn ich bei Georgien wieder an wundervolle gesunde Stimmen auf Weltniveau und eine reiche Kulturtradition denken kann und nicht an zerbrochene Kiefer.
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#8 TorstenEhemaliges Profil
  • 11.12.2014, 20:07h
  • Das einzige, was Frau Iveri verstanden hat, ist, dass diese Sprüche ihrem Konto und ihrer Karriere schaden, deshalb der "Sinneswandel". Die Alte ist doch noch genauso homophob wie vorher.
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#9 herve64Profil
  • 11.12.2014, 22:48hMünchen
  • So, so. Ich interpretiere diese Absichtserklärung mal dahingehend, dass der Primadonna der Allerwerteste auf Grundeis geht und sie nun durch finanzielle Einbußen merkt, dass das eben keine gute Idee war, es sich mit einem Teil ihrer Anhängerschaft zu verscherzen. Aber warten wir mal ab, was man wirklich davon zu halten hat.

    Eines ist allerdings klar: wenn sie sich wirklich reinwaschen will von dem Bockmist, den sie von sich gegeben hat, dann reichen pekuniäre Mittel nicht aus.

    Dafür erwarte ich dann schon einen gesellschaftlich relevanten Beitrag für LGBTIs von ihr, vor allem in ihrem Heimatland Georgien.

    Freikaufen ist nicht, Frau Iveri!
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#10 JoonasAnonym
  • 12.12.2014, 09:42h
  • Antwort auf #9 von herve64
  • Sehe ich genauso.

    Jetzt, wo es an das eigene Geldsäckel geht, labert sie viel rum, dass ja alles angeblich nicht so gemeint war.

    Dieses Verhalten sieht man immer wieder bei solchen Menschen und das zeigt nur noch mehr deren geistige Perversität.
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