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Das Entführungsopfer Matthew Fenner klagt an - und hat damit auch seine eigenen Eltern gegen sich aufgebracht

Mit Schlägen und Strangulation wollten Mitglieder einer protestantischen US-Kirche offenbar einen schwulen Glaubensbruder "heilen" – jetzt droht ihnen eine langjährige Haftstrafe.

Fünf Mitglieder der Kirche "World of Faith Fellowship" aus der Kleinstadt Spindale im US-Bundesstaat North Carolina sind am Dienstag angeklagt worden, weil sie den 21-jährigen Schwulen Matthew Fenner entführt und misshandelt haben sollen, um ihn heterosexuell zu machen. Fenner war ein Mitglied der Kirche.

Die vier Männer und eine Frau müssen sich wegen Körperverletzung und Entführung verantworten, gaben die Behörden des Bezirks bekannt. Einem der Angeklagten wird außerdem vorgeworfen, das Opfer gewürgt zu haben. Eine "Grand Jury" hatte zuvor entschieden, dass es genug Beweise für eine Anklage gebe. Fenner erklärte in seinen Aussagen, dass ihn 2013 dutzende Kirchenmitglieder bedrängt und geschlagen hätten.

"Ich dachte echt, dass ich sterben muss", erklärte Fenner gegenüber dem Lokalsender WSPA. Er sagte, dass ihn die Angeklagten als "ekelhaft" bezeichnet hätten und die Schläge ihm dabei helfen sollten, "meine Dämonen loszuwerden". Die LGBT-Gruppe "Faith in America" hat sich dem Fall angenommen und Fenner angeregt, die Täter anzuzeigen.

Die Kirche bestreitet, dass Fenner von Mitgliedern angegriffen wurde. "Wir gehen nicht auf Mitglieder los, die schwul sind", erklärte Kirchenanwalt Josh Farmer. Bei einer Anhörung am Montag sagten auch die Eltern Fenners gegen ihren eigenen Sohn aus. Sie gehören weiterhin der Glaubensgemeinschaft an.

Nicht der erste Fall

Die unabhängige "World of Faith Fellowship", die in der Kleinstadt auch eine Schule betreibt und in Afrika missionieren lässt, kam bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. So erklärte 2011 ein junger Mann, dass er monatelang von der Kirche wegen seiner Homosexualität gefangen gehalten worden war. Später zog er die Aussage zurück. Ferner wurde einem Mitglied 2003 das Sorgerecht entzogen, weil er seine Kinder misshandelt haben soll. Es gab mehrere weitere Fälle, die auch in den nationalen Medien behandelt worden sind.

Die Kirche hat alle Anschuldigungen stets zurückgewiesen. Auf ihrer Website heißt es, dass die säkulare Gesellschaft eine "Christenverfolgung" gegen Kirchemitglieder führe. "Wir wurden Opfer von Hassverbrechen", beklagen die Autoren.

Die "Fellowship" gibt sich außerdem bewusst politisch und unterstützt konservative Kandidaten für Wahlen. Auf ihrer Website wird erklärt, dass Kirchenmitglieder "Gott befragen, für welchen Kandidaten sie stimmen sollen". (dk)



#1 fritzrth
  • 11.12.2014, 17:01h
  • So was erstaunt mich nicht. Ich wurde in so einer fundamentalischen Kirche erzogen und verstehe genau die psychologische und physische Folterqualen worunter dieser Junge gewachsen wurde. Und das mit der Zustimmung der Eltern.

    Dass er so was überlebt hat sagt viel über sein Selbstwertgefühl and Charakterstärke. Dafür bewundere ich ihn.

    Wann soll der Michael43 auftauchen um das alles den Muslimen vorzuwerfen?
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#2 herve64Profil
  • 11.12.2014, 17:19hMünchen
  • Es ist einfach unerträglich, wie sich die Täter jetzt zu Opfern hochstilisieren wollen: dieses Kreuzotterngezücht ist nichts weiteres als eine Schlangenbrut aus Menschenschindern und Folterern, und dafür hat dieses Geschmeiß strafrechtlich belangt zu werden! Da brauchen sie jatzt gar nicht in Krokodilstränen über "Christenverfolgung" zu jammern. Abgesehen davon ist das ja wohl die größte Blasphemie, dass sich diese heuchlerische Bande "Christen" schimpft: wer sich so an friedfertigen und wehrlosen Menschen vergreift, ist kein Christ und war sicherlich nie einer, sondern ein machtgeiler Sendbote Satans, um mal die christliche Terminologie zu gebrauchen.
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#3 HugoAnonym
#4 NicoAnonym
#5 StruwwelpeterAnonym
  • 11.12.2014, 18:38h
  • Das, liebe Kinder,
    gebt schön Acht,
    passiert mit euch,
    wenn ihr Religion mitmacht!
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#6 David77Anonym
  • 11.12.2014, 19:29h
  • Antwort auf #1 von fritzrth

  • Wahrscheinlich waren es muslimische christen. Oder die haben die neuen impulse aus dem vatikan nicht gehört. Oder haben sich den 14 kirchen nicht angeschlossen. Sicher werden sie zum papst oder zur ekd gerufen um auf den neuen kurs gebracht zu werden...
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#7 Roman BolligerAnonym
  • 11.12.2014, 20:40h
  • Antwort auf #2 von herve64
  • Ich finde es eine Beleidigung für Kreuzottern und Schlangen (oder generell Tieren), dass sie zur Charakterisierung solcher angeblicher "Christen" herhalten müssen. Tiere sind nie boshaft, da ausserhalb jeder Moral. Moralisch schlecht können nur Menschen sein, insbesondere diese "Christen". In ihrer Boshaftigkeit unterscheiden sie sich in keinster Weise von folternden Satanisten oder Kopfabschneidern der IS.
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#8 fritzrth
#9 Henry VIIIAnonym
#10 herve64Profil
  • 11.12.2014, 22:38hMünchen
  • Antwort auf #7 von Roman Bolliger
  • Ok, das Argument überzeugt mich. Und du hast Recht: es ist wirklich nicht fair, solche Wesen mit Tieren zu vergleichen. Im Gegensatz zu diesen Elementen haben Tiere zugegebenermaßen den besseren Charakter.
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