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Benedict Cumberbatch stellt in "The Imitation Game" den schwulen Mathematiker Alan Turing dar, der erst mit der Entschlüsselung von Nazi-Geheimcodes zum Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg beiträgt, nur um später für seine Homosexualität angeklagt und verurteilt zu werden (Bild: The Weinstein Company/Jack English)

Beim Film- und Fernsehpreis gab es unter anderem Nominierungen für "The Imitation Game", "Pride" und "Orange is the New Black".

Am Donnerstag sind in Los Angeles die Nominierungen für den Golden Globe 2015 bekannt gegeben worden. Mehrere Filme und Fernsehproduktionen mit schwulen und lesbischen Themen können sich Hoffnung auf den Preis machen, der am 11. Januar in einer Livesendung im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills verliehen werden.

Mit fünf Nominierungen gehört das britische Biopic "The Imitation Game", in dem Benedict Cumberbatch den schwulen Mathematiker Alan Turing darstellt, zu den Favoriten. Er könnte den Preis in den Kategorien bestes Drama, beste Schauspielerin (Keira Knightley), bester Schauspieler (Benedict Cumberbatch), bestes Drehbuch (Graham Moore) und beste Filmmusik (Alexandre Desplat) gewinnen. Nur die Komödie "Birdman" wurde mit sieben Nominierungen öfter berücksichtigt. In Deutschland wird "The Imitation Game" am 22. Januar in die Kinos kommen.

Der Aids-Film "The Normal Heart" hat eine Nominierung in der Kategorie "beste TV-Miniserie oder bester TV-Film" erhalten. Auch Schauspieler Mark Ruffalo, der den schwulen Drehbuchautor Ned spielt, wurde als bester Hauptdarsteller in einer TV-Miniserie/Film nominiert, der schwule Schauspieler Matt Bomer als bester Nebendarsteller. Überraschend ging keine Nominierung an Julia Roberts, die für ihre Darstellung der rollstuhlgebundenen Ärztin Dr. Emma Brookner viel Lob erhalten hatte. "The Normal Heart" ist bereits als bester Fernsehfilm mit dem Emmy ausgezeichnet worden (queer.de berichtete).


Uzo Aduba überzeugt als lesbische "Crazy Eyes" in einer Art US-Version von "Hinter Gittern"

Auch die unter Kritikern populäre Frauengefängnisserie "Orange is the New Black" des Anbieters Netflix ist mit drei Nominierungen bedacht worden, darunter als beste TV-Comedy. Taylor Schilling erhielt eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einer TV-Comedy; sie stellt die bisexuelle Piper Chapman dar. Hoffnung auf den Preis als beste Nebendarstellerin kann sich auch Uzo Aduba machen – sie spielt die lesbische Figur "Crazy Eyes". Die Serie kann in Deutschland seit Mitte September auf Netflix abgerufen werden.

Zwei Nominierungen erhielt die von Amazon produzierten Serie "Transparent" – als "beste Serie – Comedy oder Musical" sowie für den Schauspieler Jeffrey Tambor. Der 70-Jährige stellt in der Reihe eine Transsexuelle dar, die sich erst nach ihrer Pensionierung outet.

Der hochgelobte britische Kinofilm "Pride" erhielt eine Nominierung als "Bester Film – Comedy oder Musical". Ebenfalls Chancen auf eine Auszeichnung hat der schwule englische Schauspieler Alan Cumming als bester Nebendarsteller für seine Rolle in der Fernsehserie "The Good Wife", die hierzulande auf Kabel Eins zu sehen ist.

Nicht berücksichtigt wurde dieses Mal Jim Parsons, der noch 2011 für seine Darstellung des Dr. Sheldon Cooper in "The Big Bang Theory" die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie gewinnen konnte und in den vergangenen beiden Jahren Nominierung erhielt. Er wurde jetzt weder für die Sitcom um eine Physiker-WG noch für seine Rolle in "The Normal Heart" nominiert.

Auch die derzeit erfolgreichste Fernsehserie "The Walking Dead", die seit 2010 neue Standards für eine TV-Produktion setzt, ging wieder leer aus. Hier kündigte Produzent Robert Kirkman zuletzt an, dass in Kürze eine schwule Figur in der Zombie-Welt auftauchen wird (queer.de berichtete). (dk)



#1 NicoAnonym
  • 12.12.2014, 12:14h
  • Also Pride fand ich auch phantastisch!

    Und The Imitation Game werde ich mir auch ansehen, sobald er hier im Kino anläuft.
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#2 panzernashorn