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Bürgermeister Park Won-soon

Park Won-soon, der Bürgermeister von Seoul, hat sich am Mittwoch öffentlich bei LGBT-Aktivisten dafür entschuldigt, dass er auf Druck von christlichen Aktivisten eine Antidiskriminierungscharta gestoppt hatte.

Die Charta sah vor, Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität in der südkoreanischen Hauptstadt zu verbieten. Bürgermeister Park hatte die Charta ursprünglich unterstützt, allerdings nach mehreren Treffen mit christlich-protestantischen Gruppen vergangenen Monat seine Meinung geändert. Dies führte zu einer fast einwöchigen Besetzung des Rathauses durch LGBT-Aktivisten (queer.de berichtete).

Am Donnerstag traf Park die Aktivisten zu einem Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Danach wurde die Besetzung des Rathauses nach sechs Tagen beendet. Allerdings wird die Charta vorerst nicht umgesetzt. Der Bürgermeister versprach den Aktivisten jedoch, dass er den Diskriminierungsschutz auf andere Art einführen werde. Die Aktivisten erklärten, sie werden weiterhin Druck auf die Stadtverwaltung ausüben.

Im "Korea Herald" sagte Park, dass Verbesserungen der Bürgerrechte Zeit bräuchten. "Es hat zum Beispiel auch viele Jahre gedauert, bis Frauen das Wahlrecht erhalten haben", erklärte er. "Wir brauchen unzählige Anstrengungen, um die öffentliche Wahrnehmung zu verändern."

Park hatte sich in der Vergangenheit für LGBT-Rechte eingesetzt und sogar die Öffnung der Ehe gefordert. Allerdings werden ihm Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt, weshalb er zuletzt keine kontroversen Forderungen stellte und den Wählerblock der evangelikalen Christen hofierte, die die Gleichbehandlung von Homosexuellen grundsätzlich ablehnen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 NicoAnonym
  • 12.12.2014, 17:02h

  • Da sieht man wieder mal, dass wir uns wehren müssen. Nur so kann sich etwas ändern bzw. Diskriminierung gestoppt werden.
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#3 Harry1972Profil
  • 13.12.2014, 12:38hBad Oeynhausen
  • Der Herr hat also Ambitionen auf das Präsidentenamt und hofiert deshalb evangelikale Christen anstatt sich, wie in der Vergangenheit, für die Gleichberechtigung einzusetzen.

    Ein klassischer Wendehals-Politiker also, der auch noch in den dreckigsten Arsch kriecht, wenn es denn der Karriere dient.
    Aufgeklärte Bürger müssten gegen eine solche Praxis Sturm laufen, denn da werden, wie in Deutschland auch, unvermeidliche Fortschritte ausgebremst, um die Zeit zu nutzen, die eigene Karriere auszubauen.
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#4 HugoAnonym
  • 13.12.2014, 12:47h
  • "Wir brauchen unzählige Anstrengungen, um die öffentliche Wahrnehmung zu verändern."

    Alle Anstrengungen nützen nichts, die missionarische Hetzer müßen mundtot gemacht werden für alle Zeiten.
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#5 MarekAnonym
  • 13.12.2014, 14:39h
  • Antwort auf #3 von Harry1972
  • Ja, da kann ich mich nur anschließen.

    In Deutschland geht es mir immer ähnlich, wenn ich Andrea Nahles oder Manuela Schweig in die Kamera grinsen sehe.

    Die haben uns auch für dumm verkauft, um ihre eigene Karriere zu pimpen. Aber man sieht sich ja immer zweimal im Leben...
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