Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22872

Christian Schizzel gab jahrelang vor, ein guter Hetero geworden zu sein - bis jetzt.

In den USA beschreibt ein Christ, der jahrelang in der Öffentlichkeit für die "Heilung" von Homosexuellen geworben hat, wie er von seinen homophoben Glaubensbrüder manipuliert wurde.

Christian Schizzel galt jahrelang als Musterbeispiel eines "erfolgreich geheilten" Homosexuellen. Doch jetzt hat sich der in Minnesota lebende Hotelangestellte als schwul geoutet und erklärt, er wolle nicht länger eine "Waffe" sein, die gegen andere Homosexuelle eingesetzt werde. Dem "Religion News Service" sagte Schizzel, dass er auf die negativen Folgen der sogenannten Konversionstherapie aufmerksam machen wollte.

Schizzel hatte sieben Jahre lang für die Homo-"Heilung" geworben und war beispielsweise ein Gast in erfolgreichen Talkshows wie "Oprah" und "Dr. Drew". Außerdem hielt er Reden vor jugendlichen Christen und drehte Ex-Gay-"Dokumentationen". Er erklärte, er habe so "gegenüber meiner christlichen Gemeinschaft und Gott beweisen [wollen], dass ich etwas wert bin".

In dem Interview berichtet er auch über seine eigene Konversionstherapie und wie sehr er dabei selbst manipuliert worden sei. So sei ihm erzählt worden, dass er durch sexuellen Missbrauch in seiner Kindheit schwul geworden sei. Dabei brachte man ihn auch gegen seine eigene Familie auf. "Die haben mein gesamtes persönliches Umfeld dämonisiert, so dass ich am Ende niemanden mehr hatte – außer ihnen."

Behandlung von Michele Bachmann


Marcus Bachmann glaubt immer noch daran, dass Schwule "geheilt" werden können

Der Ex-Ex-Gay war unter anderem in der "Klinik" von Marcus Bachmann "behandelt" worden, dem Ehemann der republikanischen Kongressabgeordneten Michele Bachmann, die im Januar aus dem Repräsentantenhaus ausscheidet. Sie galt in der Vergangenheit als eine der homophobsten Politikerinnen, in deren Wahlkreis sich Selbstmorde von Homosexuellen häuften (queer.de berichtete).

LGBT-Aktivisten erklärten wiederholt, dass Marcus Bachmann mit seiner Einrichtung wahrscheinlich von seiner eigenen Homosexualität ablenken will. So erklärte Dan Savage, der 2010 das Projekt "It Gets Better" gestartet hatte, im neuesten "Playboy": "Jeder, der einen Gaydar hat, jeder der Augen hat, schaut ihn an und sieht einen gepeinigten Schrank-Schwulen, der seinen inneren Konflikt nach außen trägt und andere Leute mit seiner Therapie-Scheiße misshandelt. Das ist so traurig und armselig."

In den letzten Monaten und Jahren hatten sich bereits mehrere frühere Homo-"Heiler" geoutet und erklärt, dass die Heterosexualisierungs-"Therapie" Humbug sei. Zuletzt gab John Smid von "Love in Action" seine Vermählung mit einem Mann bekannt – und appellierte an die Politik, die Ehe für Schwule und Lesben im ganzen Land zu öffnen (queer.de berichtete).

In den USA ist die einst einflussreiche Homo-"Heiler"-Bewegung derzeit im Abschwung begriffen: Im vergangenen Jahr löste sich mit "Exodus International" etwa die größte Ex-Gay-Organisation der Welt auf (queer.de berichtete).

Ärzteverbände warnen bereits seit Jahren vor den sogenannten Umpolungstherapien, da diese nicht nur nutzlos seien, sondern Homosexuelle in die Depression oder gar den Selbstmord trieben. Im vergangenen Jahr verabschiedete der Weltärztebund eine Stellungnahme, nach der Konversionstherapien "die Menschenrechte verletzen und nicht zu rechtfertigen" seien (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Sollten Ex-Gay-"Therapien" in Deutschland verboten werden?
    Ergebnis der Umfrage vom 15.12.2014 bis 22.12.2014


#1 Tonner66Ehemaliges Profil
  • 12.12.2014, 17:33h
  • Unglaublich tragisch und schrecklich das ganze! Dieser Bachmann sieht doch selbst aus wie die größte Husche vor dem Herrn. Das immer die schlimmsten und größten Schrankschwestern solch ein Elend in die Welt tragen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Harry1972Profil
  • 12.12.2014, 17:33hBad Oeynhausen
  • Ein Klassiker...

    Und trotzdem lässt man diese Christen weiter gewähren?
    Die reden Leuten erst ein, daß sie nichts wert seien und halten ihnen dann ein Stöckchen hin, mit dem sie dann doch irgendwie etwas wert sind.

    Da soll doch nochmal einer behaupten, religiöse Menschen seien nicht durch und durch gestörte Persönlichkeiten.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Robby69
  • 12.12.2014, 17:45h
  • Alle verdammten "Homo-Heiler" und ihre perversen Praktiken müssen endlich weltweit verboten werden!

    Und was den "akutellen" Artikel betrifft: Es ist wirklich sehr bezeichnend, wie viele von diesen verdammten angeblich "geheilten" Schwulen - die teilweise sogar selbst andere in perversen "Homo-Heilungen" terrorisieren - dann im Nachhinein zugeben, dass sie immer noch schwul sind und dass sie die ganzen Jahre über der Öffentlichkeit vorsätzlich was vorgelogen haben. Echt zum Kotzen!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 herve64Profil
  • 12.12.2014, 18:16hMünchen
  • Dass diese sog. "Homo-Heilung" Scharlatanerie pur ist, ist ja nun bestens bekannt und diese Erkenntnis erfährt durch derartige Berichte nur noch Unterstreichungen. Was glauben eigentlich diese selbsternannten "Homo-Heiler", wer sie eigentlich sind, dass sie Leuten mit anderer sexueller Ausrichtung einreden wollen, sie seien "wertlos" und "minderwertig"?

    Wenn hier jemand wertlos und minderwertig ist, dann wohl eher diese Subjekte, die ihr eigenes Leben verpfuscht haben, in dem sie sich ein oder mehrere Kinder andrehen haben lassen, sich für ihr Eheweib und ihre Schratzen krumm buckeln und mit spätestens 45 keinen mehr hochkriegen. Und weil sie selbst unglücklich sind mit ihrem Leben haben das die anderen wohl gefälligst auch zu sein, oder wie sehe ich das?

    Widerwärtiges Geschmeiß, diese "Homo-Heiler"!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 gatopardo
  • 12.12.2014, 18:23h
  • Bin nicht sicher, ob ich diesem Ami applaudieren soll, dass er nach Jahren tiefer Ignoranz die Kurve zur Normalität gekriegt hat. Auf dem Foto sieht er doch erwachsen aus und es ist nicht so recht nachvollziehbar, wie er jemals in solch einer Homo-Heilungs-Religion landen konnte. Und nicht genug mit diesem Unfug, liess der sich auch noch in Talkshows rumreichen, um seine dämlichen Thesen zu untermauern.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Danny387Profil
  • 12.12.2014, 18:32hMannheim
  • Auf jeden Fall sieht Christian freundlich und nett (und geil) aus. Marcus hingegen nichts von alledem, sondern wie ein ausgeleierter Luftballon mit aufgemaltem Gesicht und verschmiertem Lippenstift. (Ein bisschen wie eine Dragqueen, nur ohne Drag, oder?)

    Gut, dass ersterer den Absprung geschafft hat. Gratulation!

    Bin ich froh, dass Fundamentalisten in Deutschland nicht DEN Einfluss haben wie in Ami-Land. (Und der Einfluss, den sie hier doch haben, ist schon schlimm genug ...)
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AlexAnonym
  • 12.12.2014, 18:47h

  • "wie er von seinen homophoben Glaubensbrüder manipuliert wurde."

    Pfaffen und religiöse Fanatiker schrecken vor keinem Trick, keiner Manipulation und keiner Gehirnwäsche zurück.

    Aber da auch er Teil dieses Systems war und Schaden angerichtet hat, ist er jetzt verpflichtet, über die Wahrheit zu berichten, zu warnen und zu helfen, diesen Verbrechern das Handwerk zu legen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 antos
  • 12.12.2014, 19:22h
  • Antwort auf #1 von Tonner66
  • Und "tragisch und schrecklich" ist auch die unfassbare Dummheit und/oder Verbohrtheit derjenigen Schrankschwestern, die sich von solchen Scharlatanerien beeindrucken lassen. Darüber sprechen wir hier leider nie!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 panzernashorn
  • 12.12.2014, 20:28h
  • Antwort auf #8 von antos
  • @antos: Du hast es auf den Punkt gebracht!
    Auch ich werde niemals verstehen, wie erwachsene (!) Menschen auf diese religiotischen Verbrecher hereinfallen können.

    Irgendwann muss doch - bei aller vorher erfolgten Hirnwäsche - mal das eigene Denken einsetzen.

    Hilf Dir selbst, dann hilft Dir "Gott".

  • Antworten » | Direktlink »
#10 NicoAnonym
  • 12.12.2014, 20:50h

  • "Ärzteverbände warnen bereits seit Jahren vor den sogenannten Umpolungs­the­rapien, da diese nicht nur nutzlos seien, sondern Homose­xuelle in die Depression oder gar den Selbstmord trieben."

    Umso skandalöser, dass die Bundesregierung es weiterhin ablehnt, solche gefährlichen Gehirnwäsche-Therapien zu verbieten.
  • Antworten » | Direktlink »