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  • 14.12.2014               Teilen:   |

Lyrikband "Nackter Schnee"

Wir Schwulen sind nicht allein

Michael Schmuckers Lyrikband "Nackter Schnee" ist im September 2014 erschienen
Michael Schmuckers Lyrikband "Nackter Schnee" ist im September 2014 erschienen

Worte, die kräftig, roh, schwul, politisch, witzig und gewichtig sind: Michael Schmucker hat seinen ersten Lyrikband "Nackter Schnee" veröffentlicht.

In Zeiten, in denen so viele einfach nur schnell reich und berühmt werden wollen, ist es mutig, einen Lyrikband zu veröffentlichen, also in jenem Genre zu publizieren, das in Deutschland nicht gerade mit massiven Absatzzahlen Furore macht.

Wer so etwas also tut, der hat etwas zu sagen. Ein solcher Mann ist der Schriftsteller Michael Schmucker, dessen Buch "Nackter Schnee" jetzt erschienen ist. Seine Texte beschreiben keine heile Welt, keine Blumenwiesen mit Schmetterlingen, sondern sind direkt, manchmal brutal und derb, dann feinsinnig, sanft, ja, erotisch. Doch niemals plump dabei, sondern stets besonders. Ganz in der Tradition von Allen Ginsberg wütet und schreit er seine Texte in die Welt, will immer wieder fragen und hinterfragen, immer wieder wissen, warum so viele von uns willenlos ins Irrlicht laufen.

Im Text "Sagen dürfen" geht er all den besserwisserischen Menschen nach, die jede Intoleranz gerade gegenüber Homosexuellen inzwischen allzu gerne mit dem einen Satz "Das wird man doch noch einmal sagen dürfen" rechtfertigen. An anderer Stelle sitzt er abends mit Plato, Einstein und Oscar Wilde am Lagerfeuer und sucht nach dem Sinn im Leben. Sind wir nur Funken im Feuerwind, wie er schreibt, können wir unser Schicksal ändern, bevor uns die Ratten nachts besuchen und fressen?

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Wir sind ihm ganz nah, wenn er von sich erzählt

Mit "Nackter Schnee" hat der Kabarettist und Autor jetzt sein erstes Lyrik-Werk veröffentlicht
Mit "Nackter Schnee" hat der Kabarettist und Autor jetzt sein erstes Lyrik-Werk veröffentlicht

Gerade die Tatsache, dass Schmucker nicht immer alle Antworten gibt, sondern nur verwehte Wege aufzeigt, lässt ihn zwar zu einem Rufer werden, doch sogleich zu einem von uns. Einem Gleichgesinnten, einem Nerd, der gerne auch ein Held in Hallen wäre, einer, der immer wieder am Wahnsinn der Welt verzweifelt und sie doch so sehr liebt. Er macht uns anderenorts Mut, lässt uns zu Wasser werden, das die Welt mit Wahrheit überströmt. Er fragt sich, wie eine ganze Generation so freiwillig willenlos dem verblödenden TV-Wahnsinn folgt, um dann an anderer Stelle alleine an einer Bar zu sitzen mit den Verzweifelten einer Nacht, bis ein junger Mann die Szene betritt – seine große Liebe oder wenigstens ein Abenteuer?

Wir sind ihm ganz nah, wenn er von sich erzählt, "Ich bin" heißt so ein Gedicht, ein anderes "Ein sinnloses Leben", in dem er uns vom Leben eines Menschen erzählt, der lieber Geschichten erzählt als Karriere zu machen. Wir reisen mit ihm auf einem Schiff in den Untergang und weinen bittere Tränen, wenn er uns mit wenigen, aber perfekt treffenden Worten vom Ende einer großen Liebe erzählt. Michael Schmuckers Buch "Nackter Schnee" ist ein Juwel. Seine Lyrik ist fürwahr wichtig, es sind Texte, die immer wieder gelesen werden müssen. Über die wir reden können und sollen, nachdenken und streiten, uns bewegen lassen. Texte, die uns klar machen: Wir, die Schwulen, die Lesben, die Verrückten und Wahnsinnigen, wir sind nicht alleine.

Zeitkritiker und Gesellschaftsanalytiker

Michael Schmucker arbeitet seit über fünfzehn Jahren als Kabarettist und freier Autor, jetzt präsentiert er sein erstes Lyrik-Werk. "Nackter Schnee" ist ein Aufschrei zum Denken. Dabei berührt er gleichermaßen unser Herz, unsere Wut, unsere Gefühle und unseren Intellekt.

Er schreibt Worte, die kräftig, roh, schwul, politisch, witzig, gewichtig sind – Worte, die laut ausgesprochen werden müssen! Wer sich am bösen F-Wort stört, ist hier sicher falsch. Wer aber endlich wieder emotional und intellektuell berührt werden will, sollte das Buch nicht verpassen!

Er wurde für seine Arbeit mit dem bayerischen Hörfunkpreis und dem Bühnenpreis des Landkreises München ausgezeichnet. Die "Süddeutsche Zeitung" und der "Münchner Merkur" sind sich einig: Er ist der Zeitkritiker, der Gesellschaftsanalytiker unserer Zeit, der blitzscharf das gewetzte Satirebeil schwingt.

Michael Schmucker schreibt Texte, die nachhallen, die uns packen und nicht mehr davonkommen lassen ins Irrlicht des Vergessens. Lyrik, die wichtig ist, Lyrik, die gehört werden muss. (cw/pm)

  Infos zum Buch
Michael Schmucker: Nackter Schnee. Lyrikband. 95 Seiten. Format: 20 x 13 cm. Engelsdorfer Verlag. Leipzig 2013. 14,00 €. ISBN 978-3-957443-10-6
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Tags: michael schmucker, nackter schnee, schwule lyrik
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