Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22888

Nach jahrelangem Kampf hat Tom Luchsinger jetzt gut lachen (Bild: FB)

Mit Tom Luchsinger hat sich einer der besten amerikanischen Nachwuchsschimmer als schwul geoutet – und berichtet, dass jahrelanges Beten nicht heterosexuell macht.

Der 23-jährige Profischwimmer Tom Luchsinger hat sich am Sonntag in einem Beitrag für das Portal Outsports als schwul geoutet. "So lange ich denken kann, habe ich versucht, meine Gefühle durch Sport zu unterdrücken. Ich habe versucht, mich hinter Medaillen und Leistung zu verstecken", schrieb der Schwimmer, der im vergangenen Jahr amerikanischer Meister in 200 Meter Schmetterling war.

Weiter erklärte Luchsinger: "Ich habe versucht, meine sexuelle Orientierung wegzubeten. Ich habe versucht, sie wegzuduschen. Nichts hat funktioniert. Nach vielen stresserfüllten Jahren und Selbsthass habe ich endlich akzeptiert, wer ich bin. Ich bin ein stolzer schwuler Mann, der sein Leben gut lebt und von Menschen umgeben ist, die mich lieben und unterstützen".

Angst vor Facebook und Journalisten

In seinem Beitrag erwähnte der Schwimmer auch, dass er sich panisch vor einem Outing gefürchtet hatte, so dass er nicht die volle Leistung beim Rennen abrufen konnte: "Ich hatte nicht nur Angst vor sozialen Medien, sondern vor der Mainstream-Presse. Immer, wenn ich eine Kamera oder einen Fotografen am Beckenrand gesehen hab, habe ich eine innerliche Panik-Attacke gekriegt, die so schlimm war, dass das Rennen ruiniert wurde".

Er habe sich vor seinem Meistertitel gewundert, warum irgend jemand von ihm Bilder machen wollte. Damals habe er gedacht: "Ich bin nichts außer eine unvollendete, versteckt lebende Schwuchtel." Damals habe sich der 1,88-Meter-Mann auch gefragt, wie er Interviews geben konnte, wenn er nicht einmal ohne Abscheu in den Spiegel schauen konnte.

In den letzten Jahren haben sich bereits mehrere bekannte Schwimmer geoutet. Erst im Juli diesen Jahres sprach der fünffache australische Olympiasieger Ian Thorpe erstmals über seine Homosexualität – nachdem er jahrelang abgestritten hatte, schwul zu sein (queer.de berichtete). Seit letztem Jahr hatten außerdem der Finne Ari-Pekka Liukkonen, der Brite Tom Daley, der Österreicher Dominik Koll und der Amerikaner Amini Fonua ihr Coming-out. (dk)



#1 herve64Profil
  • 16.12.2014, 14:51hMünchen
  • Na dann herzlichen Glückwunsch zum rechtzeitigen Kurvekriegen, Tom Luchsinger! Ein weiteres Beispiel dafür, das religiotisches Homoheilertum nichts bringt. Gottseidank!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FuZZZynessAnonym
#3 JadugharProfil
  • 16.12.2014, 14:53hHamburg
  • Ich denke, daß es auf der ganzen Welt keinen einzigen Homosexuellen geben wird, dem Gott geholfen hat, die eigene sexuelle Orientierung wegzubeten oder durch Homoheiler wegzutherapieren. All diejenigen, die trotzdem behauptet hatten, daß ihnen das gelungen ist, haben sich immer als Lügner entpuppt oder sie waren bisexuell. Manche haben sogar behauptet, daß nach einer Gehirnverletzung die sexuelle Orientierung sich veränderte, aber das glaube ich auch nicht, da eine Verletzung des Gehirns oft nur Ausfälle verursacht.

    Leider habe ich kein Geld um eine Belohnung auszuteilen, der mir beweisen kann, daß ein Wechsel der sexuellen Orientierung durch eine Therapie oder Beten möglich ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 So WhatAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.12.2014, 15:58h
  • Die nächste Schrankschwester, die den Mut gefaßt hat, zu Ihrem Schwulsein zu stehen, Chapeau!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 NicoAnonym
  • 16.12.2014, 16:01h

  • Gut.

    Je mehr Leute zu sich stehen, statt sich selbst zu verleugnen und eine unwürdige Schmierenkomödie zu spielen, desto besser. Für sie selbst und für uns alle.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 GenauAnonym
#8 -Mensch-Anonym
  • 16.12.2014, 19:45h
  • Antwort auf #3 von Jadughar
  • "Manche haben sogar behauptet, daß nach einer Gehirnverletzung die sexuelle Orientierung sich veränderte, aber das glaube ich auch nicht, da eine Verletzung des Gehirns oft nur Ausfälle verursacht."

    Tut mir leid, Dir da widersprechen zu muessen, aber soviel ich weiss, gab/gibt es Faelle, bei denen ein Unfall der Grund fuer die Ausbildung einer sogenannten "Inselbegabung" war. Wenn es stimmt, was ich gelesen habe, war ein Unfall auch die Ursache fuer die mathematischen Faehigkeiten von Harald Lesch, dem Astrophysiker der LMU Muenchen (sagte er selbst in einem Interview). Vorher war er nur unterdurchschnittlich in Mathe gewesen. Einem britischen Gehirnforscher gelingt es sogar, mittels magnetisch induzierter Hirnstimulation bei Probanden (zumindest fuer eine beschraenkte Zeit) eine solche Faehigkeit zu erzeugen/freizusetzen.

    Link dazu:

    www.sueddeutsche.de/leben/homosexuell-nach-schlaganfall-ploe
    tzlich-schwul-1.1982995


    (Schaetze, Du meintest mit Deinem Hinweis auf Gehirnverletzung und Homosexualitaet diesen Artikel)

    Warum glaubst Du so etwas eigentlich nicht, wenn dort belegbare Faelle erwaehnt werden? Ok, Homosexualitaet KOENNTE man davon ausschliessen, indem man die Moeglichkeit einraeumt, dass der "Konvertierte" vorher Angst vor seinem CO hatte, und diesen Unfall als "Vorwand" nutzte, um sich zu outen; aber warum ist das fuer Dich so unglaublich, diese Moeglichkeit der "Konvertierung" auch nur in Erwaegung zu ziehen? Die Hirnforschung ist immer noch mehr oder weniger am Anfang und weit davon entfernt, die Funktionsweise des Gehirns zu erklaeren, bzw. zu beschreiben. Nur weil man es bis jetzt noch nicht kann, heisst nicht, dass man es nie kann und nur weil man bisher keine Erklaerung fuer solche Folgen von Unfaellen hat, heisst das nicht, dass es voellig unmoeglich ist. Nur weil man nicht in der Lage ist, Depressionen, im wahrsten Sinne des Wortes, nachzuempfinden, heisst es nicht, dass Depressive nur Simulanten sind. Und nur weil Mediziner keine Erklaerung fuer best. krankhafte Zustaende haben, heisst es nicht, dass die betr. Menschen Simulanten sind.

    "Leider habe ich kein Geld um eine Belohnung auszuteilen, der mir beweisen kann, daß ein Wechsel der sexuellen Orientierung durch eine Therapie oder Beten möglich ist."

    Da brauchst Du gar kein Geld in die Hand zu nehmen; das sagen ja ehemalige "Geheilte" selber schon, dass diese "Umpolungstherapien" oder Beten zu "Gott" nichts aendert (aendern KANN)
  • Antworten » | Direktlink »
#9 matthias45Profil
  • 16.12.2014, 20:00hBad Wörishofen
  • Antwort auf #6 von Nico
  • besser konnte der Scwimmer es nicht machen seine Gefühle nicht weiter unter drücken zu müssen, sondern kar dies auch der Öffentlichkeit sagen. Er hat da mehr als den richtigen Weg beschritten, das sollen immer mehr solcher Schwule auch weiter macher, vielleicht ist das Thema dann von Schwulen fast überall at Akta gelegt, redet nicht mehr schlecht und akzeptiert diese dann auch viel einfacher und besser. Macht so weiter Leute, wir wollen zusammen leben und nicht weiter uns verstecken.
    Matthias aus dem bayrischen Allgäu
  • Antworten » | Direktlink »
#10 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2014, 23:26h
  • Antwort auf #2 von FuZZZyness
  • Der nette junge Mann aus New York kann in seinem Staat schon seit einigen Jahren ohne Probleme heiraten.

    Und bei uns?

    Hier besitzen die Bauchgefühle von Pastorentöchtern Richtlinienkompetenz.

    Alles Klar?
  • Antworten » | Direktlink »