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Für Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ, ist der Einsatz gegen Homo- und Transphobie "Teil des historischen Auftrags"

Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) will künftig gezielt Projekte gegen Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität fördern. Ein entsprechendes Programm wurde möglich durch eine Zuwendung der "Dreilinden Gesellschaft für gemeinnütziges Privatkapital" von Bosch-Erbin Ise Bosch.

"Die großzügige Unterstützung von Ise Bosch ermöglicht der Stiftung EVZ, ein neues Programm zur Bekämpfung von Homo- und Transphobie zu entwickeln. Es ist Teil des historischen Auftrags der Stiftung EVZ, einen besonderen und unverzichtbaren Beitrag zur Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität in Europa leisten zu können", erklärte Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ nach dem entsprechenden Kuratoriumsbeschluss. "Homosexuelle wurden im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Die Stiftung dankt Ise Bosch und der Dreilinden gGmbH für ihre Zuwendung. Mit diesen Mitteln können wir das Thema in den kommenden Jahren als ein eigenständiges Förderprogramm umsetzen."

Für die Jahre 2015 bis 2017 wird das Programm mit jährlich 200.000 Euro ausgestattet. Das Fördervolumen bringen die Dreilinden gGmbH und die Stiftung EVZ zu gleichen Teilen auf. Mit der Projektförderung soll Mitte 2015 begonnen werden.

Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" wurde im Jahr 2000 von der Bundesregierung und der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft mit über 6.000 beteiligten Unternehmen je zur Hälfte mit zehn Milliarden D-Mark ausgestattet, um ehemalige Zwangsarbeiter des NS-Regimes zu entschädigen. 2007 wurde die Zahlung der Entschädigungen offiziell beendet, die Stiftung finanziert jedoch weiterhin Projekte zur Versöhnung. (pm/mize)