Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 20.12.2014           17      Teilen:   |

Haushaltsplan

Baden-Württemberg: 500.000 Euro gegen Homo- und Transphobie

Artikelbild
Ein Landeslöwe in Regenbogenfarben, der andersrum marschiert, ist das Logo des Aktionsplans "Akzeptanz und gleiche Rechte"

Für die Umsetzung des Landesaktionsplans "Akzeptanz und gleiche Rechte" ist im Staatshaushaltsplan 2015/2016 ein Etat von einer halben Million Euro vorgesehen.

Baden-Württemberg meint es ernst im Kampf gegen Homo- und Transphobie: Unter Federführung des Sozialministeriums wird seit über zwei Jahren ein landesweiter Aktionsplan erarbeitet, mit dem Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgendern, intersexuellen und queeren Menschen abgebaut werden sollen. Der Landesaktionsplan "Akzeptanz und gleiche Rechte" soll im Frühjahr 2015 vom grün-roten Kabinett offiziell verabschiedet werden.

Nun haben auch die Haushaltspolitiker gesprochen: "Für die Umsetzung des Landesaktionsplans wurde im Staatshaushaltsplan 2015/2016 ein Etat von 500.000 Euro vorgesehen", erklärte die grüne Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch. Die beiden Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Queer Grün, Maike Pfuderer und Till Seiler, zeigten sich zufrieden mit der finanziellen Ausstattung: "Dadurch ist nun eine gewisse Nachhaltigkeit bei der Umsetzung der Maßnahmen gewährleistet."

Fortsetzung nach Anzeige


Die Vorbereitungen laufen seit über zwei Jahren

Die Grünen-Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch sieht den Aktionsplan nun im "Endspurt"
Die Grünen-Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch sieht den Aktionsplan nun im "Endspurt"

Der Aktionsplan war bereits im Juni 2012 von der Landesregierung auf den Weg gebracht worden (queer.de berichtete). "Wir machen Baden-Württemberg zu einem Vorreiter für Offenheit und Vielfalt im Hinblick auf sexuelle Identität", hatte Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) damals als Ziel ausgegeben. "Der Aktionsplan soll Abwertung und Diskriminierung entgegenwirken. Ziel ist, dass wir Diskriminierung auf allen Gebieten beseitigen, auf denen es sie gibt", erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im Juli 2012 im Magazin "Schwulst".

Seitdem schlossen sich im Ländle die queeren Initiativen und Verbände zum Landesnetzwerk LSBTTIQ zusammen, außerdem wurde vom Sozialministerium eine Gleichstellungsbeirat ins Leben gerufen. Von November 2013 bis Februar 2014 führte die Landesregierung eine Onlineumfrage durch, um mehr über die Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen zu erfahren (queer.de berichtete). Darüber hinaus lud sie in Freiburg, Mannheim, Stuttgart und Ulm zu vier regionalen Beteiligungsworkshops mit mehr als 600 Teilnehmern ein.

Für die grüne Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch geht es beim Aktionsplan nun zum "Endspurt": "Bei den Beteiligungsworkshops wurden rund 850 Ideen, Maßnahmen und Vorschläge gesammelt. Daraus gilt es nun gemeinsam mit Landesregierung, Parlament und dem Netzwerk LSBTTIQ einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, der dann dem Kabinett 2015 vorgelegt wird". Der Maßnahmenkatalog soll zum einen konkrete Projekte enthalten, zum anderen auch Empfehlungen aussprechen, wie auf verschiedenen Ebenen bestehende Diskriminierungen abgebaut werden können.

Landesaktionsspläne gegen Homo- und Transphobie gibt es auch in Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Zuletzt hatten Schwarz-Grün in Hessen sowie die schwarz-roten Landesregierungen in Sachsen-Anhalt und Sachsen einen Aktionsplan angekündigt (queer.de berichtete). (cw)

Links zum Thema:
» Homepage des Landesaktionsplans "Akzeptanz und gleiche Rechte"
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 17 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 833             6     
Service: | pdf | mailen
Tags: aktionsplan, landesaktionsplan, baden-württemberg, brigitte lösch, katrin altpeter
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Baden-Württemberg: 500.000 Euro gegen Homo- und Transphobie"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
20.12.2014
10:47:00


(+3, 11 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Na, das wenn die "besorgten Eltern" mal wieder hören. Dann gibt es wieder "Demos für alle". Hoffentlich dann mal endlich mit der angemessenen Auflösung derselbigen mittels Wasserwerfer und Tränengas.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
20.12.2014
11:43:17


(+3, 9 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #1 von herve64


Ach was, da machen wir ALLE mit und mischen uns unter. Wenn es "Demo für alle" heißt, dann muss es auch für "ALLE" bedeuten.
Wenn es denen nicht passt dann sollen die sich halt einen originelleren Namen einfallen lassen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
20.12.2014
12:01:32


(-9, 13 Votes)

Von GeorgG


Wenn ein Mensch einen Hass auf Schwule hat, dann oft deswegen, weil eigene Gefühle verdrängt werden oder weil er negetive Erfahrungen in der Kindheit mit Schwulen gemacht hat. Oft sind es auch sehr gut aussehende Männer, die Schwule deswegen hassen, weil sie zu oft angebaggert werden.
Gegen solche Gefühle hilft keine Aufklärung.
Die 500.000 sind nur Augenwischerei für das Wahlvolk. Die linken Parteien können im nächsten Wahlkampf damit zeigen, was sie alles für Schwule getan haben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
20.12.2014
12:11:41


(+8, 10 Votes)

Von Sebi


Das sind nicht mal 5 Cent pro Einwohner.

Ich weiß nicht, ob das viel oder wenig für sowas ist, aber die Zahl sollte man schon wissen.

@GeorgG:
Ich glaube schon, dass man mit Aufklärung und Bildung etwas gegen Hass machen kann. Aber das muss natürlich rechtzeitig geschehen, bevor der Hass entsteht. Deswegen sind die Schulen so wichtig in dieser Frage.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
20.12.2014
13:08:06


(+4, 10 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #3 von GeorgG


Ist das der Grund, weshalb du hier deinen homophoben Sermon abläßt?

"Oft sind es auch sehr gut aussehende Männer, die Schwule deswegen hassen, weil sie zu oft angebaggert werden."
Sich übertrieben einzubilden man sei so toll ist auch eine Bildung...

Na, dann dürfen genervte Frauen ja auch Männer hassen, weil sie dauernd angebaggert werden.
Sind das die gleichen sehr gut aussehenden Männern, die sich für besonders toll halten und daher dauernd Frauen anbaggern?
Es könnte Ihnen nicht schaden dieselbe genervte Erfahrung zu machen...

"Die 500.000 sind nur Augenwischerei für das Wahlvolk. Die linken Parteien können im nächsten Wahlkampf damit zeigen, was sie alles für Schwule getan haben."
Ja. Können sie auch. Das ist nämlich mehr als die rechten Parteien, die ja jede Entschädigung der 175er ablehnen...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
20.12.2014
13:23:54


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


500.000 Euro sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, es hätten gut und gerne doppelt soviel Euro sein dürfen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
20.12.2014
14:53:05


(+4, 8 Votes)

Von Carsten AC


Es ist sicher richtig, dass es gerne noch mehr Geld dafür hätte geben dürfen. Weniger als 5 Cent pro Einwohner in Baden-Württemberg ist echt nicht viel, erst recht wenn man sieht, wieviel Homohass es dort gibt.

Aber eine halbe Million Euro ist natürlich immer noch besser als gar nichts, so wie anderswo.

Dennoch muss Grün-Rot jetzt auch mal beim Bildungsplan abliefern und den endlich und ohne Abstriche umsetzen!!

Denn wenn man nach wie vor nicht an den Wurzeln ansetzt, sind die 500.000 Euro nur Herumdoktern an den Symptomen, statt die Ursachen zu bekämpfen. Dann wäre das Geld vergeudet und tatsächlich nur Feigenblatt, um was vorweisen zu können.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
20.12.2014
14:57:49


(+3, 9 Votes)

Von gayos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Es tut sich was im Ländle: Man kann sich freilich über die Summe streiten, dennoch ist es ein Anfang.

Die Entschädigung der §175er Opfer sollte längst durch sein. Denn seit 20Jahren gibt es diesen Unrechts § nicht mehr.

Doch vor allem die CDU tut sich schwer damit, aber das tut Sie ja grundsätzlich wenn es um Gleichstellung geht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
20.12.2014
14:58:47


(+7, 11 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Diese Summe ist im Vergleich zu den Summen, die die Kirche kassierte so gut wie Nichts, die uns Jahrtausendelang uns abschröpfte um uns homophoben und transphoben Müll in die Köpfe der Menschen einzutrichtern, was jetzt nun wieder ausgelöffelt werden muß.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
20.12.2014
17:13:25


(+7, 13 Votes)

Von Etat Etat


Wieviel Geld gibt die "S"PD/"Grüne"-Landesregierung eigentlich aus, um die Aufmärsche der rechten Allianzen von CDU-, AfD-Leuten, Neonazis und christlichen Homo-Auslöschern (die dann auch noch im "grün" geführten Staatsministerium hofiert werden) polizeilich zu schützen und antifaschistische Gegenproteste zu unterdrücken und zu kriminalisieren?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Die SPD und der Paragraf 175 Österreich: Van der Bellen ist neuer Bundespräsident Von Drogen und Dreiern Drei Barkeeper in Berlin homophob beleidigt
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt