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Privater Rundfunk und auch Webseiten unterliegen gesetzlich vorgeschriebenen Programmanforderungen. Ob diese eingehalten werden, überprüft in NRW die Landesanstalt für Medien (LfM). Die Ergebnisse werden in einem vierteljährlichen "Prüfreport" veröffentlicht

Die beiden Selbsthilfeverbände LAG Lesben und Schwules Netzwerk teilen sich ab sofort einen Sitz in der Landesmedienkommission von Nordrhein-Westfalen. Aus 13 Bewerbungen wurden am Donnerstag vom Landtag in Düsseldorf insgesamt fünf Vertreter einer "gesellschaftlich relevanten Gruppe" in das Gremium gewählt.

Der Vorschlag (PDF) wurde nicht nur von der rot-grünen Regierungskoalition unterstützt, sondern auch von den Oppositionsparteien CDU und FDP. Auch die Piraten sprachen sich für die beiden Homo-Verbände aus, wollten jedoch statt etwa den Beamtenbund und den Verband Deutscher Schriftsteller lieber den Chaos Computer Club und Mehr Demokratie NRW in die Medienkommission entsenden.

Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder bilden das unabhängige Aufsichtsgremium für den privaten Rundfunk, in etwa vergleichbar mit dem Rundfunkrat des WDR. Privates Radio und privates Fernsehen unterliegen gesetzlich vorgeschriebenen Programmanforderungen, deren Umsetzung die Landesmedienanstalten überwachen. Die Medienkommission berät und entscheidet zum Beispiel über die Vergabe von Übertragungskapazitäten an Veranstalter, über die Kabelbelegung etc. Ausschüsse kümmern sich um die Themen Haushalt und Finanzen, Medienentwicklung, Forschung und Medienkompetenz sowie Programm.

"Nötiger denn je ist die Präsenz von Lesben und Schwulen in solchen Gremien in den letzten Jahren geworden", kommentierte das Schwule Netzwerk NRW die Wahl auf seiner Homepage. "Mit den Diskussionen zum vollen Adoptionsrecht für Lesben und Schwule 2013 wurden seit längerem wieder Stimmen medial laut, die sich, ihre Lebensweise und ihr Familienbild von zu viel Offenheit und gleichen Rechten bedroht sehen." Wer welche Positionen in der medialen Öffentlichkeit präsentieren darf, könne nur in den Gremien angemahnt und verändert werden, die einen politischen Einfluss auf die Sendeanstalten ausüben: "All zu oft liefen bis jetzt Beschwerden zu homo- und transphoben Beiträgen und Talkgästen ins Leere, fehlte uns doch der Zugang zu den relevanten Strukturen. Zumindest was Privatsender auf Landesebene betrifft, können und werden wir daran in Zukunft etwas ändern."

Das Schwule Netzwerk NRW rief LGBT-Organisationen dazu auf, sich auch in anderen Bundesländern in der Medienpolitik zu engagieren: "Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen, dass diese Berufung nicht die einzige bleibt und viele Interessensvertretungen von Lesben, Schwulen, Bi, Trans*und Inter* Einzug in die Medien- und Rundfunkräte der Republik finden." (mize)



#1 SebiAnonym
  • 20.12.2014, 12:16h
  • Finde ich sehr wichtig!

    Medien sollen ja die Vielfalt des realen Lebens darstellen. Stattdessen bieten sie allzu oft nur ein Forum für Homophobie.

    Hoffentlich wird sich da endlich mal etwas ändern. Auch in anderen Bundesländern.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.12.2014, 19:06h
  • Das wird auch endlich Zeit, damit im Radio und TV endlich die Heteronormativität stark beschränkt wird und mehr Homonormativität Einzug hält!
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