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  • 21.12.2014           43      Teilen:   |

Castingshow

Das schwule Supertalent 2014

Artikelbild
Mit dem Whitney-Houston-Stück "One Moment In Time" sang sich Marcel Kaupp in die Herzen der RTL-Zuschauer (Bild: RTL)

In der RTL-Castingshow konnte der Kölner Friseur und Travestiestar Marcel Kaupp am Samstagabend mit 100.000 Euro nach Hause gehen. Nun will er sich für LGBT-Rechte engagieren.

Eine Minute nach Mitternacht stand "Das Supertalent 2014" fest: Mit 24,41 Prozent der Stimmen des Zuschauer-Votings holte sich Marcel Kaupp den heißbegehrten Titel der RTL-Castingshow. Der schwule Kölner Friseur und Travestiekünstler, der unter dem Namen Marcella Rockafella auftritt, bekam außerdem eine Siegprämie in Höhe von 100.000 Euro und darf sich auf eine Reise nach Las Vegas mitsamt Auftritt freuen.

Bereits bei seiner ersten Show im "Supertalent 2014" hatte Marcel Kaupp als Conchita-Wurst-Double den schwierigen Song "Rise Like a Phoenix" zum Besten gegeben und damit die Jury regelrecht aus den Socken gehauen. Und auch im großen Finale der RTL-Castingshow legte "die deutsche Wurst" ("Bild"-Zeitung) eine perfekte Drag-Perfomance hin: Das Whitney-Houston-Stück "One Moment In Time" sang er zunächst mit Perücke und als Frau verkleidet, schminkte sich jedoch beim Singen ab und verwandelte sich in Marcel.

Youtube | Offizielles Video zu Marcel Kaupps Interpretation von "Titanium"
Fortsetzung nach Anzeige


Juror Kretschmer: "Ach, der könnte mein Freund werden!"

Bei seinem ersten Auftritt in der Show präsentierte sich Marcel Kaupp als Conchita-Wurst-Double - Quelle: RTL
Bei seinem ersten Auftritt in der Show präsentierte sich Marcel Kaupp als Conchita-Wurst-Double (Bild: RTL)

Jury und Publikum waren gleichermaßen begeistert: "Du bist eine Ausnahmeerscheinung", lobte etwa Modedesigner Guido Maria Kretschmer und meinte mit verklärtem Blick: "Jedesmal wenn ich Dich treffe, denke ich: Ach, der könnte mein Freund werden!" Vielleicht lag das Lob aber auch daran, dass der 26-Jährige bei der Perfomance ein von Kretschmer designtes Kleid trug.

Doch auch Bruce Darnell umarmte den jungen Kandidaten: "Ich finde dich als Typ der absolute Hammer", meinte der Choreograf. Lena Gercke kamen bei Marcel Kaupps Auftritt sogar die Tränen. Nur Dieter Bohlen hatte mal wieder was zu meckern: "Durch das Abschminken sind die Gefühle verloren gegangen", kritisierte der Jury-Boss. Auch hätte Whitney Houston den Songs ungleich besser gesungen. Am Ende entschieden jedoch die Zuschauer.

In der Kölner Szene wurde in der Nacht zum Sonntag ordentlich gefeiert – denn dort ist Marcel Kaupp kein Unbekannter. Bereits seit vier Jahren tritt er regelmäßig im "Kulturschock", Kölns ältester Travestie-Comedy-Show, sowie auf dem CSD als Marcella Rockafella auf. Zuletzt hatte er umjubelte Auftritte auf dem schwul-lesbischen Kölner Weihnachtsmarkt "Christmas Avenue".

Das Singen sei seine Leidenschaft, sagte er unlängst im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger", die Bühne für ihn auch ein Raum für Provokation. "Ich könnte auch als Mann auftreten", meinte der 26-Jährige, "aber solange sich die Leute über Männer in Frauenkleidern aufregen, ist etwas nicht in Ordnung. Da muss noch viel getan werden."

Youtube | Marcel Kaupps LGBT-Song "Take Me To Church"

Engagement für LGBT-Rechte

Er wolle seinen neuen Bekanntheitsgrad nutzen, um gegen Diskriminierung und für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen zu kämpfen, sagte Kaupp – und lud passend dazu in der vergangenen Woche unter dem Hashtag #LiebeIstEinMenschenrecht das selbst produzierte Musikvideo "Take Me To Church" auf seiner Facebook-Seite sowie auf Youtube hoch.

Auch für ihn sei es nicht immer leicht gewesen, sagte der aus Aschaffenburg stammende Friseur, der vor sechs Jahren nach Köln zog. Als persönliche Erinnerung daran, dass es trotzdem "immer weiter geht", ließt er sich auf die Handgelenke Autogramme von seinen Vorbildern Lady Gaga und Pink tätowieren.

Mit Lady Gaga hatte es Marcel Kaupp übrigens schon einmal vor vier Jahren beim "Supertalent" versucht. Im November 2010 trat er mit blonder Langhaarperücke in der RTL-Talentshow auf und gab mit zwei Tänzern den Gaga-Hit "Bad Romance" zum Besten (queer.de berichtete). Er kam damals zwar eine Runde weiter, schied jedoch vor dem Finale aus. (cw)

Youtube | Marcel Kaupp singt "Some Die Young"
Links zum Thema:
» Homepage von "Das Supertalent"
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Tags: das supertalent, marcel kaupp, rtl, dieter bohlen, marcella rockafella, guido maria kretschmer, bruce darnell
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Reaktionen zu "Das schwule Supertalent 2014"


 43 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
21.12.2014
12:55:38


(+2, 8 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ach wie ich die Travestie-Darbietungegn liebe, wo es nach falschem Schmuck und Federboas riecht.
Die letzte habe ich 2006 in Palma mit hinreissenden mallorquinischen Freunden gesehen.
Leider beginnen Kabaretts dieser Art in Spanien immer erst lange nach Mitternacht, wenn ich schon längst im Bett nur davon träumen kann. Schade, dass ich die RTL-Sendung nicht gesehen habe, was daran liegt, dass ich die Privaten grundsätzlich nicht einschalte. Es müsste viel mehr Travestie auf allen Kanälen gesendet werden, denn das mögen doch auch viele Heteros ?


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#2
21.12.2014
13:28:29


(-8, 14 Votes)

Von GeorgG
Antwort zu Kommentar #1 von gatopardo


"Es müsste viel mehr Travestie auf allen Kanälen gesendet werden..."

Ja, und besonders solche "Conchita-Wurst-Doubles", denn die sind ja unwahrscheinlich geil....


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#3
21.12.2014
13:30:53


(-7, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Zuschauer haben Geschmack und ich hoffe, wir hören nocoh einiges von Marcel!


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#4
21.12.2014
14:02:54
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Pisces1980


Als selbst schwuler finde ich die Message gut die sein sieg mit sich bringt
Aber muss auch sagen habe schon deutlich bessere Travestie gesehen! Und auch beim supertaltent waren bessere Talente! Sorry


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#5
21.12.2014
14:33:04
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von Borbe


Schön, dass er sich für LGBT- Rechte engagieren will. Dann hat Olivia Jones ja einen würdigen Nachfolger für die Talkshows gefunden.
Eine Horrorvorstellung, wenn wir weiterhin statt wirklich gestandenen Aktivist/innen weiterhin solche Show- Trullas hartgesottenen Typen wie Norbert Geis gegenübersetzen.

Gibt es in dieser Community eigentlich immer nur Extreme? Also David Berger versus RTL - Supertalent?
Naja, wenigstens kann er in den Reihen des Primitivfernsehens für Gleichberechtigung kämpfen. Keine besonders große Herausforderung bei dieser Zuschauergruppe, wenn man gleich so viele Klischees auf einmal bedient. Ich wünsche ihm trotzdem viel Erfolg dabei.


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#6
21.12.2014
14:53:34


(+1, 9 Votes)

Von 4umnr4e3


Stimme ok, aber nicht herausragend.

Idee kopiert, langweilig.

Sendung billig.

Immerhin hat's vielleicht für ein bisschen mehr Akzeptanz der LGBT-Community gesorgt. Aber Conchita Wurst hat es eigentlich im Wesentlichen schon getan, so dass mit Kopien jetzt nicht unbedingt wesentlich mehr Akzeptanz darüberhinaus erzeugt wird.


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#7
21.12.2014
14:55:59


(+6, 10 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #5 von Borbe


Nö. Es wird halt nur der plakative Pausenclown durchgeboxt, damit die heterosexistische Medienmafia einen neuen Quotenschwulen hat, der außer billiger Selbstdarstellung nichts Nennenswertes zur Gleichstellung der Community beitragen kann.

Kurz: die ganze Intertuck fährt wieder voll darauf ab, dass einer aus ihren Reihen jetzt gebauchpinselt wird, das beruhigt sie mal wieder für eine Weile, und man kann sich als verlängerter Arm des Springer-Imperiums nun endlich wieder anderen Themen widmen, um die Restbevölkerung gezielt zu verblöden. Zudem fällt es jetzt wieder leichter zu sagen "Ich habe ja nichts gegen Schwule, einer davon ist ja "Supertalent" geworden, aber etc. pp.".

Völlig durchsichtige Masche, das Ganze. Und, BTW, lieber Marcel Kaupp: es ist nicht sonderlich originell, Conchita Wurst zu kopieren, und das auch noch schlecht. Damit kann man nun mal nicht die eigene Profilneurose genau so wenig kaschieren wie weiland mit der billigen Lady Gaga-Maskerade. Travestie ist eben nur dann gut, wenn sie originell ist und man mit der Figur auch etwas aussagt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man überhaupt etwas zu sagen hat.


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#8
21.12.2014
15:06:03


(+6, 6 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von GeorgG


Es geht mir nur um die Darbietung an sich.
Habe keine Ahnung, was heute in der Travestie "in" ist und Conchita Wurst gehört auch nicht unbedingt zu meinen Fans, wenngleich ich mich über ihren Sieg gefreut habe. Immer wenn ich in Deutschland war, habe ich mir "Mary + Gordy"-Videos gekauft, die ich fantastisch fand. Kennt die heute noch jemand ? In Spanien waren seinerzeit die Folklore-Travestien mit Hochkamm und Fächer beliebt, die von den jungen Schwulen heute abgelehnt werden. Nur für meine "Rentnergruppe" allein haben mir meine Travestie-Freunde 2006 zum 65. Geburtstag in Palma noch einmal eine spanische Folklore-Show abgezogen, die auch schon damals nicht mehr verkauft werden konnte.


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#9
21.12.2014
15:14:14


(+5, 5 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Natürlich kann ich nicht zu Conchitas Fans gehören, sondern ich bin nicht unbedingt ein Fan von ihr...TSCHULDIGUNG !!


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#10
21.12.2014
15:19:12


(+6, 10 Votes)

Von EnglishmanInNY


Als Frauen gestalltete Männer sind für mich so spannend wie echte Frauen...also gar nicht.

Im Trash TV geht es wenn es um Schwule geht sehr häufig um Travestie...man will Schwule als kuriose Kreaturen verkaufen, teilweise leider mit Erfolg.
So hört man von manchen Heteros wie sie trans und schwul verwechseln...z.B. in dem Transsexuelle als schwul bezeichnet werden und umgekehrt.
Das trans aber genauso hetero sein kann wird von Heteros ignoriert, dank der prototypischen Darstellungen der Medien.
LGBTI bedeutet das man gemeinsam "kämpft" und queer ist, aber es bedeutet nicht das man die selbe Gruppe ist....schwul ist nicht automatisch auch trans oder bi oder...usw.
Die Medien wollen aber am liebsten den transvestitischen Schwulen mit umgeschnallten Busen und äußerem Frau- sein.

Kein Wunder, dass viele Schwule genervt sind. Es dreht sich in der Heterowelt schon genug um gezeigte Weiblichkeit, wenn dann auch die Homowelt mit Busen und Co dargestellt wird, fühlt man sich fehl am Platz.


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