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  • 23.12.2014           5      Teilen:   |

Angriff mit Eisenstangen und Bierflaschen

Simbabwe: 35 Menschen bei schwul-lesbischer Party verletzt

Artikelbild
Simbabwes Diktator Robert Mugabe lässt bereits seit Jahrzehnten Homosexuelle verfolgen

Ein homophober Mob verprügelte Schwule und Lesben bei der Feier einer Homo-Gruppe – die Aktivisten machen Diktator Robert Mugabe für den Zwischenfall verantwortlich.

35 Mitglieder von "Gays and Lesbians of Zimbabwe" (GALZ) sind am Freitag beim Angriff auf eine Feier der LGBT-Organisation verletzt worden. Die Aktivisten berichten, wie zwölf bis 15 nicht identifizierter Männer bei der Feier in der Hauptstadt Harare auftauchten und die Teilnehmer zusammenschlugen. Die Veranstaltung wurde in einem Privathaus durchgeführt, da Homosexualität im Land illegal ist und mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft wird.

"Drei Autos haben vor dem Treffpunkt geparkt und die Insassen haben verlangt, zur Feier eingelassen zu werden", heißt es in einer Pressemitteilung der GALZ. "Einer der Insassen hat dann eine Waffe gezogen und unser Sicherheitspersonal an der Tür bedroht". Als die Unbekannten in den Veranstaltungsraum eindrangen, schlugen sie sofort auf die Teilnehmer ein – sie benutzten dabei Eisenstangen, leere Bierflaschen und Holzstämme. Sie nahmen den Teilnehmern auch Geld und Wertgegenstände ab.

Ein ähnlicher Zwischenfall ereignete sich bereits im Juni 2013, als sich fünf Männer mit Hammern Zutritt in die GALZ-Büros verschafften. Niemand wurde bislang wegen des Überfalls angeklagt.

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Homophobe Atmosphäre

Nach dem erneuten Überfall beschuldigte GALZ die Regierung und insbesondere Präsident Robert Mugabe, für den Angriff verantwortlich zu sein. Mugabe habe mit seiner homophoben Rhetorik für eine Atmosphäre gesorgt, in der sich Homosexuelle nicht mehr sicher fühlen könnten. Mugabe hatte Homosexualität unter anderem als "schmutzige Krankheit bezeichnet und Homosexuellen mit Enthauptung gedroht.

Mugabe führt das südafrikanische Land seit seiner Unabhängigkeit von Großbritannien in den Achtziger Jahren. Er verwandelte Simbabwe von der "Kornkammer Afrikas" zu einem der weltweit ärmsten Länder. Seit Jahren kämpft die Bevölkerung gegen Misswirtschaft und Hungersnöte. Der Staatschef regiert sein Land mit eiserner Hand, zu der auch viel homophobe Rhetorik gehört. So hat er bereits mehrfach den "Unzuchtsparagrafen" genutzt, um politische Gegner auszuschalten. 1996 ließ er seinen Vorgänger im Präsidentenamt, Canaan Banana, wegen angeblicher Homosexualität verhaften und verurteilen. (dk)

Links zum Thema:
» GALZ-Pressemitteilung
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Tags: simbabwe, galz, robert mugabe
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Reaktionen zu "Simbabwe: 35 Menschen bei schwul-lesbischer Party verletzt"


 5 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
23.12.2014
16:19:13


(+4, 6 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Beten macht vermutlich dumm und aggressiv. Wikipedia: "85 % der Bevölkerung sind Christen und 62 % besuchen regelmäßig den Gottesdienst."
Link:
de.wikipedia.org/wiki/Simbabwe#Religion


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#2
23.12.2014
16:58:39


(0, 4 Votes)

Von Vatikan


Mugabe wurde streng katholisch erzogen und besuchte mehrere Jesuitenschulen.


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#3
23.12.2014
17:37:35


(+1, 3 Votes)
 
#4
23.12.2014
18:22:39


(-4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von userer


Dürfen wir Dich jetzt Zitatentante nennen?


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#5
24.12.2014
04:46:56


(+2, 2 Votes)

Von Kurt


Mugabe du mieser Diktator

Ich wünsche mir ja selten das Menschen sterben, aber der wäre einer der Letzten dem ich eine Träne nachweinen würde.


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