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Jetzt sind auch Schwule und Lesben im Sonnenstaat willkommen (Bild: DonkeyHotey / flickr / by 2.0)

Trotz des erbitterten Widerstandes der republikanischen Regierung muss Florida am 6. Januar wohl auch Schwulen und Lesben das Recht auf Eheschließung einräumen.

US-Bundesrichter Robert Hinkle hat am Neujahrstag angeordnet, dass alle Standesbeamten in Florida ab Dienstag um 0.01 Uhr Ehescheine auch an lesbische und schwule Paare ausgeben müssen. Hinkle hatte bereits im August 2014 das Ehe-Verbot für einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz erklärt (queer.de berichtete). Allerdings nutzte seither die republikanische Justizministerin Pam Bondi juristische Mittel, um die Ehe-Öffnung hinauszuzögern.

"Natürlich kann man darüber diskutieren, ob die Entscheidung in diesem Fall richtig oder falsch war", erklärte Richter Hinkle am Donnerstag. "Aber man sollte nicht darüber diskutieren, ob Standesbeamte diese Entscheidung umsetzen müssen." Damit stellte er klar, dass die Ehe in ganz Florida geöffnet werden müsse und nicht nur in den Bezirken, die auf Ehe-Öffnung verklagt worden sind.

Homophobe Justizministerin ist "Loser des Jahres"


Die zweifach geschiedene Justizministerin Pam Bondi hat jahrelang argumentiert, dass Homosexuelle mit ihren Hochzeitswünschen die Ehe zerstören wollen (Bild: Florida AG Office)

Justizministerin Bondi erklärte nach dem Urteil, dass sich der Staat an die Entscheidung halten werde. Noch ist aber theoretisch ein Einspruch bei einem Berufungsgericht oder dem Supreme Court möglich. Es gilt jedoch als so gut wie sicher, dass die Ehe-Öffnung nun nicht mehr aufgehalten werden kann. Bondis Widerstand gegen Homo-Rechte nagte zuletzt an ihrem Image: So ernannte die "Tampa Bay Times" vergangene Woche die Politikerin zum "Loser des Jahres". Sie könne nur noch in Mississippi, dem konservativsten Staat der USA, eine erfolgreiche Politikerkarriere anstreben, unkte die Tageszeitung.

Die Bürgerrechtsorganisation ACLU hat angekündigt, man werde überprüfen, ob die Ehe-Öffnung im ganzen Staat umgesetzt wird: "Wir werden sicherstellen, dass die Gleichbehandlung im Eherecht in allen 67 Bezirken möglich ist", erklärte ACLU-Anwalt Daniel Tilley. Sollte sich ein Bezirk weigern, werde man sofort Klage einreichen.

Partys und Aktionen in Gayborhoods geplant

In den Homo-Vierteln im Süden Floridas sind bereits Feiern für den Tag der Ehe-Öffnung geplant, darunter eine Kundgebung in Palm Beach. Das Fremdenverkehrsamt von Fort Lauderdale will zudem in Kürze 100 gleichgeschlechtlichen Paare anbieten, sich direkt am Strand das Ja-Wort zu geben. Außerdem gibt es Veranstaltungen für Paare, die außerhalb Floridas geheiratet haben und jetzt ihr Gelübde im Heimatstaat erneuern wollen.

Florida wäre der 37. US-Bundesstaat, der Schwule und Lesben im Eherecht gleichstellt. Damit würden rund drei Viertel der Amerikaner in Regionen leben, in denen Hetero- und Homosexuelle heiraten dürfen.

Grundlage für die meisten Ehe-Öffnungen gegen den Willen der Regionalregierungen ist eine Entscheidung des Supreme Court vom Juni 2013, mit der ein Bundesgesetz gekippt wurde, das die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen untersagt hatte (queer.de berichtete). Dieses gegen Homosexuelle gerichtete Verbot war nach Ansicht der Richtermehrheit ein Verstoß gegen den in der US-Verfassung garantierten Gleichbehandlungsgrundsatz. (dk)



#1 RobinAnonym
  • 02.01.2015, 15:35h
  • Toll, dass die juristischen Tricks der Republikaner das Ganze nur verzögern, aber nicht verhindern konnten...

    Hoffentlich folgen noch viele weitere US-Staaten.

    Und hoffentlich wird bald vom Supreme Court die US-weite Eheöffnung angeordnet.
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#2 PeerAnonym
  • 02.01.2015, 15:39h
  • "Die zweifach geschiedene Justizministerin Pam Bondi hat jahrelang argumentiert, dass Homosexuelle mit ihren Hochzeitswünschen die Ehe zerstören wollen"

    Ausgerechnte diese Prulla, die schon zweimal geschieden ist, behauptet, die Eheöffnung zerstöre die Ehe.

    Das zeigt nur wieder mal, wie verlogen und scheinheilig die Homohasser sind und dass sie unter völligem Realitätsverlust leiden.
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#3 Bad HomburgAnonym
  • 02.01.2015, 15:53h
  • " ... öffnet Ehe am Dreikönigstag"
    Schon komisch, wenn ein Portal, das wie kein anderes im deutschssprachigen Raum für kirchenfeindliche, christianophobe Kommentare und ähnliche Pöbeleien Raum bietet, sich plötzlich an kirchlichen Kalender "erinnert". Ist Reminiszenz etwa auch eine Form der Reue?
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#4 future bondsAnonym
  • 02.01.2015, 16:07h
  • Der US-Oligarch Sheldon Adelson hat angekündigt den Sohn des Kriegsverbrechers G.W. Bush, Jeb Bush, beim kommenden Präsidentenwahlkampf mit 100 Millionen Dollar zu unterstützen.
    Der Oligarch hat ein Vermögen von über 36 Milliarden Dollar und wird als Nummer 10 auf der Liste der reichsten Menschen der Welt laut Forbes geführt. Er ist der "Kasino-König" von Las Vegas, Singapore und Macao.

    deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/01/jeb-bush-will
    -als-us-praesident-kandidieren/


    Noch neun solche zahlungswillige Oligarchen und Jeb Bush hat das nötige Geld zusammen. An
    Hand der vergangenen Wahlkämpfe weiß man, dass man ca. 1 Milliarde Dollars braucht, um Präsident der Vereinigten Staaten zu werden.
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#5 Harry1972Profil
  • 02.01.2015, 16:41hBad Oeynhausen
  • Diese Pam Bondi ist ja nicht umsonst zweimal geschieden. Klingt für mich jetzt eher nach dem Klassiker "Wer am lautesten quietscht, will geölt werden".
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 TheDad
  • 02.01.2015, 16:53h
  • Antwort auf #3 von Bad Homburg
  • Und ich hatte schon gedacht, Du seist zwischenzeitlich geläutert, oder verstorben..

    Mal abgesehen von der Tatsache das es so etwas wie "christianophobe Kommentare" gar nicht gibt, denn hier hat noch niemals jemand etwas gegen einen "Christian" geschrieben..

    Das ist keine "Erinnerung" an einen "kirchlichen Kalender"..

    Man kommt als normaler Mensch gar nicht darum herum an derlei Daten "erinnert" zu werden, denn sie stehen wie selbstverständlich in jedem noch so atheistisch anmutendem Kalender hinein geschrieben vor Jedermanns Auge in aller Öffentlichkeit sichtbar, um nach wie vor aufzuzeigen wie groß der Einfluß der "christlichen Religion" auf unser tägliches Leben ist..

    Kaum hat das Jahr begonnen "feiern" die Katholibans das nächste von den Heiden gestohlene "Fest", und gräuslich kreischende Kinderchen wandern in seltsamen Gewändern von Haus zu Haus, um die Kunde zu verbreiten, das die "Ankunft des Herrn" gaschah..

    Bei der Gelegenheit sei auf ein kaum bekanntes Ereignis hingewiesen, nämlich mit der Frage, was machten Maria und Joseph eigentlich so am Silvester ?

    Sie ließen ihren Bengel beschneiden..

    Und ich frage mich schon lange Zeit, ob der bereits als Säugling sprechende Knabe dagegen heftig protestiert hat !?..
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#8 22378oitbdweAnonym
  • 02.01.2015, 17:40h
  • Pam Bondi ist halt ein angepasstes wannabe-Karrieremädchen, welches sich eine Perlenkette umhängt und denkt sie wäre nun etwas besseres und welches mangels Menschlichkeit nur bei den erzkonservativen Republikanern Karriere machen konnte.

    Ich frag mich schon wie ein solches Mädchen, das sich gegen den Gleichheitsgrundsatz wendet, Justizministerin werden konnte. War einer ihrer Ex-Ehemänner jemand, der ihr zu dem Posten verholfen hat? Hat sie sich den Posten durch Breitmachen ihrer Beine verschafft?
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#9 Danny387Profil
  • 02.01.2015, 17:49hMannheim
  • Antwort auf #3 von Bad Homburg
  • Schätzchen,
    wäre die Kirche weniger homophob, verbohrt, bigott und würde uns weniger das Leben schwer machen, müssten wir auch weniger kirchenkritisch sein. Abgesehen davon ist es völlig egal, ob man "6.1." oder "Dreikönigstag" oder "Russische Weihnachten" oder sonstwas sagt.
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#10 userer
  • 02.01.2015, 17:54h
  • Antwort auf #3 von Bad Homburg
  • Reue? Verdienter Spott!

    Außerdem ist klares Denken wohl keine "Christianophobie" (vermutlich meinen Sie "Christenphobie", aber auch das ist es nicht). Und das, was Sie als "kirchenfeindlich" empfinden, ist m. E. allenfalls Notwehr, meistens jedoch lediglich Aufklärung über unhaltbare Zustände, die die Christen verursachen und zu verantworten haben.
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