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  • 02.01.2015           28      Teilen:   |

No Toys Please, We're British!

Margaret Thatcher dachte über Sex-Toy-Verbot nach

Artikelbild
Die konservative Ikone machte sich Sorgen, dass ihre Schäfchen zu viel Spaß im Schlafzimmer haben (Bild: tox brown / flickr / cc by 2.0, Margaret Thatcher Foundation)

Pornografie war in der Thatcher-Ära bereits verboten. Jetzt zeigen Unterlagen, dass die Eiserne Lady sogar in Erwägung zog, ihrem Volk auch Dildos und Nippelklemmen vorzuenthalten.

Kürzlich veröffentlichte Dokumente des Britischen Nationalarchivs zeigen, dass die damalige Premierministerin Margaret Thatcher in den Achtzigerjahren über ein Verbot von Sex-Toys nachgedacht hatte. So sollte der "öffentliche Anstand" geschützt werden. Außerdem soll sie sich mindestens zwei Mal mit der homophoben Anti-Pornografie-Aktivistin Mary Whitehouse getroffen haben, die unter anderem in den Siebzigern eine Blasphemie-Klage gegen die Zeitung "Gay News" durchgeführt hatte. Die Geschworenen befanden den Chefredakteur wegen Gotteslästerung schuldig und verurteilten ihn zu einer Geld- und Bewährungsstrafe. Das Urteil wurde aber später aufgehoben.

Den Unterlagen zufolge soll die Thatcher-Regierung befürchtet haben, dass Sex-Spielzeuge die öffentliche Gesundheit gefährdeten. In einer Anmerkung des damaligen Innenministers Leon Brittan heißt es etwa: "Einige der verbreiteten Produkte sind besonders zu beanstanden", weil sie "körperliche Schäden" verursachen würden. Brittan trat daher dafür ein, die Toys unter Berufung auf ein Anti-Pornografie-Gesetz aus dem Jahr 1959 für illegal zu erklären.

Brittan, der inzwischen 75 Jahre alt ist, steht seit letztem Jahr im Zwielicht, weil er als Innenminister die Aktivitäten eines Pädophilenrings im britischen Parlament vertuscht haben soll.

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Thatcher ist 2013 einem Schlaganfall erlegen. Als Premierministerin war die Konservative unter LGBT-Aktivisten verhasst, insbesondere wegen des homophoben Gesetzes "Section 28", eine Art Homo-"Propaganda"-Gesetz für Schulen. Demnach war es Lehrern verboten, an Schulen positiv über Homosexualität zu sprechen. Das Gesetz bezeichnete Regenbogenfamilien als "vorgetäuschte Familie". Es wurde erst 2000 in Schottland und 2003 in England und Wales abgeschafft.

In den Achtzigerjahren hatte die konservative Regierung durch mehrere weitere Verbote versucht, die "öffentliche Moral" zu schützen. So durften insbesondere amerikanische Horrorfilme nicht auf der Insel gezeigt werden. Bis 2000 gab es sogar ein Verkaufsverbot für pornografische Filme. Noch heute werden alle Porno-Filme von der Zensurbehörde geprüft, die manche Szenen – beispielsweise Fisting – noch immer herausschneiden lässt. (dk)

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Tags: sex-toys, margaret thatcher, großbritannien
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Reaktionen zu "Margaret Thatcher dachte über Sex-Toy-Verbot nach"


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
02.01.2015
16:14:37


(+3, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Noch heute werden alle Porno-Filme von der Zensurbehörde geprüft, die manche Szenen beispielsweise Fisting noch immer herausschneiden lässt.""..

Wie "schneidet" man solche Szenen aus einer DVD heraus ?

Mit dem Locher ?

Die Veröffentlichung dieser Unterlagen beweist einmal mehr wie wichtig es ist, solche Gesetze abzuschaffen, die nur dazu dienen diese Politiker vor Regress zu schützen..

Wem nutzt es wenn wir Heute "erfahren dürfen" mit wem die Eiserne Lady noch so alles gesprochen hat ?

Wem ist damit geholfen Heute zu wissen, wenn Leute wie der damalige Innenminister Leon Brittan Heute "im Verdacht" stehen, "die Aktivitäten eines Pädophilenrings im britischen Parlament vertuscht haben soll" ?

Mit dem Ausscheiden aus dem Parlament erlischt auch die Immunität dieser Leute, und sofort danach müssen solche Unterlagen zugänglich gemacht werden, um die zur Rechenschaft zu ziehen, die gegen geltende Gesetze verstoßen haben..

Das würde sicher dazu beitragen das eine große Anzahl von Politkern sich mehr an die Gesetze hält, mit der sie die Bevölkerung in ein immer engeres Korsett der Unfreiheit zwängen wollen..


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#2
02.01.2015
16:47:02


(+11, 11 Votes)

Von Robin


Man sollte sich stets vor Leuten in acht nehmen, die anderen sogar noch beim Sex reinreden wollen.


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#3
02.01.2015
16:48:42


(-8, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


"Pornografie war in der Thatcher-Ära bereits verboten."

Kann gar nicht sein, denn Pornos werden schon seit Jahren produziert! Beweise, bitte!


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#4
02.01.2015
17:28:25


(+2, 8 Votes)

Von pink table


Man fragt sich immer unweigerlich, wie diese Leute an ihre eigenen Kinder gekommen sind? Auch nur durch schlichtes Bumsen - wie ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vermuten darf!


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#5
02.01.2015
17:31:15


(+4, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Sag mal ?

Wie blöde muß man eigentlich sein um solch einen einfachen Satz im Artikel nicht zu verstehen ?

Den Artikel wieder nicht gelesen ?

""Brittan [der Innenminister !] trat daher dafür ein, die Toys unter Berufung auf ein Anti-Pornografie-Gesetz aus dem Jahr 1959 für illegal zu erklären.""..

In der Thatcher-Ära war die Produktion von Porno´s in GB ausdrücklich verboten !
Auch der Verkauf ausländischer Produktionen war untersagt, der Zoll und die britische Post beschlagnahmten jedes Jahr tonnenweise Filme, Bücher, Foto´s, Dia´s, Video´s und zuletzt auch DVD´s..

Nach der Lockerung waren in GB Filme in denen innerhalb einer Szene mehr als 2 Personen gleichzeitig auftraten untersagt bis Anfang 2012 verboten..

Bareback-Filme waren Ebenfalls verboten..

Ich besitze einen Porno aus England mit so genannten Laien-Darstellern in dem beide Darsteller vor Beginn der Szene extra per Einblendung darauf hinweisen, seit Jahren ein festes Paar zu sein, und deshalb ohne Gummi vögeln !


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#6
02.01.2015
17:37:43


(+2, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von pink table


Vor diesem Hintergrund ist es bestimmt kein reiner Zufall das britische Wissenschaftler die "Kunst" der künstlichen Befruchtung außerhalb des Körpers, die so genannte In-vitro-Fertilisation (IVF entwickelt haben, und mit Louise Joy Brown am 25. Juli 1978 in Oldham bei Manchester in England das erste Retortenbaby das Licht der Welt erblickte..

In vielen Artikeln wird sie aber auch als "Produkt" einer In-vitro-Maturation, Reifung von Eizellen in der Petrischale, bezeichnet..


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#7
02.01.2015
20:10:09


(+4, 6 Votes)

Von pink table
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


Ja, an die künstliche Befruchtung habe ich auch gedacht. Aber da war Thatcher schon lange Mutter. Insofern gilt meine Vermutung! ;-)


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#8
02.01.2015
21:07:46


(+6, 6 Votes)

Von Heiner


Was für eine verklemmt-prüde, scheinheilige Idee...


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#9
02.01.2015
21:43:06


(+4, 6 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Robin


"Man sollte sich stets vor Leuten in acht nehmen, die anderen sogar noch beim Sex reinreden wollen."

Sehr wahr.

Die sind generell gegen selbstbestimmtes Leben.

Dazu passt eigentlich auch ganz gut, dass im Umfeld von Thatcher der Missbrauch als Menschenverbrauch an sozial Schwachen blühte und gedieh.

Auch der sexuelle.


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#10
02.01.2015
21:48:36


(+1, 7 Votes)

Von GGGGast


Porno-Verbot

Man sollte beachten, dass auch derzeit die britische Regierung bestimmte Arten Pornos verbietet, welche in anderen westlichen Ländern vollkommen legal sind.


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