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  • 04.01.2015           28      Teilen:   |

Video: "Mein Vater ist 'ne Schwuchtel"



"Was bist du für ein Vater?! Ich hasse dich", wirft Daniel seinem Papa entgegen. Er kann es ihm nicht verzeihen, dass dieser nach dem Tod seiner Mutter eine neue Liebe gefunden hat – und dazu auch noch in einem Mann. Daniel ist überfordert. Er weiß nicht, wie er darauf reagieren soll, dass sein Vater jemand anderes ist als er immer gedacht hat. Er geht auf Distanz und verliert dabei mehr als ihm lieb ist.

Die Idee zu dem Kurzfilm "Es hätte alles so einfach sein können…" hatte die queere Jugendgruppe "Knutschfleck" aus Aachen. Sie wollten eine Geschichte über das Coming-out erzählen, die sich von anderen abhebt und zugleich zum Nachdenken anregt. Dabei entstand die Idee, die klassische Rollenverteilung beim Coming-out umzukehren. So ist es eben nicht der Sohn, der sich bei den Eltern outet, sondern genau andersherum. Die Reaktionen aber sind denen überforderter Eltern nach dem Coming-out nachempfunden und leicht überzeichnet – angefangen von Streit bis hin zum Entfernen von Gegenständen, die unmännlich sind.

"Ein Coming-out ist für viele Menschen noch immer eine große Überraschung, weil die meisten leider noch immer automatisch davon ausgehen, dass ihr Gegenüber heterosexuell ist. Das ist ein Trugschluss", sagt Falk Steinborn, Medientrainer vom Verein queerblick. In dessen Workshop bei der Jugendgruppe "Knutschfleck" entstand der Kurzfilm. Dank einer Förderung der Aktion Mensch konnte dieser kostenlos angeboten werden. An ihm nahmen neun Jugendliche und junge Erwachsene aus Aachen und Umgebung teil.

Hinter Queerblick steckt ein gemeinnütziger Verein, der mit einzelnen Youtube-Videos begonnen hat und inzwischen Jugendliche durch Medien im Coming-out unterstützt und diesen ein Medientraining in verschiedenen Bereichen bietet. Das Projekt wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter die Kompassnadel vom Schwulen Netzwerk NRW und der Bürgermedienpreis der Landesanstalt für Medien NRW. (cw/pm)

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Tags: knutschfleck, jugendgruppe, homosexuelle eltern, kurzfilm, queerblick
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Reaktionen zu "Video: "Mein Vater ist 'ne Schwuchtel""


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
04.01.2015
14:44:55


(0, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Daumen hoch!


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#2
04.01.2015
15:50:51


(+3, 9 Votes)

Von FuZZZyness
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Hier noch ein Original ohne Untertitel!

-Eskalationsbeauftragter-

Youtube-Video:


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#3
04.01.2015
17:59:02


(+3, 7 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ein sehr guter und mutiger Kurzfilm! Klasse Idee und super umgesetzt!


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#4
04.01.2015
20:24:38


(+5, 7 Votes)

Von Normut
Aus BREMEN (Bremen)
Mitglied seit 15.01.2013


Als Leiter einer Selbsthilfegruppe für Männer mit einem späten Coming-Out war ich über diesen Kurzfilm schockiert. Wir haben viele schwule Väter und Ehemänner in unserer Gruppe. Noch nie habe ich einen dermaßen hilflosen und trotteligen schwulen Vater erlebt. Der Film geht vollkommen an der Realität vorbei. Väter Dieser Film macht keinem Spät-Outler Mut. Sehr viel Mut ist aber nötig, wenn man sich erst mit 30, 40, 50 Jahren outet. Das erleben wir in der Gruppe immer wieder. Im Durchschnitt findet im Monat ein später Outler den Weg zu uns. Und die Not derjenigen ist oft groß.

Zu den Kindern: Ich habe drei, mittlerweile erwachsen - mein Partner hat ein Kind. Alle kennen sich. Keines der Kinder würde es dulden, wenn irgend jemand uns beschimpft - unsere Kinder und deren Partner_innen sind stolz auf ihre schwulen Väter.

Der ins Netzt gestellte Kurzfilm hätte von den "Besorgten Eltern" sein können.

Schade - Thema verfehlt.

Wenn jemand mehr über unsere Gruppe erfahren will, dann kann er das unter www.ans-andere-ufer.de


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#5
04.01.2015
22:03:14
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Normut


Nun, es ging ja vor allem darum die Rollen mal umzukehren und danit zum Nachdenken zu animieren.

Die Sätze die fallen sind dieselben, die Jugendliche bei ihrem Coming-out oft von ihren Eltern anhören müssen. Daher dein berechtigter Hinweis auf "besorgte Eltern"

Ich bin ehrlich und gebe offen zu, wirklich kein Freund von Schrankschwestern zu sein.

Doch jeder, der es während seines Lebens irgendwann noch schafft zu seiner wahren Identität zu stehen ist für uns als Community Gold wert! Er hat und verdient unsere volle Unterstützung.

Die Situation eines erwachsenen Vaters, eines gestandenen Mannes, der mit 30,40 oder auch noch 90 sein Coming-out gegenüber seinen Kindern hat, ist natürlich eine ganz andere als die eines Jugendlichen.

Er ist im Vergleich privilegiert, er hat es mit seiner Lebenserfahrung um ein mehrfaches einfacher als ein unsicherer 15 jähriger Jugendlicher mitten in seiner Entwicklung, der auf Gedeih und Verderb auch noch auf das Wohlwollen seiner Eltern angewiesen ist. Oft werden diese, auch heute noch!, einfach auf die Straße gestellt!

Deshalb Mitgefühl und Unterstützung ja selbstverständlich. Mann muss jedoch so ehrlich sein und sich eingestehen all die lange Zeit eine Lüge gelebt zu haben und sich bewusst sein, sich und seine Familie verraten zu haben!

Gleichzeitig ist man selbst Opfer dieser extrem heteronormativen Gesellschaft, die einen erst zu so einem Feigling gemacht hat.

Hauptsache aber, Mann lebt wenigstens jetzt sein Leben. Das ist mehr wert als alles andere und vollkommen unbezahlbar!


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#6
05.01.2015
00:24:33
Via Handy


(-7, 9 Votes)

Von Miepmiep
Antwort zu Kommentar #5 von daVinci6667


"Verrat" ist eine hier völlig deplatzierte Vokabel.


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#7
05.01.2015
14:09:32
Via Handy


(-9, 9 Votes)

Von FOX-News


Der Film ist ziemlich mies.


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#8
05.01.2015
14:32:26
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Miepmiep


Welches Wort würdest du denn stattdessen verwenden?

Nach meiner Auffassung sollte jeder erstmal sich selber gegenüber sein bester Freund sein. Diese Freundschaft wird verraten, wenn man sich selbst wider besseren Wissens in ein Leben, eine Rolle zwingt, die mit einem selbst nichts zu tun hat. Das gilt natürlich auch gegenüber seiner Familie.

Das ist tragisch, tönt hart, aber es ist doch nunmal so.

Solche "falsche" Leben sind mit ein Hauptgrund endlich entsprechende Bildungspläne ohne Wenn und Aber durchzusetzen.


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#9
05.01.2015
15:48:16


(+2, 6 Votes)

Von Normut
Aus BREMEN (Bremen)
Mitglied seit 15.01.2013
Antwort zu Kommentar #8 von daVinci6667


Verrat? So einfach ist die Sache mit dem späten Coming Out inkl. Familie nicht.
Ich bin mittlerweile 60 Jahre jung, aufgewachsen auf dem Lande und habe eine Katholische Erziehung "genossen". Internet gab es noch lange nicht. Die einzige Info-Quelle war die Bravo, zu dieser Zeit aber auch vollkommen unzureichend. Zudem war der § 175 noch in Kraft. Ich wusste zwar, dass ich anders war, aber ich konnte es nicht näher definieren. Und somit begann ein Verdrängungsmechanismus.
Die Frau, die ich heiratete, liebte ich auch. Die drei Kinder waren Wunschkinder. Und irgendwann merkte ich, dass etwas fehlte - nämlich Sex mit Männern. Nach zehn Jahren voller Zweifel konnte ich erst zu mir stehen und dann ging alles sehr schnell.
Heute leben ich seit 11 Jahren mit einem Mann zusammen und genieße mein freies Leben. Zu meiner Familie habe ich nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder guten Kontakt. Daran muss man arbeiten.
Heute versuche ich mit der Gruppe "Ans andere Ufer" zu helfen. Die Geschichten, die ich zu hören bekomme, sind auch heute noch oft voller Verzweifelung. Keiner dieser Männer mit Familie hat es sich leicht gemacht.


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#10
05.01.2015
16:21:36
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von Normut


Ich schrieb: "Diese Freundschaft wird verraten, wenn man sich selbst wider besseren Wissens in ein Leben, eine Rolle zwingt, die mit einem selbst nichts zu tun hat. "

Du schreibst: "Nach zehn Jahren voller Zweifel konnte ich erst zu mir stehen und dann ging alles sehr schnell."

Dann ging alles sehr schnell. Warum?
Weil du dir Freund warst und ehrlich zu Dir selbst und deiner Familie. Da sehe ich kein Verrat, weil du nicht wider besseren Wissens gehandelt hast. Dir war vorher ja gar noch nicht klar, dass du schwul bist.

Für dich und gerade auch deiner wertvollen Arbeit herzlichst viel Erfolg im 2015!


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