Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 05.01.2015           29      Teilen:   |

Homophobie

Kid Rock: "Gay" ist ein Schimpfwort

Artikelbild
Kid Rock hat bereits mehr als 23 Millionen Alben verkauft

Der amerikanische Rocker will sich der "politischen Korrektheit" nicht beugen und das Wort "schwul" weiterhin als Schimpfwort benutzen.

Kid Rock hat die abfällige Nutzung des Wortes "gay" verteidigt. In einem Interview in der Londoner Zeitung "Guardian" erklärte der 43-Jährige: "Wenn Leute sagen, dass man nicht das Wort 'gay' nutzen kann, dann sollen sie sich verpissen. Aus mir kriegt man nichts politisch Korrektes heraus." Zuvor hatte der als Robert James Ritchie in Michigan geborene Sänger die Entwicklung der Musikrichtung "Rap-Rock" als "Scheißdreck und ziemlich schwul" kritisiert.

LGBT-Aktivisten in den USA appellieren seit Jahren, das Wort "gay" nicht mehr als Schimpfwort zu benutzen, ebenso wie das Wort "Faggot" (Schwuchtel). Dies würde insbesondere jungen Schwulen und Lesben erheblichen Schaden zufügen, weil diese Schimpfwörter auf Schulhöfen weit verbreitet seien und so das Coming-out erschwerten. Sie vergleichen es mit dem Wort "Nigger", das vor einigen Jahrzehnten weit häufiger als heute von Weißen als Schimpfwort gebraucht worden war.

Fortsetzung nach Anzeige


Keine generelle Ablehnung von Schwulen und Lesben

In dem Interview erklärte Kid Rock allerdings, dass er Homosexuelle nicht generell ablehne. So sei er nicht gegen die Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben: "Da ich ein geweihter Pastor bin, freue ich mich nicht darauf, homosexuelle Menschen zu ehelichen – aber ich habe auch nichts dagegen."

Kid Rock erklärte, er sei "definitiv" ein Republikaner, insbesondere bei der Haushalts- und Verteidigungspolitik – er möchte also die Gesamtausgaben des Staates vermindern, aber die Ausgaben für das Militär steigern. Allerdings sei er bei "sozialen Fragen" weniger konservativ. Der Sänger hatte sich bereits zuvor für die republikanische Partei engagiert, etwa im Präsidentschaftswahlkampf 2012 für den Kandidaten Mitt Romney. Während der Kampagne war sein Lied "Born Free" eine Art Hymne der Romney-Anhänger. Der Song hatte es auch in Deutschland bis auf Rang 23 der Charts gebracht.

In den letzten Jahren gab es mehrfach Promis, die "gay" oder ähnliche auf Homosexuelle bezogene Wörter als Schimpfwort benutzt haben. So verteidigte etwa Eminem vor gut einem Jahr die Nutzung des Wortes "faggot" (queer.de berichtete). 2011 entschuldigte sich Rapper Chris Brown dafür, dass er einen Fotografen als "schwul" beschimpft hatte (queer.de berichtete).

Auch in Deutschland ist diese Art von Homophobie verbreitet: So erklärte der Fernsehkoch Steffen Henssler in seiner RTL-Sendung, dass schlechtes Essen "halbschwul" sei (queer.de berichtete). Eine Entschuldigung für den Ausbruch lehnte der Koch ab. Eine Berliner Studie war 2012 zum Ergebnis gekommen, dass fast zwei Drittel der Grundschüler "schwul" als Schimpfwort verwendeten (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 29 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 147             5     
Service: | pdf | mailen
Tags: kid rock
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Kid Rock: "Gay" ist ein Schimpfwort"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.01.2015
13:13:49


(+2, 12 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Wer schwul als Schimpfwort benutzt, ist eine Klemmschwuchtel, das ist längst wissenschaftlich bewiesen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
05.01.2015
13:29:53


(+11, 11 Votes)

Von Mariposa


Ein "geweihter Pastor" mit einer Rhetorik auf Stammtischniveau, Du meine Güte.... Sein Schöpfer wird sich wohl darüber freuen... In manchen Fällen ist es dann doch besser, für den Atheismus zu werben. Ätzender Typ, wahrscheinlich dazu noch eine Klemmschwester. Hilfe !!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
05.01.2015
13:33:06


(+7, 7 Votes)

Von Mariposa


In der US-Rockszene ist er sowieso unten durch - dort sind die Republikaner extrem verhaßt....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
05.01.2015
13:45:48


(+8, 8 Votes)

Von tobias
Aus bremerhaven (Bremen)
Mitglied seit 25.03.2012


.....wie traurig is das?

schwul als schimpfwort?
hatte einen kollegen, der die kaputte lampe als schwul bezeichnet hatte.
.....nach meinem comming out wurde ihm klar, dass das beleidigend ist!
jetzt kommen solche sprüche nicht mehr!
.....sie wissen einfach nicht, was sie tun....!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
05.01.2015
14:58:01


(+5, 9 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von tobias


"sie wissen einfach nicht, was sie tun"

Meinst du? Dieser Musikant wurde ja auf die Unangemessenheit hingewiesen und wehrt sich trotzig-rotzig dagegen, seinen Sprachgebrauch zu verändern.

Bei Menschen wie deinem Kollegen mag die Sache anders sein, aber ich befürchte, dass dieser Christ als "geweihter Pastor" und seinesgleichen sehr genau wissen, was sie tun und was es bewirkt - und genau deshalb tun sie es.

Vielleicht sollte man den Spieß mal umdrehen?:
"Echt ätzende Musik, voll christlich!"
"Was hast du denn da an? Das sieht ja total christlich aus!"


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
05.01.2015
15:00:17
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Simon H


Peinlich, wenn Leute die keine Ahnung von Sprache haben ihre kruden Theorien ablassen und sich zum Deppen machen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
05.01.2015
15:15:51
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von tobias


Kommt mir bekannt vor.

Ein Kollege, damals erst ein paar Tage bei uns, der auch noch nicht schnallte das ich schwul bin, bezeichnete den automatischen Rolladen, der sich eigentlich selbst gemäß Lichteinfall regulieren sollte als schwul.

Etwas später bat er mich beim ausdrucken eines Dokuments um Hilfe. Ich sagte beiläufig dass der doofe alte Heterodrucker manchmal einfach rumzickt. Die Kollegen rundherum lachten schallend, ihm wars nur noch peinlich.

Manchmal müssen sie es auf die harte Tour lernen...

Ach ja, wir sind heute gute Freunde...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
05.01.2015
15:33:02


(+6, 10 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #7 von daVinci6667


sehr hübsche geschichte, die muss ich mir merken.

--

was man heute als "politische korrektheit" verunglimpft, nannte man früher einfach "gute manieren", "respekt", "mitmenschlichkeit", "empathie" oder zumindest "höflichkeit". das fand auch früher nicht jede_r super, aber zumindest gab es noch nicht so viele arschlöcher wie heute, die sich für ihre abstoßende grobheit auch noch öffentlich selbst beweihräuchern.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
05.01.2015
15:50:39
Via Handy


(+13, 13 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von userer


"Echt ätzende Musik, voll christlich!"
"Was hast du denn da an? Das sieht ja total christlich aus!"

LOL. Echt zur Nachahmung empfohlen!

Einen gewichtigen Unterschied gibt es allerdings. Religion ist etwas was man bei entsprechenden Resourcen und Anstrengung wieder loswerden kann und vor allem soll, wenn man in Freiheit Leben will.

Die sexuelle Orientierung hingegen ist angeboren und immer gut so wie immer sie auch ist.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
05.01.2015
16:25:30


(-2, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wenn man mit kommerzieller Musik keinen Erfolg mehr hat, versuchen sich ja ehemalige "Stars" mit solchem Geschwafel so wieder ins Rampenlicht zu drängen! Peinlich, peinlich!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
US-Politiker wirbt mit Dragqueens Skateboard-Star Brian Anderson outet sich als schwul Italien: Zwei Ex-Nonnen lassen sich verpartnern Lil Wayne vermählte zwei Männer im Knast
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt