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  • 07.01.2015           51      Teilen:   |

Erzdiözese Miami

Katholische Kirche will Befürworter von Homo-Rechten feuern

Artikelbild
Erzbischof Thomas Wenski will nur Mitarbeiter in seiner Kirche akzeptieren, die Homo-Rechte ablehnen

Nach der Ehe-Öffnung in Florida droht die katholische Kirche Mitarbeitern mit der Kündigung, sollten sie die Gleichstellung – selbst im privaten Rahmen – gutheißen.

Die katholische Erzdiözese Miami hat in einem Brief an alle Mitarbeiter mitgeteilt, dass Befürwortern der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht die fristlose Entlassung drohe. Das betrifft sowohl Geistliche als auch Mitarbeiter in Wohltätigkeitsorganisationen oder katholischen Krankenhäusern.

"Zu jeder Zeit und an jedem Ort wird von Angestellten erwartet, sich moralisch und ethisch so zu verhalten, wie es die katholischen Prinzipien vorschreiben", heißt es in dem von Erzbischof Thomas Wenski unterschriebenen Brief. Das betreffe auch das Verhalten "außerhalb des normalen Arbeitslebens". Sogar auf Facebook und Co. dürfen Mitarbeiter nicht für die Gleichwertigkeit von Homosexuellen eintreten: "Angestellte sollten umsichtig handeln, wenn sie etwas in sozialen Netzwerken posten. Online-Aktivitäten, die auf verbotenes Verhalten hinweisen, können zu Disziplinarmaßnahmen oder der Entlassung des Arbeitnehmers führen."

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Schwule und Lesben dürfen in Florida auf Anweisung eines Gerichts seit dem Dreikönigstag heiraten (queer.de berichtete). Die katholische Kirche hat sich wiederholt gegen die Gleichbehandlung ausgesprochen. Erst diese Woche erklärte die "Florida Coference of Catholic Bishops", man sei "sehr enttäuscht" über die Ehe-Öffnung. Diese habe "weitreichende Konsequenzen für die Gesellschaft" und würde Kindern schaden, so die Diözese.

Auch in Deutschland darf die Kirche missliebige Mitarbeiter feuern, selbst wenn sie sich an ihrem Arbeitsplatz nichts zuschulden kommen lassen. Das Bundesverfassungsgericht hat in einer im November 2014 bekannt gegebenen Entscheidung erklärt, dass die Kirche wegen des im Grundgesetz zugesicherten Selbstverwaltungsrechts ein "gewisses Maß an Loyalität" von ihren Mitarbeitern verlangen dürfe (queer.de berichtete). Die Kirchen muss sich daher nicht an den Gleichbehandlungsgrundsatz halten. (dk)

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Tags: katholische kirche, usa, ehe-öffnung, florida, miami
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 Römisch-katholische Kirche
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Reaktionen zu "Katholische Kirche will Befürworter von Homo-Rechten feuern"


 51 User-Kommentare
« zurück  123456  vor »

Die ersten:   
#1
07.01.2015
13:38:25
Via Handy


(+13, 15 Votes)

Von Foxie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und wieder zeigen sie ihr wahres Gesicht, das sollte jedem klar sein. Gilt natürlich für alle diese Kulte, die ihren Anhängern Leben, Denken und Lieben vorschreiben.
Jetzt bin ich weg, bevor wieder der sattsam bekannte Hobbymissionar mit den vielen Namen und "Ist doch gar nicht so schlimm"-Schönbeter auftaucht.


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#2
07.01.2015
13:44:06
Via Handy


(+13, 15 Votes)

Von Fürdiekatz


"Auch in Deutschland darf die Kirche missliebige Mitarbeiter feuern, selbst wenn sie sich an ihrem Arbeitsplatz nichts zuschulden kommen lassen. ..
Die Kirchen muss sich nicht an den Gleich­be­hand­lungs­grundsatz halten. "

Wozu sind Gesetzte/ Grundsätze eigentlich da, wenn sie nicht für alle gelten?


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#3
07.01.2015
13:58:55
Via Handy


(+6, 12 Votes)

Von David77


Ich dachte, der vatikan sei auf neuen kurs...wo bleibt pegida, wenn man sie mal braucht? Und wie war das noch mit freedom of speech in den usa?


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#4
07.01.2015
14:07:25


(-14, 16 Votes)

Von GeorgG


Vor allem seit Papst Franziskus hat die katholische Kirche den Kampf gegen eingetragenen Lebenspartnerschaften aufgegeben (von zurück gebliebenen Gesellschaften wie Uganda oder Kenia einmal abgesehen).
Was die Kirche aber nie akzeptieren wird, ist die Öffnung der heterosexuellen, bürgerlichen Ehe für Schwule und Lesben sowie ein Adoptionsrecht.
Viele katholische Schwule und Lesben können damit gut leben. Die Meinung von Nicht-Katholiken zählt in diesem Zusammenhang nicht.


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#5
07.01.2015
14:37:43


(+10, 14 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #4 von GeorgG


>"Die Meinung von Nicht-Katholiken zählt in diesem Zusammenhang nicht."

wir reden hier von nichts geringerem als der meinungsfreiheit, einem der wichtigsten grundrechte. wer kritisiert, wenn sich "parallelgesellschaften" bilden, die sich außerhalb des allgemeinen rechtes stellen wollen, der_die muss das bei katholik*innen ebenso scharf kritisieren wie bei muslim_innen, auch wenn er_sie selbst weder kaholik*in noch muslim*a ist.


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#6
07.01.2015
15:05:13
Via Handy


(+8, 12 Votes)

Von Nico


Dieser Geist des Totalitarismus ist allen Sekten gemein. Da muss man dann sogar im Privatleben die offizielle Linie vertreten. Grundrechte wie Meinungsfreiheit gelten nicht mehr.

Besonders absurd wird es, wenn man dann nicht mal mehr hinter geltendem Recht stehen darf, sondern sogar gezwungen wird, gültige Gesetze abzulehnen.

Dass solche Vereine, die Demokratie und Rechtsstaat ablehnen und sogar abschaffen wollen, nicht längst verboten sind, zeigt nur dass sie viel zu mächtig sind.


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#7
07.01.2015
15:16:38
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(+9, 11 Votes)

Von Alex
Antwort zu Kommentar #6 von Nico


Das Perverse ist ja, dass solche religiösen Fanatiker für ihre Ablehnung geltenden Rechts, die Missachtung von Grundrechten und die Hetze gegen Andersdenkende immer auf Redefreiheit verweisen. (Obwohl solche Rechte ihre Grenzen dort finden, wo andere eingeschränkt werden.)

Aber für andere gelten diese Rechte dann nicht mehr.

Das ist der Geist des Faschismus und die wollen eine Diktatur ihrer eigenen, menschenverachtenden Gesinnung.


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#8
07.01.2015
15:19:07
Via Handy


(+11, 15 Votes)

Von Alex


Gegen Hassprediger hilft nur eines:
Kirchenaustritt.

Link zu www.kirchenaustritt.de


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#9
07.01.2015
15:45:54


(+11, 15 Votes)

Von uwekrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.07.2013


ich kann nur immer wieder sagen:
AUSTRETEN!
AUSTRETEN!
AUSTRETEN!
Wenn noch nicht mal das Bundesverfassungsgericht etwas dagegen unternehmen kann, ist AUSTRETEN die einzige Möglichkeit.
Geld und sonstige Werte hat dieser "Club" zu Genüge.


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#10
07.01.2015
16:07:46


(+2, 14 Votes)

Von Kassandra


Der Chefredakteur von 'Charlie Hebdo', Gérard Biard, wurde heute mit der Parole 'Wir werden den Propheten rächen' ermordet. Vor einiger Zeit äußerte er in einem Interview Folgendes:

"Ich sage den Franzosen, ich sage Europa und dem Westen insgesamt, aber ich sage auch den Journalisten: Wacht auf! Hört auf, den politischen Islam zu unterstützen. Seid nicht naiv, diese Leute kennen keine Toleranz und bedrohen sogar die Muslime, die ihrer Meinung nach zu moderat sind ...
Das Wort Islamophobie entstand im Zuge der Rushdie-Affäre und hat im Gegenzug dazu geführt, dass die katholischen Fundamentalisten von Christianophobie reden. Das ist Teil desselben Diskurses. Wir müssen uns dagegen wehren, dass dem Wort Islamophobie irgendein juristischer Inhalt zugeschrieben wird. Wenn es so weit käme, wäre der nächste Schritt, das Delikt der Gotteslästerung wieder einzuführen. Und dann hätten wir kein laizistisches Rechtssystem mehr."


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