Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 07.01.2015           7      Teilen:   |

Staatliche Verfolgung

Indien: 600 Festnahmen wegen Homosexualität

Artikelbild
Protestaktion gegen das Homo-Verbot in Neu-Delhi

Seit der Wiedereinführung des Homo-Verbots sind in Indien rund 600 Menschen wegen gleichgeschlechtlicher Aktivitäten verhaftet worden.

In Indien werden Homosexuelle weiterhin verfolgt: Laut Daten des Innenministeriums, die von der Zeitung "Deccan Herald" veröffentlicht wurden, seien von Dezember 2013 bis Oktober 2014 insgesamt 587 Menschen wegen des Paragrafen 377 festgenommen worden. Dieses Gesetz bestraft "geschlechtliche Aktivitäten gegen die Natur" mit langjährigen Haftstrafen und wird hauptsächlich gegen schwule Männer eingesetzt. Insgesamt wurde dem Bericht zufole gegen 778 mutmaßliche Homosexuelle ermittelt.

Die Zahlen könnten allerdings noch weit höher liegen, da manche Bundesstaaten nur unzureichende Daten an die Zentralregierung übermittelt haben. Die Staaten Karnataka und Westbengalen haben sogar überhaupt keine Zahlen mitgeteilt.

Nach den vorliegenden Daten gab es die meisten Festnahmen in der Hauptstadt Neu-Delhi: Hier gab es bis September 140 Fälle und 110 Festnahmen. Aus dem nordinischen Haryana sind 89 Festnahmen gemeldet worden, aus Kerala im Südwesten des Landes waren es 64.

Fortsetzung nach Anzeige


Homo-Verbot: 2009 abgeschafft, 2013 wieder eingeführt

Der Paragraf 377 ist ein Relikt der britischen Kolonialzeit, das 1860 eingeführt worden war. Demnach drohen weiblichen und männlichen Homosexuellen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. 2009 erklärte ein Gericht in Neu-Delhi das Gesetz für verfassungswidrig, weil es gegen die Grundrechte von Schwulen und Lesben verstoße (queer.de berichtete). Allerdings revidierte der oberste Gerichtshof Indiens im Dezember 2013 diese Entscheidung und führte das Homo-Verbot wieder ein (queer.de berichtete).

Die Verhaftungswelle ist eine Überraschung, da der Oberste Gerichtshof erklärt hatte, dass es zwischen 1860 und 2009 nur zu rund 200 Verurteilungen von Homosexuellen nach Paragraf 377 gekommen sei. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 7 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 98             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: indien, paragraf 377
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Indien: 600 Festnahmen wegen Homosexualität"


 7 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
07.01.2015
15:30:34
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Alex


Was für ein Barbarenstaat.

Wie kann man Menschen wegen ihrer Liebe verfolgen?!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
07.01.2015
15:36:35


(+7, 9 Votes)

Von 43tgg


Die Süddeutsche plauderte damals über den Gewinner (Modi) des Kasten-Contests:

"Manche schimpfen diesen Mann einen Faschisten. Andere gar einen Massenmörder. Und wieder andere dagegen verehren ihn geradezu. Dazwischen geht es nicht bei Modi, der Mitglied der rechtskonservativen hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Partei (BJP) ist."

Link zu www.statueofunity.in

In der post-kolonialen Zeit, während des sog. Kalten Krieges, gehörten Indien und Pakistan, Produkte des Empires nach dem Prinzip "teile und herrsche", zu den Blockfreien Staaten.

Grob formuliert: Indien wurde von der UdSSR/Russland unterstützt, Pakistan von der VR China.

Beide beteiligten Staaten des sog. Kaschmir-Konfliktes sind heute Atommächte.

Link zu www.tagesschau.de

Das jeweilige ideologische Design für Spannungsphasen, welches i.d.R. immer auch homofeindliche Botschaften und Apelle enthält, ist für Russland mittlerweile wohl bekannt. In China zeichnet es sich vorläufig in Art und Umfang so ab:

Link zu www.queer.de

Modus Operandi: Man erinnere sich an die national-religiösen Mobilmachungen des Bible Belts durch us-amerikanische Falken für den Auftakt des Asien-Feldzuges am Beginn des Jahrtausends.

Zum relativierenden Plauderton der Süddeutschen über Modi ist noch anzumerken, dass mit der exakt gleichen Wortwahl die neu-alte Ikone "Nationalheld Bandera" (Ukraine)"
beplaudert wurde.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
07.01.2015
18:53:23


(+6, 8 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Eine verdammte Schweinerei! Wann werden diese verdammten Homo-Hasser endlich gestoppt?!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
07.01.2015
19:21:09


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Warum werden solche Scheißparagrafen aus der britischen Kolonialzeit nicht abgeschafft? Indien ist seit dem 15. August 1947 unabhängig und Mitglied des Commonwealth of Nations, da hätte es schon längst eine Strafrechtsreform geben müssen! Aber die Politiker tun absolut NICHTS!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
07.01.2015
23:02:18


(+4, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


""Warum werden solche Scheißparagrafen aus der britischen Kolonialzeit nicht abgeschafft? ""..

Wie lange dauerte es bis bei uns der Nazi-Paragraph 175 abgeschafft wurde ?

Die Kolonialgesetze gegen Homosexualität waren abgeschafft..
Sie wurden wieder eingeführt..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
08.01.2015
10:36:53


(+4, 6 Votes)

Von Fred i BKK


der Hinduismus ist kein toleranter ,schwulenfreundlicher Aberglaube ,er ist nicht besser als Christentum,Islam ,oder Judaismus

Am beste kommt der Buddismus in der thailaendischen Version mit LGBT Menschen zurecht....obwohl da auch nicht alles Gold ist was glaenzt...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
08.01.2015
13:31:33


(+2, 4 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


FoXXY: "Warum werden solche Scheißparagrafen aus der britischen Kolonialzeit nicht abgeschafft?"

Weil die Herkunft aus der Kolonialzeit mittlerweile keine Rolle mehr spielt und die Verfolgung jetzt halt von den Religioten betrieben wird, wie überall auf der Welt unter unterschiedlichsten Religionssymbolen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Neu-Delhi


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Bayern: Nur "Toleranz", aber keine "Akzeptanz" von LGBTI Clubkid verliebt sich in russischen Stricher Tom Ford: Jeder Mann sollte mal passiven Analverkehr haben Malta verbietet Homo-"Heilung"
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt