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  • 09.01.2015           158      Teilen:   |

12. Januar

LGBT wieder bei Anti-Pegida-Protesten dabei

Artikelbild
Protest gegen die Pegia-Bewegung am letzten Montag in Berlin (Bild: gillyberlin / flickr / cc by 2.0)

In Düsseldorf, Berlin, München und weiteren Städten rufen auch Szene-Organisationen dazu auf, sich der menschenfeindlichen Bewegung entgegen zu stellen.

Nachdem sich an diesem Montag Szeneorganisationen in Berlin und Köln an den Protesten gegen Demos von Pegida-Anhängern beteiligt haben (queer.de berichtete), haben am nächsten Montag dazu Schwule, Lesben und Transsexuelle gleich in mehreren Städten Gelegenheit.

So rufen in Düsseldorf die landesweiten Verbände LSVD NRW und die LAG Lesben NRW sowie aus der Stadt selbst der CSD, das queere Jugendzentrum Puls und das Schulaufklärungsprojekt SchLAu Düsseldorf dazu auf, sich gemeinsam mit einem großen Protestbündnis ab 18 Uhr auf Höhe des DGB-Hauses an der Friedrich-Ebert-Straße zu versammeln.

In der Nähe des Hauptbahnhofes demonstriert "Dügida", um "ihre rassistischen rechtspopulistischen und menschenverachtenden Parolen zu verbreiten", wie es im Gegendemo-Aufruf des Düsseldorfer Appell heißt. Bereits am 8. Dezember hatten die Pegida-Anhänger eine Kundgebung am Landtag abgehalten.

"Die 450 Personen (…) bestanden meist aus Angehörigen und Sympathisanten rechtspopulistischer bis rechtsextremer Gruppierungen", so die Veranstalter des Gegenprotests. "Wir müssen ein sichtbares, friedliches Zeichen gegen diesen erneuten Aufmarsch setzen und zeigen, dass Düsseldorf islam- und ausländerfeindliche Haltungen ablehnt."

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Der Kölner CSD und andere Organisationen stellten sich am Montag in Deutz Pegida-Anhängern entgegen. "Braun ist keine Farbe des Regenbogens", so der CSD - Quelle: ColognePride
Der Kölner CSD und andere Organisationen stellten sich am Montag in Deutz Pegida-Anhängern entgegen. "Braun ist keine Farbe des Regenbogens", so der CSD (Bild: ColognePride)

In Berlin bietet Enough is Enough wieder die Möglichkeit, sich gemeinsam am Mahnmal für die homosexuellen NS-Opfer zu treffen, um dann gemeinsam an dem Gegenprotest zur zweiten Bärgida-Demo teilzunehmen. Treffpunkt ist um 16.15 Uhr am Mahnmal oder ab 16.45 Uhr am Brandenburger Tor. Der LSVD Berlin-Brandenburg ruft zur Teilnahme an einem Protest ab 17 Uhr am Bundeskanzleramt auf, der von "Berlin gegen Nazis" organisiert wird – der LSVD ist Gründungspartner des Bündnisses.

In München rufen unter anderem die Rosa Liste, das Magazin Leo und das Münchner "Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat", dem das Zentrum Sub und die Beratungsstelle LeTRa angehören, zum Protest "Platz da" auf (Homepage, Facebook). Beginn ist um 18 Uhr auf dem Max-Josef-Platz. Auch der Münchner CSD hat auf Facebook auf den Protest hingewiesen.

In Saarbrücken hat der LSVD zur Teilnahme an der Kundgebung "Bunt statt braun" aufgerufen (ab 17.30 Uhr, Ludwigsplatz). Auf Facebook hat auch das LGBT-Zentrum Fliederlich in Nürnberg das Bündnis Nonügida verlinkt, das am Montag ab 17.30 Uhr am Kornmarkt demonstrieren will.

In Dresden lädt Gerede e.V. erneut dazu ein, an Gegenprotesten zur Pegida-Bewegung teilzunehmen. Weitere entsprechende Demos und/oder Gegenproteste sind am Montag unter anderem in Hamburg, Hannover, Leipzig, Stuttgart und Würzburg geplant. Details zu weiteren LGBT-Protesten werden hier nachgetragen, allgemeine Infos findet man auf der Facebook-Seite NoPegida.

Das Bündnis "Köln stellt sich quer", dem u.a. der Kölner CSD angehört, hat derweil für nächsten Mittwoch zu einem Trauerzug durch die Kölner Innenstadt eingeladen, Titel: "Wir sind Charlie – für Freiheit und Vielfalt". Zur gleichen Zeit wollen auch "Kögida" und "Pro Köln" demonstrieren.

Bereits am Sonntag gibt es in einigen deutschen Städten Solidaritätsbekundungen gen Frankreich aus der Mitte der Gesellschaft, u.a. in Berlin vor der Französischen Botschaft auf dem Potsdamer Platz ab 15 Uhr.

19.30h: akt. um Enough is Enough Berlin, Köln; 21.20h: Dresden; 10.1., 11.40h: LSVD Berlin, 21h: Je Suis Charlie in Berlin.

Wochen-Umfrage: Sollten sich LGBT-Verbände an den Protesten gegen Pegida & Co. beteiligen? (Ergebnis)

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Tags: pegida, düsseldorf, münchen, stuttgart, nürnberg
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Reaktionen zu "LGBT wieder bei Anti-Pegida-Protesten dabei"


 158 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
09.01.2015
16:42:30


(+4, 10 Votes)
 
#2
09.01.2015
16:53:44
Via Handy


(+5, 11 Votes)

Von Rubin


"Prince of Pegida"

Naja...deutscher Humor.


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#3
09.01.2015
17:04:10


(+7, 13 Votes)
 
#4
09.01.2015
17:08:24


(+9, 17 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, hat Angst: Diese Tat ist ein Verrat am islamischen Glauben. Dennoch ist zu befürchten, dass der Terror von Paris den anti-islamischen Strömungen in Deutschland Auftrieb gibt. Das ist ja der perfide Plan der Terroristen, sie wollen Zwietracht säen, einen Krieg provozieren zwischen den Religionen. - See more at:
Link:
reiserobby.de/je-suis-charlie-nazis-scharf-auf-mae
rtyrer-keinen-fussbreit-den-faschisten/#sthash.O9Q
PLIPi.dpuf


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#5
09.01.2015
17:08:36


(+10, 18 Votes)

Von wide screen


Breivik, Broder, Bachmann, Petry und Pegida...

"Richtig beobachtet. Wie schnell man doch vergisst oder uebersieht."

Link zu www.queer.de

Wer Pegida Raum gibt, füttert den russischen Huntington. (Den amrikanischen auch.)

Bild-Link:
vladimir-putin-time-magazine.jpg


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen


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#6
09.01.2015
17:51:32


(-13, 27 Votes)

Von Kommentator


Ich finde es traurig, dass LGBT-Communitys gegen genau das demonstrieren, was eigentlich den freien europäischen Lebensstil, zu dem auch die freie Sexualität gehört, beschützen will, nämlich Pegida. Ein paar Artikel unter dem Pegida-Artikel liest man von einem Pakistaner der als Drag-Queen Todesdrohungen bekommt, von türkischen Muslimen in der Türkei, die homosexuelle Ehen ablehnen. Und überhaupt ist mir noch kein vom Islam geprägtes Land bekannt, in dem die Homoehe existiert. Karrikaturisten bekommen Todesdrohungen usw. Man liest, dass ausländische Banden bewusst nicht strafmündige Minderjährige für Raubüberfälle einsetzen. Polizisten trauen sich nicht in bestimmte Problemgebiete usw. Ich meine, dass es da sachgerecht ist, dass die Bevölkerung damit ein Problem hat. Die Presse "verdeckt" alles oder ist "politisch korrekt". Selbst der Pressekodex sieht vor, dass bei Straftaten die ethnische Herkunft nur benannt wird, wenn dies zum Verständnis für die Straftat erforderlich ist (z. B. bei einem Ehrenmord). mdr nimmt eine Umfrage zur Pegida-Unterstützung von der Homepage, weil 92 % eine positive Meinung geäußert haben (jedoch nicht repräsentativ).

Da niemand diese Probleme offen ansprechen möchte, fällt der Politik nichts anderes ein als die Demonstranten als rechtsextreme Menschenfeinde darzustellen, obwohl vermutlich Ausländer mitdemonstrieren und von den Demonstranten vermutlich ein großer Teil unmittelbaren Kontakt mit Ausländern, z. B. im Dienstleistungsbereich, hat und dort selbst überhaupt keine Probleme empfindet.

Irgend wann muss man sich doch auch mal die Frage stellen, warum die Bevölkerung nun gerade ein Problem nur mit der Religion Islam bzw. Einwanderern aus islamisch geprägten Ländern hat (vermutlich würde niemand demonstrieren, wenn es eine Masseneinwanderung aus Dänemark gäbe). Niemand hat Probleme mit Hindus, Buddhisten, Christen usw. Selbst Zeugen Jehovas und Evangelikale Christen werden unter der Nicht-Homosexuellen Bevölkerung nicht als Problem gesehen.


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#7
09.01.2015
18:07:15


(+13, 23 Votes)

Von Corum
Aus Hamburg
Mitglied seit 26.02.2013
Antwort zu Kommentar #6 von Kommentator


Die Aussage, dass diese Pegida-Haufen den queeren Lebensstil beschützen kann man nur als haarsträubenden Unsinn bezeichnen.

Sobald sich das mal ein bischen totgelaufen hat, suchen die sich die nächste Minderheit für ihren Schwachsinn.


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#8
09.01.2015
18:11:00


(-10, 28 Votes)

Von Guy Fawkes


Wo bleiben die Lichterketten zur Solidarität mit den Ermordeten, organisiert von den zahlreichen islamischen Verbänden? Wo bleibt die Sultan-Erdogan-Stiftung zur Unterstützung der Islamopfer? Bisher habe ich nur ein paar wohlfeile Worte gehört, wonach diese Anschläge, die im Namen des Islam auf der ganzen Welt stattfinden, "unislamisch" seien. Von tätiger Reue und Prävention sehe und höre ich nichts. Dafür erfahre ich immer wieder, daß von islamischer Seite ständig Toleranz und Rücksicht gefordert werden. Das beginnt beim türkischen Feuerwehrmann, der verlangt, daß für ihn eigenes Kochgeschirr angeschafft werden soll. Es geht über zum muslimischen Schüler, der einen Gebetsraum haben muß, zu den Kantinen, die Schweinefleisch vom Speiseplan verbannt haben, weil die muslimische Minderheit dies gefordert hat. Es endet bei Weihnachtsmärkten und Sankt-Martins-Zügen, die auf Wunsch der muslimischen Zuwanderer umbenannt werden mußten. Wenn das Toleranz-Konto schon in guten Zeiten ständig belastet wird, steigt die Gefahr, daß es ausgerechnet dann leergeräumt ist, wenn die bisher nur fordernde Seite es dringend benötigt.


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#9
09.01.2015
18:20:57


(+11, 15 Votes)

Von myystery
Antwort zu Kommentar #6 von Kommentator


Ich stehe dem Islam - wie eigentlich jeder Religion, aber hier vielleicht sogar noch einen Ticken mehr - persönlich recht kritisch gegenüber, aber dass Pegida sich nun neuerdings für LGBT oder "freie Sexualität" einsetzen soll, ist wahrhaft lächerlich.

Pegida ist - wie die AfD - ein gefährlicher Mix aus verschiedenen Strömungen rechts der Mitte. Insofern begrüße ich es auch, wenn dagegen auf die Straße gegangen wird.

Allerdings - für mich als Schwulen - ist es irgendwie auch bedrückend zu sehen, wie aktiv die Leute - gerade z.B. in Stuttgart, wo die üble Hetze gegen LGBT von AfD/Pegida-nahestehenden Seiten seit Wochen und Monaten zumindest stillschweigend toleriert wird - plötzlich seien können. Sogar Fritz Kuhn, dem Pogromstimmung gegen LGBT mitten in seiner Stadt völlig egal waren - ist plötzlich aufgewacht und kämpft an vorderster Front.

Nennt mich paranoid, aber meine schlimmste Befürchtung ist immer noch, dass sich Christen/Evangelika und Moslems irgendwann gegen uns verbünden.


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#10
09.01.2015
18:38:10


(+12, 18 Votes)

Von Diversity
Antwort zu Kommentar #6 von Kommentator


Rassismus und Homo-/Transphobie haben dieselbe Wurzel. Ich glaube kaum, dass die Mehrheit der Pegida-Demonstranten auch nur einen Finger krümmen würde für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Deswegen finde ich es richtig und gut, dass LGBT-Verbände zu Gegendemos aufrufen.


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