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Veränderungen an der Spitze der Bruno Gmünder GmbH: Frank Zahn (li.) scheidet vorübergehend aus der Geschäftsführung aus, Michael Taubenheim bleibt im Amt (Bild: Bruno Gmünder GmbH)

Erst vor wenigen Wochen war der Berliner Anwalt nach der Insolvenz des alten Verlags als Investor eingestiegen – "berufsrechtliche Gründe" zwingen ihn nun in die zweite Reihe.

Von Micha Schulze

Blogger schrieben bereits von einem "fehlgeschlagenen Neustart": Seit vergangenem Donnerstag ist Frank Zahn, Mehrheitsgesellschafter der erst vor wenigen Wochen gegründeten Bruno Gmünder GmbH, nicht mehr Geschäftsführer des Unternehmens, das am 1. November 2014 die Nachfolge der insolventen Bruno Gmünder Group angetreten hat (queer.de berichtete).

Im Gespräch mit queer.de weist Zahn Gerüchte um ein Zerwürfnis zurück. "Mein Rückzug ist nur temporär und hat allein berufsrechtliche Gründe", so der Berliner Rechtsanwalt. Er habe damit standesrechtlichen Bestimmungen Rechnung tragen müssen. "Wir werden alles schnellstmöglich klären. In einigen Wochen oder Monaten werde ich dann wieder neu als Geschäftsführer berufen." Selbstverständlich werde er dem Verlag in der Zwischenzeit beratend zur Verfügung stehen. Als Mehrheitsgesellschafter müsse er sich zudem keine Sorgen um zu wenig Einfluss machen.

Positive Bilanz nach zwei Monaten


Zukunft ungewiss? Für den "Bruno's"-Shop am Berliner Nollendorfplatz hat die neue GmbH noch keinen Mietvertrag (Bild: Christian Wölkner)

Mit dem Rückzug Zahns wird das neue Unternehmen auch nicht führungslos: Der zweite Geschäftsführer Michael Taubenheim, der bereits einer der drei Geschäftsführer der insolventen Vorgängerfirma war, bleibt im Amt. "Was die Ausrichtung des Zukunftsgeschäfts unseres Unternehmens angeht, haben Frank und ich großen Konsens und auch die Belegschaft steht dahinter", so Taubenheim gegenüber queer.de.

"Die ersten beiden Monate sind gut verlaufen", zieht Frank Zahn eine positive Bilanz nach dem Neustart. "Das Boot fährt und wir können jetzt in Ruhe bestimmen, wann es in welche Richtung steuert." Der Verleger kündigte gegenüber queer.de eine "Konzentration auf das Besondere unseres Unternehmens" an. So würden beispielsweise eigene Modemarken nicht weitergeführt.

In den letzten Wochen sei er "vor allem mit organisatorischen und juristischen Fragen beschäftigt gewesen", so Zahn, das neue Unternehmen habe schließlich jeden einzelnen Vertrag neu abschließen müssen. Nur an einigen wenigen Stellen hake es noch, räumte der Anwalt ein. So hätten die "Bruno's"-Läden am Berliner Nollendorfplatz und in München aus unterschiedlichen Gründen noch keinen neuen Mietvertrag.

Die Bruno Gmünder Group wurde 1981 gegründet. In den letzten Jahren wandelte sich das Unternehmen vom reinen Verlag zu einem Handelsunternehmen für das schwule Leben mit rund 80 festen Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von etwa neun Millionen Euro. Im Sommer 2011 hatte Verlagsgründer und Namensgeber Bruno Gmünder die Mehrheitsanteile an Tino Henn und seinen Partner Nik Reis verkauft (queer.de berichtete), die jedoch mit ihren Umstrukturierungsplänen scheiterten. Im Mai 2014 musste die Bruno Gmünder Group Insolvenz anmelden. Neben Banken und Druckereien gehören auch Autoren zu den Gläubigern.

Um das für die Community wichtige Medienhaus fortzuführen, sprang im Herbst neben Frank Zahn auch wieder Bruno Gmünder als Investor ein: Der Verlagsgründer hält 45 Prozent der Anteile der neuen GmbH.



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