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Nach nur drei Verhandlungstagen

Ägypten: 26 mutmaßliche Schwule freigesprochen


Die Verhaftung wurde von einer Fernsehjournalistin gefilmt

"Nicht schuldig" lautete das Urteil gegen die Männer, die vergangenes Jahr in einem Hammam verhaftet worden sind.

Ein ägyptischen Gericht hat am Montag 26 Männer freigesprochen, die Anfang Dezember in einem Hammam in Kairo wegen angeblicher homosexueller "Orgien" verhaftet worden waren (queer.de berichtete). Laut Berichten der Nachrichtenagentur AP brach nach der Verkündung des Urteils Jubel im Gerichtssaal aus. Einer der Angeklagten, der anonym bleiben wollte, erklärte: "Die haben unser Leben zerstört, aber Gott hat uns gerettet."

Es gab insgesamt nur drei Verhandlungstage. Der Richter erklärte, dass den Männern homosexuellen Betätigung nicht nachgewiesen werden könne. Während des Prozesses kam es immer wieder zu Handgreiflichkeiten, als Journalisten die Angeklagten fotografieren wollten, deren Verwandten das aber verhindern wollten.

Die Verhaftungen hatten in Ägypten hohe Wellen geschlagen, da ein regierungsnaher Fernsehsender die Polizei offenbar zur Sauna bestellte und die darauf folgende Razzia filmte und die Bilder wenige Stunden später veröffentlichte.

Die verantwortliche Journalistin Mona Iraqi wurde daraufhin von Menschenrechtsaktivisten und Politikern scharf kritisiert. Der deutsche Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) forderte vergangene Woche ein Einreiseverbot gegen Iraqi. Er habe sich deshalb bereits ans Bundesinnenministerium gewandt. "Wer Hass verbreitet und die Menschenrechte verletzt, hat keinen Einspruch hier einzureisen", erklärte Beck.

Es gibt scharfe Kritik an der ägyptischen Regierung wegen der Verfolgung von mutmaßlichen Homosexuellen. Die Organisation "Egyptian Initiative for Human Rights" (EIPR) erklärte vergangenen Monat, dass seit der Machtübernahme der Militärs bereits über 150 Menschen wegen ihrer Homosexualität verhaftet worden seien (queer.de berichtete).

Zwar ist Homosexualität in Ägypten nicht direkt strafbar, Schwule werden allerdings mit Gummiparagrafen verurteilt. Ihnen wird zur Last gelegt, dass sie die öffentliche Ordnung gefährdeten oder sich der "moralischen Verdorbenheit" oder "der Verletzung der Lehren der Religion" schuldig gemacht hätten. Für die Regierung sind derartige Verurteilungen auch heute noch eine willkommene Gelegenheit, Stärke zu zeigen, denn laut einer Umfrage des "Pew Research Global Attitudes Project" aus dem Jahr 2013 glauben 95 Prozent der Ägypter, dass die Gesellschaft Homosexualität nicht akzeptieren dürfe. (dk)



#1 TheDadProfil
  • 12.01.2015, 13:04hHannover
  • ""Die verantwortliche Journalistin Mona Iraqi wurde daraufhin von Menschenrechtsaktivisten und Politikern scharf kritisiert. Der deutsche Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) forderte vergangene Woche ein Einreiseverbot gegen Iraqi. Er habe sich deshalb bereits ans Bundesinnenministerium gewandt. "Wer Hass verbreitet und die Menschenrechte verletzt, hat keinen Einspruch hier einzureisen", erklärte Beck.""..

    Ich hoffe sehr das dieses Einreiseverbot erlassen wird..

    Diese Aktion hat mit freiem Journalismus nichts zu tun..

    Das war Homophobistische Hetze einer sensationsgeilen Karrieristin..

    Dafür gehört sie auch bis rauf vor dem EmGR verklagt um den zu Unrecht beschuldigten den Schaden zu ersetzen..
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#2 PelayoProfil
  • 12.01.2015, 13:22hBerlin
  • Diese Journalistin hat zum Thema Homosexualität keine andere Meinung als 95 % der Ägypter. Wahrscheinlich wusste sie gar nicht, was Homophobie ist und sah sich völlig im Recht. Volker Beck und die Grünen müssten also auch die anderen 95 % der Ägypter an der Einreise nach Deutschland hindern.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 userer
  • 12.01.2015, 13:35h
  • Antwort auf #2 von Pelayo
  • Pelayo: "Wahrscheinlich wusste sie gar nicht, was Homophobie ist"

    Zweifelhaft. Und selbst wenn, schützt Unwissen nicht vor Strafe bzw. in diesem Fall Konsequenzen.

    Aber wie Ihr Nick zeigt, streben Sie offenbar einen christlichen Gottesstaat an. Ihre Unterstützung der menschenverachtenden Journalistin soll letztlich wohl nur Ihren Zielen zugute kommen und den Religiösen auf ihrem jeweiligen Stammterritorium Handlungsfreiheit garantieren. - Das gilt es zu bekämpfen.
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#5 TheDadProfil
  • 12.01.2015, 13:37hHannover
  • Antwort auf #2 von Pelayo
  • Trotzdem macht es einen erheblichen Unterschied ob man, oder hier Frau, quasi "privat", aus welchen Gründen auch immer, die allesamt dumm sind, gegen Schwule oder LGBTTIQ´s eingestellt ist, oder ob man damit Kapital für die berufliche Karriere schlagen will !

    Denn das macht den Unterschied aus zwischen Vorurteil und instrumentalisierten Homophobismus..

    Es ist auch nach wie vor ein Unterschied wenn ein gewisser Herr Müller in seinem stillem Kämmerlein einen Groll gegen "Perverse" hegt, weil er deren Obzessionen, deren Fetische, deren Sexuelle Identität und damit deren Sexualität nicht versteht..

    Oder ob dieser Herr Müller Kardinal der Glaubenskongregation im Vatikan ist, und in dieser Eigenschaft öffentlich gegen LGBTTIQ´s hetzt, und diese Menschen, mit Sicherheit wider besseren Wissens, als "Fehler in Gottes Plan", oder schlimmer noch, für den Grund hält, der den Untergang des Abendlandes einleitet..

    Mithin keine andere Äußerung, als eine in direktem Nazi-Jargon, in der von der "Grundschuld des internationalen Weltjudentums" gehetzt wird..
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#6 TheDadProfil
  • 12.01.2015, 13:42hHannover
  • Antwort auf #2 von Pelayo
  • Nachtrag..

    Vor allem vor dem Hintergrund, das hier nicht einmal feststeht, ob es sich bei den 26 verhafteten und Angeklagten Männern überhaupt um Schwule Männern handelt..

    Hier wurde der Vorwurf der Homosexuellen Handlungen erhoben, um die Karriere zu befördern, und gleichzeitig gegen bestehende Freiheiten in der ägyptischen Gesellschaft agiert und agitiert..
    Ein deutlicheres Zeichen für das Vorhandensein eines tief verwurzelten Homophobismus bei dieser Frau kann es kaum geben..
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#7 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 12.01.2015, 14:30h
  • Antwort auf #2 von Pelayo
  • Du bist doch auch "so einer": 'Der Krieg gegen den Islam ist entbrannt. Der internationale islamistische Terror sei der Feind, rauscht es durch den Blätterwald. Ein sofortiges Verbot des muslimischen Glaubens fordern durch geknallte Trolle in den Foren der etablierten Presseorgane. Ein schwuler, rechtskonservative Chefredakteur erhebt die Rechtsaußen-CDU-Politikerin Erika Steinbach zu seinem Vorbild im Kampf gegen den Siegeszug der Islamisten und rechtsliberale sogenannte Islamkritiker wie der Hetzer Henryk Broder oder der vehement gegen Gläubige polemisierende Ruhrbarone-Macher Stefan Laurin basteln emsig am Feindbild Islam und agieren als Trittbrettfahrer der Angst schüren Phobien vor einer muslimischen Kultur (Islamisierung des Abendlandes) und stellen in ihrer monokausalen Scheinargumentation die Fakten auf den Kopf. Islamkritik ist zur puren Provokation verkommen.' - See more at:
    reiserobby.de/die-sogenannte-islamkritik-spaltet-liberale-un
    d-staerkt-den-islamismus/#sthash.wFDXVp8v.dpuf
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#8 David77Anonym
  • 12.01.2015, 16:06h
  • Antwort auf #2 von Pelayo

  • Ach so...und warum wurden die männer verhaftet? Wegen ihrer "nur eine meinung" oder wegen das, was sie GETAN hat?! Ist das jetzt ein freibrief für denunzinanten und strafTÄTER, weil die auch nur eine MEINUNG haben, die sich mit dem volk deckt?
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#9 JoonasAnonym
  • 12.01.2015, 16:36h
  • Darauf kommen leider tausende andere Schwule, die nicht freigesprochen werden und denen massiver Schaden angetan wird.
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#10 PelayoProfil