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  • 13.01.2015           17      Teilen:   |

Exodus-Vizechef Randy Thomas

Weiterer Ex-Homoheiler outet sich

Artikelbild
Randy Thomas hat jahrelang versucht, seine Homosexualität zu "heilen" - jetzt hat er endlich aufgegeben

Der frühere Vize-Chef der größten Homoheiler-Organisation outet sich als "schwul mit einem gewissen Grad an bisexuellen Tendenzen".

Mit Randy Thomas hat ein weiterer ehemaliger Anführer der amerikanischen Ex-Gay-Bewegung ein öffentliches Coming-out vollzogen. In seinem Blog erklärte der 46-Jährige: "Um ehrlich und genau zu sein: Ich würde sagen, dass ich schwul mit einem gewissen Grad an bisexuellen Tendenzen bin. Die Wahrheit ist, dass ich mich hauptsächlich von Männern angezogen fühle. Es ist auch wahr, dass bis jetzt eine Frau die Liebe meines Lebens war. Ich fand sie in jeder Hinsicht attraktiv. Das mag man mir nicht glauben, aber es ist wahr."

Thomas hatte seit 2002 für Exodus International gearbeitet, die größte Organisation der Welt, die Homosexuelle zu Heterosexuellen bekehren wollte. Er blieb der Gruppe bis zu deren Auflösung im Jahr 2013 treu. Danach entschuldigte er sich für seine Rolle in der Gruppe und erklärte, dass Homosexualität nicht "heilbar" sei. Er entschuldigte sich auch dafür, dass er jahrelang dafür Lobbyarbeit geleistet habe, die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zu verhindern. Für seinen Einsatz war er damals mehrmals vom homofeindlichen Präsidenten George W. Bush ins Weiße Haus eingeladen worden.

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Bei seinem Coming-out sprach Thomas auch über seine Zukunft. Er erklärte, dass er verstehen könne, wenn er von der LGBT-Community wegen seiner Vergangenheit nicht akzeptiert werde. Er habe im Moment auch keine feste Beziehung. "Seit 24 Jahren hatte ich keinen Sex-Partner. Ich habe keine Eile, das zu ändern. Außerdem ist mir klar, dass das womöglich ein komisches Date werden würde", schrieb Thomas.

In seinem Leben gebe es aber weiterhin eine große Liebe – die zu Jesus. Der gläubige Christ, der in der Vergangenheit auch als evangelikaler Pfarrer gearbeitet hatte, erklärte weiter, dass sein Glaube heute "stärker denn je" sei.

In den letzten Jahren haben sich viele ehemalige Stars der Homoheiler-Bewegung geoutet. Erst im Dezember erklärte Christian Schizzel, der als Gesicht der Ex-Gays jahrelang durch US-Talkshows gewandert war, dass er schwul sei (queer.de berichtete).

Die "Heilung" von Homosexuellen durch Umpolungstherapien ist nach Ansicht von Ärzteverbänden nicht nur nutzlos, sondern kann Schwule und Lesben sogar in die Depression oder den Selbstmord treiben. Daher hatte der Weltärztebund 2013 klar gestellt, dass derartige Therapien "die Menschenrechte verletzen und nicht zu rechtfertigen" seien (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: ex-gays, homo-heiler, randy thomas
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Reaktionen zu "Weiterer Ex-Homoheiler outet sich"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
13.01.2015
12:39:03


(+6, 8 Votes)

Von Robin


Es ist natürlich gut, wenn ein weiterer Mensch endlich die Wahrheit erkennt und mit diesem gefährlichen Schwachsinn aufhört.

Aber das macht nicht wieder gut, was er bisher angerichtet hat! Dafür muss er schon viel mehr tun, um das wenigstens halbwegs wieder gutzumachen.


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#2
13.01.2015
12:43:39


(+8, 14 Votes)
 
#3
13.01.2015
12:44:45


(+2, 8 Votes)

Von GeorgG


"Seit 24 Jahren hatte ich keinen Sex-Partner."

Fast alle, die sich in Ex-Gay-Gruppen treffen, sind nicht plötzlich hetero geworden, sondern sie haben nur ihre eigenen homosexuellen Gefühle so weit verdrängt, dass sie ihre Sexualität nicht ausleben müssen. Damit liegen sie auch auf der offiziellen Linie der Ex-Gay-Bewegung.

Wenn sich Randy Thoams also jetzt geoutet hat, so offensichtlich mit dem Ziel, ab sofort seine Sexualität auch ausleben zu wollen.


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#4
13.01.2015
12:49:22


(+7, 11 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Hurra. Der nächste Bekloppte, der sich "outet" und sich gleichzeitig ein weisses Mäntelchen umhängt, welches ihn als sauberen christlichen Schwulen kennzeichnet.
Der muss sich in seinem selbstgebastelten Gefängnis ja sauwohl fühlen.


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#5
13.01.2015
13:13:19


(-3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Nach und nach fällt bei den "Homoheilern" endlich die Maske der Scheinheiligkeit!


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#6
13.01.2015
13:32:01
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von InsideOut


" Schwul mit einem gewissen Grad an bisexuellen Tendenzen"
Ich glaube ihm kein Wort was die bisexuelle Komponente betrifft.

Damit will ich nicht echte Bisexuelle und Bi- Neiger diskredieren, aber von diesen "bisexuellen Tendenzen" berichten interessanterweise gebetsmülenartig jene Spätouter, die sich öffentlich outen und ihre Expartnerinnen/ Exehefrauen nicht vor den Kopf stoßen wollen.
Diese sollen und wollen schließlich nicht das Gefühl kriegen sie wären mit einem Schwulen zusammen gewesen, was die Beziehung im Nachhinein nicht ehrlich wirken lässt.
Bisexuell hört sich gleich passender für alle an, für die Expartnerin, für den Schwulen, dessen angebliche Bineigung ihn solange an Frauen geheftet und sein Schwulsein verdeckt hat, so dass er nichts für sein homophobes Handeln könne, welches aus unbewussten Kämpfen des Hetero- Ichs mit dem Homo- Ich ausfochte, bis schließlich das Bi- Ich wie der Phönix aus der Asche empor stieg. Ein Happy End sozusagen.
Wie im Märchen.


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#7
13.01.2015
13:38:40
Via Handy


(-5, 13 Votes)

Von flotte Biene


Man kann ihn jetzt verurteilen wie man möchte für seine Vergangenheit!
Ich bin froh, dass er endlich zu sich selbst gefunden hat & zukünftigen Generation keinen Schaden mehr zufügen kann!
Gottes Segen wünsche ich ihm. ( Keiner ist Fehlerfrei, aber er hat daraus gelernt!


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#8
13.01.2015
14:56:52


(+5, 9 Votes)

Von täglicheOhrfeige


Was für ein Ars**l*ch!


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#9
13.01.2015
17:35:08


(+7, 7 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Das wundert mich nicht, dass dieser Ex-Homoheiler aus der evangelikalen Ecke kommt.
Sein statement erklärt doch schon alles ...


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#10
13.01.2015
18:58:52


(+2, 6 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #4 von Harry1972


Jetzt steht noch seine endgueltige Heilung aus. Irgendjemand wird ihm vorsichtig beibringen muessen, es gibt keine Zahnfee. Und der Osterhase bringt auch nicht die Eier.

Noch klammert er sich ja feste daran. Ausdruck (s)einer offenbaren Verzweiflung.



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