Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?23017

Während der Olympischen Winterspiele in Sotschi tauschte Channel 4 sein Logo in Regenbogenfarben, um gegen homophobe Gesetze in Russland zu protestieren

Channel 4 hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil seiner LGBT-Mitarbeiter binnen fünf Jahren mehr als zu verdoppeln.

In einer am Montag veröffentlichten Diversity-Charta (PDF) hat der britische TV-Sender Channel 4 Ziele für die Zusammensetzung seiner Mitarbeiter gesetzt, damit die gesellschaftliche Vielfalt angemessen berücksichtigt wird. Der nach Einschaltquoten viertgrößte Sender des Königreichs will erreichen, dass bis 2020 sechs Prozent der Mitarbeiter schwul, lesbisch, bi- oder transsexuell sind – die Zahl entspreche laut "eigener Einschätzung" des Senders dem LGBT-Anteil in der Bevölkerung, heißt es in der Charta. Derzeit betrage der LGBT-Anteil bei Channel 4 nur 2,4 Prozent.

Die staatliche Sendergruppe, zu der unter anderem auch der Jugendkanal E4 gehört, hat sich weitere Ziele für andere Minderheiten gesetzt. So sollen auch sechs Prozent der Mitarbeiter Menschen mit Behinderungen sein. Derzeit beträgt ihr Anteil nur 1,9 Prozent. Zudem sollen 20 Prozent der Mitarbeiter ethnische Minderheiten sein – und damit fünf Prozentpunkte mehr als heute. Auch in den 120 Top-Führungspositionen soll eine ähnliche Quoten für Minderheiten eingeführt werden. Die LGBT-Quote soll auch hier bis 2020 auf sechs Prozent steigen.

Youtube | Channel-4-Trailer zur Winterolympiade in Sotschi

Männer-/Frauenquoten bei je 50 Prozent


Die Channel-4-Serie "Queer as Folk" setzte Maßstäbe

Als großes Ziel wird außerdem die Geschlechterparität ausgegeben. Das bedeutet, genau 50 Prozent des Führungspersonals und der anderen Mitarbeiter sollten männlich sein, 50 Prozent weiblich. Der Sender kommt bereits heute der Quote nahe: In der Führungsebene beträgt der Männeranteil 54 Prozent, bei der Gesamtbelegschaft liegt er bei 43 Prozent.

In der Charta werden auch Punkte genannt, um Diversity im Programm zu reflektieren. Unter anderem beklagt der Sender, dass schwule Männer zu oft im Zusammenhang mit Comedy-Sendungen auftauchten.

Channel 4 ist ein werbefinanzierter Sender mit einem öffentlichen Auftrag. Er zeigte in der Vergangenheit viele anspruchsvollere Programme für Minderheiten. So sorgte das britische Original der Serie "Queer as Folk" im Jahr 1999 für Aufruhr. In Kürze soll mit "Cucumber" eine weitere schwule Serie ausgestrahlt werden (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Channel-4-Doku über Homosexuelle auf Jamaika
Umfrage zum Artikel

» Sollten Unternehmen und Behörden eine LGBT-Quote einführen?
    Ergebnis der Umfrage vom 13.01.2015 bis 30.01.2015


#1 GerritAnonym
  • 13.01.2015, 14:19h
  • So eine Quote sollte aber nicht nur für Mitarbeiter gelten, sondern auch für das Programm. Schließlich sollten Medien die Realität widerspiegeln.

    Und da gehören GLBTI-Themen im selben prozentualen Anteil ins Programm wie in der Realität.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 realitätAnonym
  • 13.01.2015, 14:53h
  • Antwort auf #1 von Gerrit
  • "Meine sexuellen Phantasien/Träume beziehen sich ausschließlich auf das andere Geschlecht"

    1990:
    Weibliche Jugendliche: 73%
    Männliche Jugendliche: 84%

    2013:
    Weibliche Jugendliche: 58%
    Männliche Jugendliche: 85%

    (IFAS Institut für Angewandte Sexualwissenschaft / Hochschule Merseburg: PARTNER IV. Sexualität und Partnerschaft 16- bis 18-jähriger Jugendlicher.)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 TWITTERAnonym
#4 paren57Ehemaliges Profil
#5 wuermchenAnonym
  • 13.01.2015, 16:11h
  • Ohje,

    Quote anstelle von Qualität. Wenn nicht mehr der Beste und Passendste für eine Stelle genommen wird, sondern nur noch Quoten erfüllt werden müssen dann kann ich mir schon vorstellen wohin die Reise mit Channel 4 führt. Nunja ist bestimmt auch nicht Schade drum, wenn sich ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen selbst Fesseln anlegt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 catholicAnonym
  • 13.01.2015, 16:27h
  • Das heißt, bald lautet die Stellenausschreibung: Wir suchen eine transsexuelle Rollstuhlfahrerin aus Indien?

    Warum dann nicht auch die Religionszugehörigkeit in Relation zur Gesamtbevölkerung bei der Einstellung berücksichtigen? Oder die politische Meinung ... oder die Augenfarbe
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TheDadProfil
  • 13.01.2015, 16:36hHannover
  • Antwort auf #5 von wuermchen
  • Das auch bei einer Quote nicht nach ausschließlich "Benachteiligungs-Grund" entschieden wird, sondern immer noch nach Befähigung, ist Dir nicht klar ?

    Keine Frau wird irgendwo eingestellt, bloß weil sie eine Frau ist !

    Und Menschen mit körperlichen Handicaps schon gar nicht !

    Wer so einen Blödsinn glaubt und verbreitet, ist Mitschuld an der Diskriminierung von benachteiligten Menschen !
  • Antworten » | Direktlink »
#9 QuoteSchwachsinnAnonym
  • 13.01.2015, 16:59h
  • Ich als stolzer schwuler mann fühle mich beleidgt von dieser Quote, die unterstellt, dass LGBTIs es nicht aus eigener Kraft schaffen können, in gute Positionen zu kommen. In meinem Umfeld fühlen sich auch eigentlich alle gut qualifizierten Frauen von der Frauenquote beleidigt, nur die weniger qualifizierten befürworten die Quote.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 wuermchenAnonym