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Der Berliner CSD findet in diesem Jahr am 27. Juni statt (Bild: Domnik Dierich)

Aus rund 50 Vorschlägen hat das CSD-Forum der Hauptstadt am Dienstagabend das Motto für den diesjährigen Christopher Street Day beschlossen. Es lautet zweisprachig: "Wir sind alle anders. Wir sind alle gleich. (Everybody's different, but the same.)"

Der Vorschlag war in letzter Minute vom Nollendorfblogger Johannes Kram eingereicht worden. "Da mir im letzten Jahr vorgeworfen wurde, die Entwicklung kritisch zu begleiten, ohne eigene Vorschläge gemacht zu haben […], möchte auch ich mal was zur Diskussion stellen und einen Claim-Vorschlag zum Thema 'Vielfalt' beisteuern", schrieb er dazu in seinem Blog.

Andere Vorschläge lauteten "Freiheit bedeutet Vielfalt", "Berlin trägt bunt!" oder "Ich bin wie Du".

Es sehe so aus, als ob das diesjährige CSD-Team die Szene wieder zusammenbringen könne, schreibt Johannes Kram weiter. Im vergangenen Jahr hatte es in Berlin nach einem heftigen Streit zwei parallele Demonstrationen gegeben (queer.de berichtete).

Der nächste Berliner CSD wird am 27. Juni 2015 stattfinden. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.01.2015, 08:36h
  • Ein hervorragendes Motto; die Berliner haben eine gute Wahl getroffen! Danke, Johannes!
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#2 NicoAnonym
  • 14.01.2015, 10:23h
  • Finde ich ein gutes Motto.

    Es sagt aus, dass wir zwar alle verschieden sind und es nicht "die typischen Schwulen und Lesben" gibt, dass wir aber letztlich alle im selben Boot sitzen und gemeinsam für unsere Rechte kämpfen sollten.

    Leider ist ja gerade unter uns Schwulen interne Intoleranz sehr verbreitet. Wessen Figur, Haare oder Gesicht nicht dem eigenen Ideal entspricht, wer zu feminin oder zu maskulin agiert, wer uns zu alt oder zu jung ist, wessen Klamotten uns nicht passen, etc. etc. etc. wird gerne schon mal naserümpfend behandelt und ausgegrenzt.

    Und das ist nur intern zwischen Schwulen. Wenn dann noch Lesben, Bis, Trans und Inters dazukommen, werden die Vorbehalte oft noch größer.

    Wir müssen ja nicht jeden anderen Schwulen geil finden und mit ihm ins Bett wollen. Aber wir sollten doch zumindest alle zusammen stehen, wenn es z.B. um unsere Rechte geht. Wir sind eh schon nur 10-15%. Wenn wir dann auch noch anfangen, innerhalb dieser Gruppe Untergrüppchen zu bilden, die nichts miteinander zu tun haben wollen, dann wird das nie was mit der Gleichstellung.

    Und wenn wir uns gegenseitig nicht mal akzeptieren und schätzen können, wie wollen wir dann ernsthaft erwarten, dass andere uns akzeptieren?

    All das und viel mehr ist in dem Motto "Wir sind alle anders. Wir sind alle gleich." zusammengefasst. Ich wünschte, wir würden das alle auch mit Leben füllen...
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#3 RealsatireAnonym
  • 14.01.2015, 14:07h
  • Das ist schon Realsatire. Es zeigt genau, die widersprüchlichen Positionen der LGBTI-Szene. Man kann ANDERS sein und man kann GLEICH sein, aber beides geht nicht. Wenn wir gleiche Rechte wollen, müssen wir unser Anderssein aufgeben und uns anpassen. Wenn wir unser Anderssein behalten wollen, müssen wir unsere Forderung nach gleichen Rechten aufgeben. Beides zusammen geht nicht, wir müssen uns entscheiden.

    Ich bin für ersteres.
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#4 AdrienEhemaliges Profil
#5 ursusAnonym
  • 14.01.2015, 14:51h
  • Antwort auf #3 von Realsatire
  • >"Wenn wir gleiche Rechte wollen, müssen wir unser Anderssein aufgeben und uns anpassen."

    du hast artikel drei des grundgesetzes noch nicht so richtig verstanden. da steht NICHT "alle menschen sind vor dem gesetz gleich, wenn sie sich genügend anpassen und nicht anders sind als andere."

    nein, hinter dem wort "gleich" ist ein punkt. das ist kein zufall.
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#6 David77Anonym
#8 TheDad