Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 15.01.2015           10      Teilen:   |

Russland: Doch kein Fahrverbot für Transsexuelle

Artikelbild
Beim Feierabendverkehr in Moskau dürfen Transsexuelle weiterhin dabei sein (Bild: Oleg Sidorenko / flickr / cc by 2.0)

Die russische Regierung rudert zurück: Transsexuelle dürfen doch ihren Führerschein behalten.

Transsexuelle können auch weiterhin in Russland ein Kraftfahrzeug führen. Das hat Oleg Salagai, ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, am Donnerstag gegenüber Reuters erklärt. Zuvor hatte es Proteste gegen eine am Dreikönigstag in Kraft getretene Richtlinie der russischen Regierung gegeben, nach der es Fahrverbote für alle auf einer Liste der UN aufgeführten "Störungen" geben könne – dazu zählt auch Transsexualität (queer.de berichtete).

Salagai erklärte, dass nur Menschen vom Straßenverkehr ausgeschlossen würden, die an chronischen Geistesstörungen mit erheblichen Symptomen litten. Das betreffe nur diejenigen, die wirklich eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellten – und weniger als ein Prozent der in der Liste aufgeführten Personen. Damit müssen auch andere betroffene Personen, etwa Anhänger von Sadomasochismus, nicht den Führerscheinentzug fürchten.

Fortsetzung nach Anzeige


Tiefes Misstrauen gegen russische Regierung

Die Verordnung wurde von einem Verband der Rechtsanwälte und von LGBT-Gruppen scharf kritisiert. Allerdings erklärte die Rechtsanwältin Ksjenija Kiritschjenko, ein Mitglied im Russian LGBT Network, es sei nicht wahrscheinlich, dass tatsächlich Fahrverbote gegen Transsexuelle von einem Psychiater angeordnet werden, was nach wie vor eine Voraussetzung für den Führerscheinentzug sei: "Ich glaube kaum, dass irgendein Psychiater – sogar in Russland – zu dem Ergebnis kommen könnte, dass Transsexuelle fahruntüchtig sind. Das wird natürlich nicht passieren."

Sprecher der Gruppe vermuten, dass das Gesetz kein Angriff auf LGBT sein sollte, sondern eher, dass es schlampig formuliert worden sei. Dennoch zeige die teils panische Reaktion von vielen potenziell Betroffenen, wie tief das Misstrauen gegen die russische Regierung innerhalb der Community sei. Immerhin habe Russland in den vergangenen Jahren wiederholt gezielte Gesetze gegen Homo- oder Transsexuelle beschlossen, insbesondere das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" aus dem Jahr 2013 (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 10 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 361             5     
Service: | pdf | mailen
Tags: russland, transsexuelle
Schwerpunkte:
 Russland
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Russland: Doch kein Fahrverbot für Transsexuelle"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
15.01.2015
15:33:32


(+7, 9 Votes)

Von Kakaotrinkerin
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Ich glaube kaum, dass irgendein Psychiater sogar in Russland zu dem Ergebnis kommen könnte, dass Transsexuelle fahruntüchtig sind. Das wird natürlich nicht passieren."

Oh doch, denen traue ich das zu. Und selbst wenn nicht, hat man Gummiparagraphen geschaffen, mit dem man wunderbar rumdrohen kann und das Klima in Russland noch trans*feindlicher gemacht hat.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
15.01.2015
15:46:08


(-6, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Hat Superdiktator Putin also von diesen kruden Plänen Abstand genommen! Wir werdens erleben!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
15.01.2015
18:07:54


(+5, 9 Votes)

Von ehemaligem User Tonner66


Man kann doch den ganzen Schwachsinn den diese Hinterwäldler in Russland und auch in Afrika verzapfen nicht mehr mit anhören!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
15.01.2015
20:38:19


(-3, 5 Votes)

Von Michael23


Glückwunsch an Volker Beck. Da hat er mit seinen Protesten bei der russischen Regierung doch viel erreicht !


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
15.01.2015
21:24:50


(-2, 8 Votes)

Von joachim31


Man darf nicht immer nur den ersten Satz eines Gesetzes lesen und dann irgendwelche Behauptungen verbreiten. Bei diesem medial erzeugten Skandal wird garnicht beachtet, dass das Gesetz auf eine Liste mit Erkrankungen der UNO verweißt. Also Frau Merkel, Herr Obama, Herr Putin, und alle anderen Regierungen Transsexualität als Krankheit ansehen. Darüber wird sich nicht aufgeregt. Die Hinterwäldler leben nicht nur in Rußland und Afrika, sondern auch in unserer Nachbarschaft.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
16.01.2015
09:51:31


(-2, 6 Votes)

Von Michael43


Das ist doch wieder typisch für die deutschen Medien: Negativmeldungen zu LGBT-Themen schaffen es sehr schnell in die Medien:

*
Link zu www.spiegel.de
(Spiegel)
*
Link zu www.faz.net
(FAZ)
*
Link:
meta.tagesschau.de/id/94008/russland-verbietet-fue
hrerschein-fuer-transsexuelle

(Tagesschau)
*
Link zu www.rp-online.de
(Rheinische Post)

Aber die Richtigstellung bzw. Korrektur einer Negativmeldung im LGBT-Sektor schafft es nicht in die allgemeinen Medien, ausser in den LGBT-Medien wie Queer.

Sucht man diese Korrektur der Negativmeldung heute im Internet findet sich hierzu NICHTS bei Spiegel, FAZ, Rheinische Post, Tagesschau, usw.

Umgekehrt aber wenn es sich um positive LGBT-Meldungen handelt, schaffen es diese Meldung entweder nicht oder nur mit "Einschränkungen" in die allgemeinen Medien:

Bestes Beispiel hierzu aktuell: die Eheöffnung in Florida, wo die Medien dann unter dem Blickwinkel diese Meldung unter der Rubrik brachten, das sich eine Reihe von Standesbeamten in Florida weigern wollen, anstatt erstmalklipp und klar die Meldung zur Eheöffnung in Florida als Hauptnachricht zu bringen...stattdessen wird auf verweigernde Standesbeamte das Thema aufgebaut.

Ein wenig haben daran aber auch LGBT-Autoren Schuld, die positive Meldungen im LGBT-Sektor immer mit der News verbinden, "was noch nicht ganz okay" ist. Dies wiederum wird dann von anderen Journalisten in den allgemeinen Medien zum Schwerpunkt der Nachricht ausgestaltet.

Daher kann man auch Leuten bei der Siegessaeule, bei Schwulissimo oder auch bei der Queer nur dazu raten, das positive und erfolgreiche Meldungen zu LGBT-Themen "hochgeschrieben" werden und nicht mit "negativen" Einzelaspekten angereichert werden. Zu hoch ist die Gefahr, das andere Nachrichtenportale diese Einzelaspekte zur Hauptnews machen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
16.01.2015
10:13:21


(+1, 5 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #6 von Michael43


"Daher kann man auch Leuten bei der Siegessaeule, bei Schwulissimo oder auch bei der Queer nur dazu raten, das positive und erfolgreiche Meldungen zu LGBT-Themen "hochgeschrieben" werden und nicht mit "negativen" Einzelaspekten angereichert werden."

Dein Arroganz ist einfach zum Kotzen!!! Mach gefälligst deine eigene News-Seite auf, Herr Diktator!!!
Wie wäre es mit "gaykreuzigt.de"???


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
16.01.2015
10:19:34


(+1, 5 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #6 von Michael43


Nachtrag: Dann beschwer dich doch beim LSVD...
Die haben bestimmt schon einen eigenen Spam-Ordner für deine ständigen Beschwerdemails eingerichtet. Oder die freuen sich darüber endlich mal rauszufinden, welcher Quängler sich hinter den ganzen Postings versteckt...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
17.01.2015
08:35:50


(0, 2 Votes)

Von off topic


Russland ist nicht Charlie!

..... Probleme gab es allerdings letztes Jahr, als er selbst Putin zu weit ging... Die Werte der russischen Kultur seien seit dem russischen Reich über die Sowjetunion bis hin zum modernen Russland gleich geblieben. Die Grundlagen wurden wieder zurückgezogen......

Link zu www.heise.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
18.01.2015
14:05:17


(0, 2 Votes)
 


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
"Tapetenwechsel 2.0" im Schwulen Museum* Mehr Geld für LGBTI-Projekte im Norden Megan Mullally macht Hoffnung auf neue "Will & Grace"-Folgen Ein schwuler Coming-out-, Cruising-, Liebes-, Geister- und Horrorfilm
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt