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Queere britische Schüler könnten künftig in einer eigenen Schule besonders unterstützt werden (Bild: Wiki Commons / Philip Storm / CC-BY-SA-3.0)

In Manchester erwägt die Initiative "LGBT Youth North West" die Eröffnung einer eigenen Schule mit 40 Plätzen.

Bereits in drei Jahren könnte Großbritanniens erste Schule für LGBT-Jugendliche eröffnet werden. Dies berichtet die britische Tageszeitung "Daily Telegraph". Hinter der Projektidee steht die Initiative "LGBT Youth North West", die in Manchester ein von der Stadt gefördertes queeres Jugendzentrum aufbaut.

"Trotz der Gesetze, die Homosexuelle angeblich vor homophobem Mobbing schützen, ist solche Schikane besonders an Schulen noch sehr weit verbreitet und führt dazu, dass sich junge Leute isoliert und ausgestoßen fühlen", zitiert die Tageszeitung die strategische Direktorin der Initiative, Amelia Lee. Dies führe oft dazu, dass LGBT-Jugendliche die Schule schwänzen oder im schlimmsten Fall Selbstmord begehen. "Es geht hier darum, Leben zu retten", so Lee. Lehrer an Regelschulen könnten oft nur schlecht mit Homo- und Transphobie umgehen.

Ex-Bildungsminister gegen das Projekt

In der britischen Politik gab es ein gespaltenes Echo auf die Projektidee: Der "Telegraph" zitiert den ehemaligen konservativen Bildungsminister Tim Loughton mit den Worten: "Ich kann mir nicht vorstellen, wie das Isolieren einer Gruppe von jungen Leuten mit einer bestimmten Sexualität zu einer besseren Einbindung und zu mehr Verständnis führen soll."

In einer Pressemitteilung stellte LGBT Youth North West darauhin klar, dass die Pläne erst in der Anfangsphase seien und diese auch nur mit Unterstützung von LGBT-Jugendlichen weiter verfolgt würden. Auch würden in einer etwaigen eigenen Schule auch heterosexuelle Schüler willkommen sein.

Die erste Schule vornehmlich für LGBT-Jugendliche wurde 1985 in New York City eröffnet – 17 Jahre später wurde die Harvey Milk High School in eine öffentliche Schule umgewandelt und bekam gleichzeitig die volle Anerkennung als vierjährige High School (queer.de berichtete). Eine ähnliche Einrichtung existiert mit der Alliance High School in Milwaukee. (cw)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 16.01.2015, 16:02h
  • Inklusion sieht in der Tat komplett anders aus.
    Ziehen wir alle Lesben, Schwule, Trans*-Personen, Intersexuelle, Bisexuelle und gelegentlich Bisexuelle von der heterosexuellen "Mehrheit" ab, bleiben ohnehin nur wenige "Heteros" übrig. LSBTIQ gehört in die Lehrpläne, darum muss es überall gehen. Die Idee ist deshalb tatsächlich "kontraproduktiv" und selbst als Pornoskript-Idee ein alter Hut.
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#2 GhettomentalitätAnonym
#3 Sveni MausiAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 ursusAnonym
  • 16.01.2015, 20:14h
  • Antwort auf #3 von Sveni Mausi
  • >"Die Situation muss an allen Schulen verbessert werden"

    ganz klar.

    die einrichtung einer queeren schule schließt ja aber nicht aus, gleichzeitig aufklärung in anderen schulen zu etablieren. so lange das aber längst nicht überall ausreichend funktioniert, kann es m.e. sinnvoll sein, besonders schüler_innen, die schon homo- oder transphobe gewalt erfahren haben, aus der "gefahrenzone" zu bringen, damit sie ihre energie auf die bildung konzentrieren und ihr selbstvertrauen wiederfinden können.

    es redet ja niemand davon, das nun alle lgbtiq nur noch an eigenen schulen unterrichtet werden sollten.
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#6 TheDad
  • 16.01.2015, 21:29h
  • Antwort auf #5 von ursus
  • Die Einrichtung einer Queeren Schule schließt vor allem nicht aus, das an diese Schule dann auch Nicht-Queere Kinder gehen, um in einem Klima von gegenseitiger Akzeptanz und Respekt miteinander angstfrei zu lernen..

    Das "Problem" mit der Inklusion ist im Grunde genommen, das dadurch viele Förderschulen geschlossen werden, noch bevor sich die anderen Schulen zu Inklusiven Schulen weiter entwickelt haben, noch bevor diese anderen Schulen zu Förderschulen für alle geworden sind..
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#7 AranosAnonym
  • 16.01.2015, 22:32h
  • Super, es wird mal wieder in Schwarz-Weiß-Kategorien gedacht, und zwar von den Schwulen und Lesben selber (!): Und wohin soll man dann, wenn man bisexuell ist?
    Außerdem ist es albern, Minderheiten von der Mehrheit zu trennen - das wird definitiv nicht zu mehr Offenheit führen. In einer Zeit, wo alle von Inklusion reden, ein kontraproduktiver Vorschlag.
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#8 AranosAnonym
  • 16.01.2015, 22:39h
  • Antwort auf #1 von reiserobby
  • Ganz meine Meinung: rechnet man alle LGBT von der Gesamtbevölkerung zusammen, könnte es angesichts der Erkenntnisse der Forschung in den letzten Jahren in der Tat durchaus sein, dass die Heterosexuellen in der Minderheit sind. Die Aufrechterhaltung des aktuellen, heteronormativen Systems funktioniert eh nur über Furcht, Scham und Lüge.
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#9 TrennungAnonym
  • 16.01.2015, 22:49h
  • Warum nicht trennen, wenn es der Bildung förderlich ist. Es ist auch wissenschaftlich belegt, daß geschlechtergetrennte Schulen Mädchen in Naturwissenschaften und Jungen in Sprachen fördert. Warum soll die Erkenntnis nicht auch in Bezug auf LGTBI genutzt werden, wer es von denen möchte? Aufklärung in anderen Schulen schließt das ja nicht aus. Fakt ist, daß z.B. ein Drittel der Informaikstudentinnen auf Mädchenschulen, was ungefähr drei Prozent der Abiturientinnen machen, ihr Abitur gemacht hat. Trennung kann also auch eine gute Förderung sein.
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#10 TheDad
  • 16.01.2015, 23:23h
  • Antwort auf #7 von Aranos
  • ""Super, es wird mal wieder in Schwarz-Weiß-Kategorien gedacht, und zwar von den Schwulen und Lesben selber (!): Und wohin soll man dann, wenn man bisexuell ist?""..

    Äh ?
    Die Abkürzung LGBT erschließt sich Dir jetzt nicht inhaltlich ?

    Wer denkt denn dann hier Schwarz-Weiß in Schwul-Lesbischen Kategorien ?

    Aber da fehlt tatsächlich etwas..

    Deshalb muß man hier aber auch LGBTTIQ´s schreiben, oder eben Queer-People´s-School..
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