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Ehrung beim Kölner CSD-Empfang

Kompassnadel für "heute-show"-Erfinder


Die "heute-show" im ZDF war 2014 bereits mit dem “Soul of Stonewall Award” des Berliner CSD ausgezeichnet worden. Zuvor hatte Nollendorfblogger Johannes Kram die Sendung vergeblich für den queeren Medienpreis des Bundesverbands Lesbisch-Schwuler Journalisten (BLSJ) vorgeschlagen

Das Schwule Netzwerk NRW zeichnet in diesem Jahr ZDF-Redaktionsleiter Stephan Denzer aus – "für das stetige Entlarven homo- und transphober Hetzer und Verleumder".

"Dieser Mann ist das Satire-Botox für das ZDF", titelte im Februar 2014 "Die Welt" über Stephan Denzer. Mit dem Format "heute-show" hat ZDF-Redaktionsleiter Denzer eine Sendung ins Leben gerufen, mit der er sowie das Team vor und hinter der Kamera unmissverständlich für eine vielfältige und offene Gesellschaft eintritt. Dafür ehrt ihn im Juli das Schwule Netzwerk NRW mit der Kompassnadel für besonderes prominentes Engagement.

Zweiter Preisträger ist mit Michael Jähme ein verdienter ehrenamtlicher Mitarbeiter der ARCUS-Stiftung, der sich die Dokumentation von Biografien älterer schwuler Männer zur Aufgabe gemacht hat.

Seit 1993 lädt das Schwule Netzwerk NRW im Juli zu einem CSD-Empfang anlässlich des Cologne Pride ein – seit 2000 gemeinsam mit der Aidshilfe NRW. Im Rahmen des Empfangs 2015 verleiht das Schwule Netzwerk zum 15. Mal die Kompassnadel an Persönlichkeiten, die sich um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen besonders verdient gemacht haben. Am Freitagabend gab Landesvorsitzender Steffen Schwab beim Neujahrsempfang des Netzwerks die diesjährigen Preisträger bekannt.

Eine Sendung "so subversiv wie publikumswirksam"


Stephan Denzer ist seit 2009 als Teamleiter "Kabarett und Comedy" des ZDF (Bild: Schwules Netzwerk NRW)

"Wir zeichnen Stephan Denzer und das Team der heute-show für das konsequente Eintreten für eine offene Gesellschaft aus, für das stetige Entlarven homo- und transphober Hetzer und Verleumder – eine Haltung, die so subversiv wie publikumswirksam ist", sagte Schwab. Denzer sorge mit dem von ihm geschaffenen Format für ein schlagkräftiges Hinterfragen von populistischer, homo- und transphober Meinungsmache.

Seit 1995 ist der 47-Jährige beim Fernsehen tätig, seit 2009 als Teamleiter "Kabarett und Comedy" des ZDF. Die "heute-show" wurde im Mai 2009 in Köln geboren, Denzer hat die Sendung von Anfang an begleitet. Sie wurde bereits mit zahlreichen Fernseh- und Comedypreisen ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr erhielt die "heute-show" aus der Community den "Soul of Stonewall Award" des Berliner CSD e.V.

"Die Kompassnadel ist für mich eine ganz besonderer Preis, da mit ihr vor allem die politische und gesellschaftliche Bedeutung unserer Arbeit Anerkennung findet", erklärt Denzer zu seiner Nominierung. Neben der "heute-show" ist Stephan Denzer zudem für die Satiremagazine "Die Anstalt" und "Pelzig hält sich" redaktionell verantwortlich.

Youtube | Die heute-show zum "Bauchgefühl" der Bundeskanzlerin

Michael Jähme arbeitet deutsche Homoverfolgung auf


Führt Zeitzeugeninterviews mit Opfern des Paragrafen 175: Michael Jähme (Bild: Schwules Netzwerk NRW)

Der zweite Preisträger Michael Jähme, Jahrgang 1959, ist seit vielen Jahren haupt- und ehrenamtlich in der Schwulen- und Aidshilfebewegung in NRW aktiv. Seit 2012 versucht er über die Biografiearbeit mit schwulen Männern, deren Bewusstsein für ihren persönlichen Beitrag zur Zeitgeschichte zu stärken. Seit Mitte 2013 führt er im Rahmen der ARCUS-Stiftung Zeitzeugeninterviews durch. Viele der schwulen Männer wurden nach 1945 weiter durch den § 175 StGB verfolgt und verurteilt.

Jähme leistet diese Arbeit ehrenamtlich und finanziert einen Teil der damit verbundenen Kosten auch aus eigenen Mitteln.

"Mit den Erinnerungen, die Michael aufzeichnet, wird zugleich den nachgewachsenen Generationen eines klar gemacht: Das, was wir an Gleichberechtigung gewonnen haben, haben wir selbst erstritten", erklärte Steffen Schwab beim Neujahrsempfang des Netzwerks. "Und was wir haben, können wir, siehe angeblich besorgte Eltern und Pegida, auch wieder verlieren, wenn wir es nicht verteidigen. Michael steht persönlich dafür, dass wir als Community durch Solidarität stark sind – durch produktiven Streit, nicht durch Ausgrenzung."

Beide Preisträger werden beim CSD-Empfang am 4. Juli 2015 im Kölner Gürzenich anwesend sein und die Auszeichnungen persönlich entgegennehmen. (cw/pm)

Youtube | Die heute-show zu CDU und Homo-Ehe: "Das C im Parteinamen steht nicht für Cunnilingus"


#1 8ftzv544Anonym
  • 17.01.2015, 08:31h
  • Das Wichtigste hat die heute show leider verpasst:

    VOR DER KAMERA EINEN FÜHRENDEN UNIONSPOLITIKER NACH DEM SCHADEN ZU FRAGEN, DER DURCH DIE EHEÖFFNUNG ENTSTEHT UND DIESEN SCHADEN SACHLICH NACHVOLLZIEHBAR BEGRÜNDEN! (und dabei nicht zulassen, dass der Unionspolitiker der Frage ausweicht)

    Ich wäre unheimlich gespannt auf die Antwort.

    So und nicht anders entlarvt man.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.01.2015, 09:30h
  • Er hat den Preis verdient und ich hoffe, es folgen weitere Beiträge in der "heute-show", welche die Homo- und Transphobie ad absurdum führen!
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#3 RobinAnonym
  • 17.01.2015, 10:54h
  • Die heute-show entlarvt immer wieder mit den Mitteln der Satire jede Art von Verlogenheit, Scheinheiligkeit, Prüderie und Bigotterie.

    Das macht sie sehr publikumswirksam und vielfach ausgezeichnet.

    Und das zeigt auch, wie wichtig Satire ist und dass sie auch verletzen können muss.
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#4 David77Anonym
  • 17.01.2015, 11:11h
  • Antwort auf #1 von 8ftzv544
  • Das Problem wäre hier, dass die meisten Zuschauer die Frage nicht verstünden, da die Mehrheit der Bevölkerung von "heiraten" spricht und davon ausgeht, dass die Ehe bereits offensteht...
    Hier hat sich ja der Begriff der "Homo-Ehe" für Alles so etabliert, dass man gar nicht mehr weiß, wann von einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und wann man von einer echten Ehe spricht.

    Aber es wäre mal interessant zu sehen, wie die Politiker rumdrucksen, würde man sie auf die Frage festnageln.
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#5 FredinbkkProfil
  • 17.01.2015, 11:18hBangkok
  • Wir freuen uns auf jede Sendung,und verfolgene auch die Formate mit Urban Priol, Pelzig, und dem

    unuebertroffenen Dieter Nuhr in den Mediatheken,

    besonders weil hier eine solche Art von Satiere undenkbar waere..

    bis 25 Jahre Haft fuer kritische Bemerkungen,

    ueber bestimmte Kreise .ersticken so was im Keim,

    hier ist immer noch Spass wenn einer dem andren ein Blechtablett auf die Birne haut ...

    das kommt gut an....
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#6 stephan
  • 17.01.2015, 11:49h
  • Lieber Herr Denzer, lieber Michael, herzlichen Glückwunsch zur Kompassnadel und insbesondere Dir, lieber Michael, Dank und Anerkennung für Dein ausdauerndes, vorbildliches Engagement!
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#7 PeerAnonym
  • 17.01.2015, 11:54h
  • Die heute-show unterhält nicht nur gleichermaßen witzig und intelligent. Sondern sie prangert immer wieder politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände an. Inkl. Homo- und Transphobie. Das macht sie auch noch sehr relevant und wichtig.

    Dafür kann man denen gar nicht genug danken. Und mit der humorvollen, pointierten Vermittlung erreicht man oft mehr Menschen als mit langwierigen Diskussionen.
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#8 FinnAnonym
  • 17.01.2015, 12:01h
  • Antwort auf #5 von Fredinbkk
  • Wenn ich auch sehr mag und weiterempfehlen kann ist Volker Pispers.

    Manchmal ist auch Hagen Rether sehr gut.

    Und zu Tablett auf dem Kopf:
    wenn Slapstick gut gemacht ist (Charlie Chaplin, Laurel & Hardy, etc.) ist das auch sehr gut. Aber es ist halt was ganz anderes.
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#9 ursusAnonym
#10 ursusAnonym
  • 17.01.2015, 15:23h
  • Antwort auf #4 von David77
  • >"Das Problem wäre hier, dass die meisten Zuschauer die Frage nicht verstünden"

    das stimmt. da wäre es die aufgabe von journalist_innen, dies als herausforderung anzunehmen und für aufklärung zu sorgen.

    es wäre nämlich nicht nur aufgabe der heute-show, solche fragen zu stellen (und auch nachzuhaken!), statt sich mit ausflüchten und sprechblasen zufriedenzugeben, sondern aufgabe ALLER journalist_innen.

    ich fürchte aber, dass viele journalist_innen nicht einmal selber so genau wissen, worum sich aktuelle diskussionen gerade drehen. das betrifft vermutlich viele bereiche, aber im bereich lgtbiq fällt es uns, die wir uns mit diesen themen ausgiebiger beschäftigen, natürlich besonders oft auf. und so kann immer wieder der untergang der heterosexuellen "eheundfamilie" an die wand gemalt werden, ohne dass mal jemand auf den putz klopft.

    ich muss mir da aber auch selber an die nase fassen. ich habe seit ewigkeiten kaum geld für irgendein druckmedium bezahlt, sondern greife alles für umme im internet ab. so entsteht natürlich auch kein qualitätsjournalismus, denn der braucht geld.

    (kein angriff gegen queer.de: ihr macht auch ohne lesegebühren einen guten job! aber das ist eher eine ausnahme und hat vermutlich auch mit eurem persönlichen engagement zu tun.)
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