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  • 17.01.2015           99      Teilen:   |

Nordirak

IS: Zwei Schwule öffentlich hingerichtet

Artikelbild
Eine Aufnahme vom Dach, von dem zwei Männer offenbar wegen Homosexualität gestoßen wurden. Inmitten der Menschenmenge befinden sich zudem zwei Männer, die wegen angeblichen Diebstahls hingerichtet wurden.

In grausamen Bildern zeigt die Terrorgruppe, wie sie zwei Männer von einem Dach stürzt. Sie sollen wegen Homosexualität getötet worden sein.

Die islamistische Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) hat am Donnerstag in ihren sozialen Accounts eine Reihe von Bildern veröffentlicht, die die Exekution von Personen zeigen. Unter den Opfern sind auch zwei Männer, denen angeblich Homosexualität vorgeworfen wurde.

Die Bilder entstanden sehr wahrscheinlich in Mossul im Norden des Irak. Gezeigt wird, wie zwei Männer, denen die Augen verbunden sind, nacheinander vom Dach eines hohen Gebäudes gestürzt werden. Weitere Bilder zeigen die Männer im freien Fall, ein weiteres beide Männer offenbar tot am Boden.

Nach Medienberichten bezog sich der "Islamische Staat" bei der Hinrichtung auf eine von einem Scharia-Gericht verhängte Hadd-Strafe, mit der Verstöße gegen das Gottesrecht geahndet werden. In den Beschreibungen der Bilder heißt es, die beiden Männer hätten die Praxis der "Menschen von Lot" ausgeführt, eine Umschreibung für Homosexualität mit Bezug auf die Geschichte von Sodom und Gomorra in Koran und Bibel.

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Andere gleichzeitig veröffentliche Bilder zeigen unter anderem die Steinigung einer Frau, der Ehebruch vorgeworfen wurde, und zwei Männer, die an eine an Kreuze erinnernde Metallkonstruktion befestigt waren und später erschossen wurden. Bei ihnen soll es sich um Diebe gehandelt haben.

Die Erschießung fand zeitgleich am gleichen Ort statt wie die Hinrichtung der beiden mutmaßlich homosexuellen Männer – und das vor einer großen Menschenmenge. Da diese grausamen Inszenierungen, diese krasse Bildersprache ein Teil der Strategie von IS ist, Abschreckung wie Spektakel und Terror-Werbung zugleich, hat sich queer.de wie in früheren Berichten entschlossen, diese Bilder nicht zu veröffentlichen. Sie sind keine unabhängige Dokumentation des Terrors, sondern ein Teil von ihm.

Im letzten November gab es bereits Meldungen, in Syrien habe der "Islamische Staat" zwei Männer wegen Homosexualität gesteinigt (queer.de berichtete); im Dezember zeigten Bilder, wie ein angeblich homosexueller Mann ebenfalls in Syrien von einem dreistöckigen Gebäude gestürzt wurde (queer.de berichtete). Die Hintergründe der Taten sind allerdings nicht restlos geklärt. (nb)

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Tags: islamischer staat, irak, syrien, hinrichtung
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Reaktionen zu "IS: Zwei Schwule öffentlich hingerichtet"


 99 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.01.2015
10:04:27


(+4, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Diese Woche wurde die Themen "IS" und der damit verbundene "Islamistische Terror" durch sämtliche Talkshows geschleift und ein Ende ist wohl nicht in Sicht!


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#2
17.01.2015
11:24:55


(-6, 18 Votes)

Von ehemaligem User Adrien
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


"...und eine Ende ist wohl nicht in Sicht."

Mit Sicherheit nicht.

Die bisherigen Ereignisse, die Anlass für entsprechende Sendungen gaben, waren vermutlich nur ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet.

Was mich am meisten beunruhigt:

" - und das vor einer großen Menschenmenge...
Abschreckung wie Spektakel und Terror-Werbung zugleich..."

Wie viele werden wohl den Weg zu uns finden?


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#3
17.01.2015
11:41:20


(+9, 21 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #2 von Adrien


Mit Sicherheit nicht Soviele wie die, die vor dem Terror fliehen.


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#4
17.01.2015
11:48:15


(+12, 24 Votes)

Von pink table
Antwort zu Kommentar #2 von Adrien


Menschen, die vor diesem islamistischen Terror fliehen, werden ganz gewiss nicht unser Land islamisieren. Sie flüchten doch nicht von dort, um hier die gleichen Zustände einzuführen, die der Grund für ihre Flucht waren. Was ist das für eine Logik?


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#5
17.01.2015
11:59:18


(-11, 27 Votes)

Von Pelayo
Aus Berlin
Mitglied seit 11.12.2014


"und das vor einer großen Menschenmenge."

Diese große Menschenmenge steht also offensichtlich voll hinter diesen Aktionen!
Im Übrigen sind die IS-Kämpfer bereits mitten unter uns. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch in Deutschland wieder Terroranschläge durch Mohammedaner geben wird.


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#6
17.01.2015
12:10:07


(-8, 22 Votes)

Von ehemaligem User Adrien
Antwort zu Kommentar #4 von pink table


Das habe ich ja auch nicht behauptet.

Es geht doch zunächst um Terror, nicht um Islamisierung.

Wenn David77 schreibt:
"Mit Sicherheit nicht soviele wie die, die vor dem Terror fliehen"
beruhigt mich das ja ungemein.

Anscheinend stehen viele hinter den Hinrichtungen und dem radikalen Islam.
Schlag' mal die Zeitung auf: Es geht schon wieder los bzw. weiter. Tote und Verletzte bei Ausschreitungen wegen der Mohammed-Karikaturen.


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#7
17.01.2015
12:11:06


(+9, 13 Votes)
 
#8
17.01.2015
12:15:18


(0, 16 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Von der Art her erinnert mich das schwer an Nachrichten des Stils "unter den xxx vielen Toten befinden sich auch 3 Deutsche".

Auch wenn es zynisch ist:
Bei den unvorstellbaren Massen an getöteten, hingerichteten, gefolterten, verstümmelten und verhungerten Menschen dort befanden sich allein darunter schon tausende Schwule.


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#9
17.01.2015
12:23:18


(+7, 19 Votes)

Von unvomahinstü
Antwort zu Kommentar #8 von seb1983


Unter den 43 Studenten, die in Mexiko unauffindbar sind, befanden sich keine Deutsche. Auch nicht unter den 22 ermordeten Lehrern, die in Mexiko in den letzten beiden Monaten ermordet wurden. Mehrheitlich katholischer Nachbastaat der USA. Geht westlich-abendländischer?

Link zu www.bild.de

"Bei den unvorstellbaren Massen an getöteten, hingerichteten, gefolterten, verstümmelten..."


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#10
17.01.2015
12:24:53
Via Handy


(+6, 10 Votes)

Von Troy
Antwort zu Kommentar #8 von seb1983


Ach sag blos?
Es gibt auch immer Mörder und Serienmörder. Wenn die Opfer Schwule sind, vor allem wenn sie aus dem Grund ermordet worden sind weil sie schwul sind, wird hier darüber berichtet. Ansonsten nicht.
Hat das vielleicht mit dem Wörtchen des gleichnamigen Magazins "queer" zutun?


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