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  • 17.01.2015           17      Teilen:   |

Festgottesdienst in Hamburg

Landesbischof lobt Kampf von Lesben und Schwulen

Artikelbild
Gerhard Ulrich ist Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) (Bild: Arendt Schmolze für NEK)

Zum 25-jährigen Bestehen des "Konvents schwuler und lesbischer Theologinnen und Theologen der Nordkirche – KonsulT" würdigte Landesbischof Gerhard Ulrich dessen Engagement.

Als "eindrückliches Beispiel für die revolutionäre Kraft des Glaubens" würdigte Landesbischof Gerhard Ulrich am Freitag den Kampf lesbischer und schwuler Theologinnen und Theologen um Anerkennung und Gleichstellung. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des "Konvents schwuler und lesbischer Theologinnen und Theologen der Nordkirche – KonsulT" hielt Ulrich die Predigt im Festgottesdienst in der Evangelischen Heilige-Dreieinigkeits-Kirche in Hamburg-St. Georg.

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) betonte, dass der Konvent eine "hoch wichtige seelsorgerliche Funktion und Aufgabe" habe, denn der Weg als schwuler oder lesbischer Christ in und mit seiner evangelischen Kirche sei für manche verbunden "mit einer Revolution des Glaubens, mit Ängsten, Brüchen, Verwerfungen und Lebenskrisen, auch mit Wut und mancher Verzweiflung".

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"Hinweisen auf Gott, der grenzenlos liebt"

Ulrich erinnerte an "Diskussionen gegen einseitige Auslegung der Bibel, gegen eine Hermeneutik der Abgrenzung", an den "Kampf der letzten zwanzig Jahre um die selbstverständliche Annahme der homosexuell liebenden Menschen – auch im Pfarramt". Auch in gegenwärtigen Debatten gelte es, "wieder und wieder zu entängstigen und hinzuweisen auf den Gott, der grenzenlos liebt, der den Menschen mit Würde ausstattet, die wirklich unantastbar sein muss".

Der Landesbischof verwies auf die biblische Schilderung der Weisen aus dem Morgenland, die ungehorsam gegenüber dem König Herodes wurden, weil sie Gott folgten und so das Jesuskind vor Verfolgung und Mord schützten. Auch auf dem 25-jährigen Weg von "KonsulT" seien Mut und "mancher Ungehorsam der Welt und der Kirche gegenüber nötig" gewesen, "damit das Licht, das die Dunkelheit ausleuchtet, für alle sichtbar und erhellend scheinen kann", sagte Gerhard Ulrich.

Weg von "KonsulT" auch nach 25 Jahren nicht zu Ende

Besonders dankte der Landesbischof den Mitgliedern des schwul-lesbischen Konvents dafür, "dass der Stil der Auseinandersetzung nie wiederum ausgrenzend ist, dass jene, die festhalten und ablehnen, nicht verletzt und missachtet werden". Gerhard Ulrich weiter: "Ich danke für den Mut, mit dem 'KonsulT' das Gespräch sucht – gerade in den letzten Jahren – mit denen, die im Zweifel sind. Es ist 'KonsulT' zu verdanken, dass Menschen sich geöffnet haben und in offene Dialoge eingetreten sind."

Der Weg von "KonsulT" sei auch nach 25 Jahren "noch überhaupt nicht zu Ende", unterstrich Landesbischof Ulrich: "Die Begegnung mit Jesus, die Erscheinung Gottes in der Welt verändert unsere Wege. Wer Jesus entdeckt, ihn anbetet, wird frei für seine Wege. Ja, er und sie werden auch frei, Gutes zu tun und das Beste zu suchen, damit unsere Kirche und unsere Gesellschaft allen Menschen dient, niemanden ausgrenzt und diskriminiert."

Der "Konvent schwuler und lesbischer Theologinnen und Theologen – KonsulT", die älteste derartige Vertretung von Geistlichen und kirchlichen Mitarbeitenden innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), trat in der damaligen Nordelbischen Kirche erstmals am 8. Oktober 1989 zusammen. Rund 50 Mitglieder hat "KonsulT", unter ihnen Pastorinnen und Pastoren im aktiven Dienst und im Ruhestand sowie Vikarinnen und Vikare und kirchliche Mitarbeitende. (cw/pm)

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Tags: nordkirche, konsult, gerhard ulrich
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Reaktionen zu "Landesbischof lobt Kampf von Lesben und Schwulen"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
17.01.2015
18:13:59


(-2, 8 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Danke, lieber Gott, dass nicht Vernunft, sondern der Glaube die Demokratie und pluralistische Gesellschaft voran bringen.


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#2
17.01.2015
18:20:07


(+6, 8 Votes)

Von pink table


Die revolutionäre Kräft des Glaubes bekommen wir hier beinahe täglich durch TimmJohannesOliver43Michael43Gerd vorgeführt. Seit er zur Lutherischen Kirche konvertiert ist, pinkelt er nur noch Weihwasser und lässt uns an seinen göttlichen Eingebungen teilhaben.


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#3
17.01.2015
19:09:35


(-3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Endlich mal wieder versöhnliche Töne!


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#4
17.01.2015
20:57:12


(-1, 5 Votes)

Von GeorgG


Gute und wichtige Worte des evangelischen Bischofs!
Aber: Während in der katholischen Kirche die Basis in den Kirchengemeinden oft progressiv und liberal ist, die katholische Kirchenleitung dagegen aber überwiegend erz-konservativ, ist es in der evangelischen Kirche genau umgekehrt. Dort ist die Kirchenleitung Vorreiter in Sachen Liberalität, aber Fachleute gehen davon aus, dass die Besucher des sonntäglichen Gottesdienstes in den evangelischen Kirchengemeinden vor Ort oft aus bis zu 50 % Evangelikalen besteht.


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#5
17.01.2015
21:05:35


(+3, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Der Chef-Schwafeler von SAT1 läßt uns wissen :

""eindrückliches Beispiel für die revolutionäre Kraft des Glaubens""..

Das muß man wohl so sehen wenn man gleichsam wie Don Quijote gegen Windmühlen kämpft, die überall im Lande aufgestellt den Leuten den ungeliebten Wind um die Nase treiben..

""Der Weg von "KonsulT" sei auch nach 25 Jahren "noch überhaupt nicht zu Ende", unterstrich Landesbischof Ulrich""..

Das klingt schon wie ein Versprechen..
Abgegeben von der Chef-Bremse, dem Haupt-Pfeiler, der immer wieder dumm auffällt, mit seinem Geschwurbel von einem ""Gott, der grenzenlos liebt, der den Menschen mit Würde ausstattet, die wirklich unantastbar sein muss""..

Wäre diese Würde wirklich unantastbar, sie würde kleine Kinder vor der Zwangstaufe und der Zwangsmitgliedschaft in Sekten schützen..

Und so ist es kein ""Gott"" der hier den Menschen ihre Würde verleiht, sondern nur ein Gesetz, das jede Religioten-Gemeinschaft nach Gutdünken brechen darf..

Hier hilft nur :

Link zu www.kirchenaustritt.de


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#6
17.01.2015
21:37:54


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von GeorgG


"aber Fachleute gehen davon aus, dass die Besucher des sonntäglichen Gottesdienstes in den evangelischen Kirchengemeinden vor Ort oft aus bis zu 50 % Evangelikalen besteht"

Welche "Fachleute" sollen das denn sein?

Evangelikale etwa, die ihre Anzahl selbst in die Millionen hochfantasieren, wie Herr Steeb von der sogenannten 'Evangelischen Allianz'?

Fazit: Eine gute Nachricht bleibt in unserer Pastoren(töchter)republik eine gute Nachricht.

Gerade in der Nordkirche gab es bis vor kurzem noch ganz andere, ganz finstere Gestalten:

Link zu www.christundwelt.de

Link:
aktuell.evangelisch.de/artikel/103613/bibel-und-ho
mosexualitaet-die-antwort-von-altbischof-wilckens


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#7
17.01.2015
21:44:27


(+4, 6 Votes)

Von ursus


ein paar deutlichere worte zur unterdrückungs- und auslöschungsgeschichte der kirche wären wohl angemessen gewesen.

wenn beleidigte und gedemütigte menschen jahrzehntelang darum ringen, sich mit dem system, das sie beleidigt und demütigt, doch noch auf teufel komm raus irgendwie zu arrangieren, dann ist das keineswegs ein "eindrückliches Beispiel für die revolutionäre Kraft des Glaubens", sondern im gegenteil ein erschreckendes beispiel dafür, wie tief sich diese repressive ideologie in die seelen eingraben kann. wie unfrei sie also macht.

ich habe mal einem dieser "konsult"er zugehört. der hielt die duldung einer handvoll schwuler pfarrer in ein paar pfarrhäusern für ziel und endpunkt jeglicher emanzipation, als habe es ringsherum nie andere probleme gegeben und als sei die gesamte evangelische kirche nun endlich am ziel vollkommener gleichberechtigung angekommen. selten habe ich so viel realitätsferne erlebt, gespeist aus einer kindlich-unterwürfigen euphorie bei dem gedanken "vielleicht hat papa mich ja doch lieb, er hat mich schon seit einer woche nicht mehr verprügelt".

und zu hiv fiel ihm allen ernstes das abendmahl ein. das müsse man ja diskutieren, wegen des austausches von blut und so.

sorry, ich kann diese kasper nicht ernst nehmen.


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#8
17.01.2015
22:02:13


(+2, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von GeorgG


""ist es in der evangelischen Kirche genau umgekehrt. Dort ist die Kirchenleitung Vorreiter in Sachen Liberalität, aber Fachleute gehen davon aus, dass die Besucher des sonntäglichen Gottesdienstes in den evangelischen Kirchengemeinden vor Ort oft aus bis zu 50 % Evangelikalen besteht.""..

Äh ?
Die genaue Erklärung das die VELKD Teil der EKD ist, und damit keine Evangelikale Vereinigung, überlasse ich unserem Missionar..

Aber Du hast den Artikel eh nicht gelesen, oder ?

""KonsulT"" ist eine Vereinigung Schwuler und Lesbischer Theologen innerhalb des Evangelischen Klerus, die gegen die Verkrustungen des Klerus ankämpft..

Wie selbst der Bischof zugibt, seit 25 Jahren ergebnislos, denn die Arbeit dieser Gruppe ist ja "noch lange nicht zu Ende" !


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#9
17.01.2015
23:38:39


(-4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #5 von TheDad


Wie verbittet bist Du eigentlich? So sprechen doch nur Ketzer!


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#10
18.01.2015
11:38:29


(-2, 4 Votes)

Von Michael43
Antwort zu Kommentar #4 von GeorgG


@GeorgG
"Dort ist die Kirchenleitung Vorreiter in Sachen Liberalität, aber Fachleute gehen davon aus, dass die Besucher des sonntäglichen Gottesdienstes in den evangelischen Kirchengemeinden vor Ort oft aus bis zu 50 % Evangelikalen besteht."

--> Sorry genau das Gegenteil ist der Fall. Fachleute gehen davon aus, dass bei den evangelischen Landekirchen die Gemeindemitglieder sogar noch viel, viel liberaler als ihre Kirchenleitung sind. Das was Du dort postest, ist vollkommen falsch und geradezu eine 100 Prozent Lüge.

-------

Ansonsten gilt: es ist gut, das nunmehr 13 von 20 Landeskirchen der EKD öffentliche Segnungsgottesdienste durch ihre Synoden ermöglicht haben und mit den Landeskirchen Lipp und Schaumburg-Lippe zwei weitere Landeskirchen auch auf dem Weg sind, dies zu diskutieren und zu ermöglichen. Bei der Landeskirche Anhalt ist bisher nichts hierzu bekannt.

Es sind "nur" die Landesskirchen Baden, Württemberg, Sachsen und Bayern, die hier bisher anders votiert haben.

Link zu www.huk.org


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