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Spektakulärer Prozess in Kanada

"Porno-Killer" legt Berufung ein


Luka Magnotta ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach kanadischem Recht bedeutet das, dass er mindestens 25 Jahre absitzen muss

Luka Magnotta will seine lebenslange Verurteilung wegen Mordes anfechten – sein Anwalt hält ihn wegen einer Persönlichkeitsstörung für nicht zurechnungsfähig.

Der Anwalt des kanadischen Pornodarstellers Luka Rocco Magnotta hat gegen dessen lebenslängliche Verurteilung am Montag Berufung eingelegt. Ein Geschworenenjury hatte den 32-Jährigen kurz vor Weihnachten in Montreal des Mordes schuldig gesprochen, einen chinesischen Austauschstudenten ermordet zu haben (queer.de berichtete). Er hatte zugegeben, seinen Ex-Freund mit einem Eispickel erstochen und die Leiche anschließend zerstückelt zu haben (queer.de berichtete).

Luc Leclar, Magnottas Rechtsanwalt, bezeichnete den Schuldspruch in der Berufung als "unangemessen und durch die Beweislage nicht gedeckt". Er forderte daher, den Prozess erneut aufzurollen, und argumentierte, dass sein Mandant nicht zurechnungsfähig und daher für die Tat nicht verantwortlich gewesen sei. Im Prozess hatte die Verteidigung darauf verwiesen, dass beim Angeklagten bereits früh paranoide Schizophrenie diagnostiziert worden war.

Der Rechtsanwalt erklärte auch, dass die Jury nicht korrekt durch den Richter instruiert worden sei. Außerdem sei eine Geschworene voreingenommen gewesen, da sie einen Polizisten persönlich kannte, der aber nach Ansicht des Richters nichts mit dem vorliegenden Fall zu tun hatte. Außerdem beklagte die Verteidigung, dass ein Beweismittel nicht hätte zugelassen werden dürfen.

Ein Berufungsgericht wird sich am 18. Februar mit dem Antrag beschäftigen und entscheiden, ob es Verfahrensfehler gegeben hat.

Leichenteile per Post verschickt

Der Mordfall gehörte in Kanada zu den spektakulärsten Kriminalgeschichten der letzten Jahre, da Magnotta nach dem Mord per Post Leichenteile an diverse Schulen und Parteizentralen geschickt hatte, darunter auch an das Büro von Premierminister Stephen Harper. In einem der Pakete lag die schriftliche Ankündigung, weitere Morde begehen zu wollen.

Später war auch ein selbstgedrehtes Video auf einer Internetseite aufgetaucht, das die Tat zeigte. Magnotta wurde international per Haftbefehl gesucht und schließlich in einem Internetcafé in Berlin festgenommen (queer.de berichtete). Zwei Wochen später lieferten die deutschen Behörden den Tatverdächtigen nach Kanada aus.

Luka Rocco Magnotta ist in rund zwei Dutzend schwulen Porno-Filmen unter Namen wie Eric Clinton Newman oder Vladimir Romanov aufgetreten. Außerdem soll er als Callboy gearbeitet haben. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.01.2015, 12:12h
  • Diese Type erdreistet sich auch noch, in Berufung zu gehen! Dafür sollte man ihm die Gefängnisstrafe noch weiter erhöhen, daß er gar nicht mehr aus'm Knast kommt!
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#2 FreudAnonym
  • 20.01.2015, 13:25h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Psychisch Kranke gehören in die Psychiatrie und nicht in den Knast. Eine antisoziale Persönlichkeitsstörung ist nicht heilbar. Also lebenslang Psychiatrie. Ist besser für die Gesellschaft, wenn er dort nie wieder entlassen wird. Bei lebenslang Knast ist dies nicht garantiert.
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#3 daVinci6667
  • 20.01.2015, 14:30h

  • Egal, Hauptsache der kommt nicht mehr so schnell, oder besser gar nicht mehr raus.

    Was mich stört ist die Bezeichnung Pornokiller. Etwas zu sehr Bildlike.

    Als Pornokiller könnte man einen konservativen Politiker bezeichnen der jeglichen Pornodreh verbieten möchte.

    Magnotta killte keinen Porno, sondern hat seinen Liebhaber ermordet.
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#4 TheDadProfil
  • 20.01.2015, 15:22hHannover
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Vorzugsweise könnte man, wenn er denn irgendwann das Zeitliche gesegnet hat, die Leiche auch noch ein paar Jahrzehnte einsperren, um es ihm richtig zu geben..

    Deine kindlich naive Haltung ist entzückend..
    Nur mit Gerechtigkeit hat das wenig zu tun..

    Wer schuldunfähig aufgrund einer Krankheit wie paranoide Schizophrenie ist, hat in einem Knast nichts zu suchen..

    flexikon.doccheck.com/de/Paranoide_Schizophrenie

    Das gehört behandelt, denn jeder Mensch hat nach den erklärten Menschenrechten auch Anspruch auf medizinische Versorgung !
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 TheDadProfil
  • 20.01.2015, 20:34hHannover
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Erst nachdenken, dann plappern..

    Und vorher recherchieren hilft auch manchmal :

    ""Kanada schaffte 1976 die Todesstrafe für Verbrechen in Friedenszeiten ab, 1998 auch im Kriegsstrafrecht.
    Auslöser war die 1959 erfolgte Verurteilung des damals 14-jährigen Steven Truscott zum Tode. Er wurde nach zehn Jahren Haft auf Bewährung entlassen und 2007 freigesprochen.""..

    Eine "bessere" Geschichte gegen die Todesstrafe gibt es eigentlich nicht :

    de.wikipedia.org/wiki/Steven_Truscott

    Selbst in den Staaten der USA die noch die Todesstrafe verhängen würde er nicht hingerichtet, da paranoide Schizophrenie als Geisteskrankheit die Täter vor Hinrichtung schützt !
    Diese Täter sind für ihre Taten nicht verantwortlich zu machen, weil man nicht beweisen kann, das sie zum Tatzeitpunkt voll schuldfähig waren !
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#7 Miguel53deProfil
  • 21.01.2015, 20:28hOttawa
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Zwei- oder gar dreimal Lebenslaenglich, wie u.a. in den USA schon mal moeglich? Und wenn er dann vor Ablauf des ersten Lebenslaenglich stirbt, zur Strafe noch mal ein extra Lebenslaenglich hinterher?

    Wundert es Dich wirklich, wenn da ab und an ein "halt die Klappe, Rose" kommt? Wie man in den Wald hineinruft, mein Lieber...
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#8 Miguel53deProfil
  • 21.01.2015, 20:32hOttawa
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Die gibt es in Kanada nicht. Und belegt damit, dass dieses Land zu den gerechten Staaten dieser Welt gehoert. Zumindest in diesem Bereich.

    Im Gegensatz zu einer Le Pen, die schon nach der Rueckkehr der Todesstrafe in Frankreich ruft. Und nach der Aufhebung der "Homo-Ehe".

    Noch Fragen?
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
#10 TheDadProfil