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Zu viel gleichgeschlechtliches Geschnacksel

Billy Crystal mag keine schwulen Sex-Szenen


Billy Crystal gehört zu den populärsten Komikern in Amerika. Er moderierte insgesamt neun Mal die Oscar-Verleihung

Der Schauspielveteran, der in den Siebziger Jahren erstmals in einer Serie einen Schwulen darstellte, sorgt mit Aussagen über Schwule im TV für Empörung.

Billy Crystal hat am Sonntag in Pasadena (Kalifornien) vor Journalisten kritisiert, dass schwule Geschichten im Fernsehen inzwischen eine Grenze überschritten hätten und die Sendungen zu freizügig seien. "Manchmal denke ich, dass das für meinen Geschmack zu weit geht. Ich werde nicht sagen, auf was ich mich genau beziehe", sagte der Komiker laut mehreren übereinstimmenden Berichten. Er hoffe, dass schwule Szenen den Amerikanern "nicht unter die Nase gerieben werden" und somit "alltäglich" werden.

Die Aussagen des Schauspielers kamen insbesondere überraschend, weil Crystal selbst die erste wiederkehrende schwule Rolle in einer amerikanischen Serie gespielt hatte. In der Sitcom "Soap – Trautes Heim" stellte er zwischen 1977 und 1981 den schwulen Jodie Dallas dar. Damals führte die Serie zu Protesten von religiösen Organisationen – etwa der katholischen Bischofskonferenz oder der Südstaatenbaptisten, die Homosexualität gänzlich aus dem Fernsehprogramm verbannen wollten.

Die Rolle des Jodie erscheint aus heutiger Sicht als weichgespült: Zwar beharrte Jodie stets darauf, "gay" zu sein, küsste aber nie seinen Freund und hatte insbesondere in späteren Folgen gerne mal ein Rendezvous mit einer Frau.

Crystal erklärte am Sonntag auch, dass er diese schwule Handlung damals in der live vor Publikum aufgezeichneten Sitcom als problematisch empfunden habe. So hätten Zuschauer jedes Mal nervös gelacht, als er seinem Serien-Lover "I love you" gesagt habe – das habe ihn damals sehr gestört.

Youtube | Aufklärung in "Soap": Jodie erklärt, wer heutzutage alles schwul ist

Shitstorm und Relativierung


Billy Crystal als schwuler Jodie in "Soap" (Bild: ABC)

Auf sozialen Netzwerken führte die Aussage Crystals sofort zu einem Shitstorm. Der 66-jährige Schauspieler wurde als "homophob" bezeichnet. Insbesondere wurde kritisiert, dass sich Crystal offenbar von schwulen Sexszenen abgestoßen fühle, aber mit den weit häufiger vorkommenden Hetero-Sexszenen kein Problem habe.

Crystal relativierte daraufhin in einem Interview mit "Xfinity" seine Äußerungen. Diese seien nicht als Beleidigung gedacht gewesen. Er habe schließlich auch Probleme mit Hetero-Szenen, "die zu weit gehen". Der Komiker sagte auch: "Es fühlt sich halt manchmal an, als ob mir gesagt wird: 'Jetzt liebt meinen Lebensstil', egal, um was es geht." Er wollte wieder keine Beispiele nennen. (dk)



#1 asdfAnonym
  • 20.01.2015, 15:22h
  • Und ich mag keine Hetero-Sex-Szenen. Dennoch muss ich das in Filmen und Serien ertragen. Das nennt man übrigens Vielfalt, wenn man nicht nur seine eigene Meinung in den Medien wiederfindet.

    Aber vielleicht sollte er lieber irgendwo hinziehen, wo jede Art von Sex tabuisiert ist und Frauen verschleiert rumlaufen. Dann lernt er vielleicht Offenheit und Vielfalt wieder zu schätzen.
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#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 20.01.2015, 15:46h
  • Crystal Meth und zu viele TV-Predigten auf God.tv in der Dauerschleife, mehr möchte ich dazu aber nicht sagen ;-)
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 daVinci6667
  • 20.01.2015, 17:21h

  • Traurig.

    Doch traut nie der angeblichen Toleranz liebe Freunde. Homophobie ist unberechenbar. Sie kann scheinbar plötzlich bei Menschen auftauchen, bei denen man es nicht für möglich gehalten hätte.

    Seid vor allem dann vorsichtig, wenn es sich bei den angeblich vorurteilsfreien Personen um Menschen handelt, die weder atheistisch noch agnostisch eingestellt sind. Hab da so meine Erfahrungen gemacht.
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#5 Miguel53deProfil
#6 YannickAnonym
  • 20.01.2015, 18:21h
  • Wenn ihm manche Sendungen nicht gefallen, habe ich einen ganz einfachen Tipp für ihn: einfach umschalten oder auch mal abschalten. Es gibt auch andere schöne Dinge als Fernsehen...
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#7 Hadrian82Anonym
  • 20.01.2015, 18:56h

  • Das hier ist jetzt Satire oder wegen mir auch Sarkasmus ... hängt ihn auf ... buhhhuuuu ... alle irre außer Mutti ... die ist total durch ;)
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#8 MeineFresseAnonym
  • 20.01.2015, 20:07h
  • Ich mag keinen Musikantenstadl, Berlin Tag und Nacht, Dschungelcamp und Rach der Restaurant-Tester.
    Lösung: Ich gucke es nicht an.

    Ausserdem mag ich keine gruseligen Horror- oder Folter- oder Verletzungsszenen, auch wenn ich den Film ansonsten gut finde (z.B der Soldat James Ryan). Lösung: ich gucke weg, bis die Szene vorbei ist.
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#9 daVinci6667
#10 XDASAnonym
  • 21.01.2015, 09:00h
  • Manche Leute halten sich selbst für so wichtig, dass sie meinen ihre Meinung wäre in irgendeiner Art und Weise für andere maßgeblich.
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