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  • 20.01.2015           8      Teilen:   |

Wahlen 2016

St. Petersburg: LGBT-Aktivist tritt gegen Milonow an

Artikelbild
Der 40-jährige Politiker Witali Milonow von der Putin-Partei "Einiges Russland" ist der bekannteste Homophobe des Landes

Der Moskauer CSD-Organisator Nikolai Aleksejew will den für das "Propaganda"-Gesetz verantwortlichen Abgeordneten entthronen.

Der bekannte russische LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew hat am Dienstag einen medialen Coup gelandet: Der 37-Jährige kündigte an, bei der nächsten Wahl 2016 gegen den St. Petersburger Abgeordneten Witali Minolow anzutreten, um die Stadt von ihm zu "befreien".

Milonow, der stellvertretende Vorsitzende des regionalen Parlaments, wurde durch zahlreiche homophobe Tiraden weltweit bekannt. Er ist auch für das St. Petersburger Gesetz gegen Homo-"Propaganda" verantwortlich, das inzwischen wegen des später beschlossenen landesweiten Gesetzes wieder aufgehoben wurde.

Wie ernst es Aleksejew mit dem Vorschlag meint, gegen Milonow in dessen Wahkreis anzutreten, ist noch unklar: Der Organisator des Moskauer CSD lebt in der russischen Hauptstadt, hat keine Verbindungen zu Parteien und hat im Laufe der Jahre viele Verbündete aus der LGBT-Aktivistenszene verloren. Zugleich hatte er mit Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mehrere wichtige Siege gegen die homophobe Politik des Landes errungen.

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Nikolai Aleksejew waren am Dienstag die Schlagzeilen sicher
Nikolai Aleksejew waren am Dienstag die Schlagzeilen sicher

"Dieser Mann hat Russland diskreditiert", sagte Aleksejew am Dienstag über Milonow gegenüber russischen Medien. "Er beleidigt nur Leute. Sie haben ihn satt. Er hat St. Petersburg und sich selbst lächerlich gemacht."

Immer wieder hatte Milonow mit absurden Vorschlägen, etwa der Forderung nach einem Einreiseverbot für Conchita Wurst, nicht nur für eine homophobe Atmosphäre, sondern zugleich auch für Spott in Medien und Bevölkerung gesorgt. Andere Initiativen, etwa zur Schließung der Homo-Clubs der Stadt (queer.de berichtete), wurden hingegen von der Szene mit Sorge aufgenommen.

Vor allem die Verbindung Milonows zu Polizei und Schlägertrupps machten Aktivisten das Leben schwer. Mehrfach versuchte er, mit Schlägern, Provokateuren oder Beamten LGBT-Veranstaltungen zu stürmen (queer.de berichtete).

Noch am Dienstag hatte Milonow für Verwirrung gesorgt, als er forderte, dass Schwule und Lesben keine staatlich anerkannte Partnerschaft eingehen dürften. Damit sorgte er vor allem dafür, dass viele erstmals erfuhren, dass auch homosexuelle Paare eine "simple Partnerschaft" nach dem Zivilgesetz eingehen können. Diese Möglichkeit zur Registrierung gemeinschaftlichen Besitzes war vor allem für Unternehmer eingerichtet worden. Russlands Obudsmann für Kinderrechte erklärte am Dienstag aber, dass die Regelung etwa auch für ältere Geschwister eine Möglichkeit der Absicherung biete. Der Ombudsmann sprach sich gegen eine Neuregelung aus, da es hier nicht um eine Frage von Familie und Ehe gehe. Diese sei weiter im Gesetz als Verbindung von Mann und Frau definiert. (nb)

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Tags: russland, st. petersburg, witali milonow, nikolai aleksejew
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Reaktionen zu "St. Petersburg: LGBT-Aktivist tritt gegen Milonow an"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
20.01.2015
20:38:20


(+6, 10 Votes)

Von -hw-


"Vor allem die Verbindung Milonows zu Polizei und Schlägertrupps machten Aktivisten das Leben schwer."

Link:
de.rbth.com/politik/2015/01/19/antimaidan_oppositi
on_gegen_die_opposition_32529.html


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#2
20.01.2015
21:16:18


(-2, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Schade, daß es keine Umerziehungslager für solche Typen wie Milonow gibt: der Typ muß dringend von seiner notorischen Homophobie geheilt werden, es dürfte allerdings schwierig werden und die Medizin dürfte da auch wohl an ihre Grenzen stoßen!


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#3
21.01.2015
08:59:43


(+5, 9 Votes)

Von XDAS


Das wird wohl leider aussichtslos sein. Russland ist schon zu weit in den Faschismus abgedriftet, als dass so eine Wahl noch Chancen böte.


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#4
21.01.2015
15:51:25


(+5, 7 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Umerziehungslager?

Würdest Du gerne in so ein Lager gesteckt werden?


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#5
21.01.2015
20:39:29


(+4, 6 Votes)

Von gefunden
Antwort zu Kommentar #1 von -hw-


52 Prozent bewerten die geschichtliche Rolle des russischen Zaren Nikolaus II. als positiv.

36 Prozent halten Wladimir Lenins Einfluss auf die Geschichte für positiv.

52 Prozent aller Befragten (vs. 30 Prozent) sind überzeugt, dass Josef Stalin eine positive Rolle in der Geschichte des Landes gespielt hat.

11 Prozent sprechen Boris Jelzin einen positiven Einfluss zu.

Meinungsforschungsinstitut, Lewada, aktuell.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Lewada-Zentrum


Der stellvertretende Chef des Lewada-Zentrums, Alexej Graschdankin, glaubt, dass die positive Haltung zu Stalin mit dem Sieg im Großen Vaterländischen Krieg zusammenhängt: Seit dem 60. Jahrestag des Sieges bewerten die russische Bürger Josef Stalin positiver. Seine Rolle als Oberbefehlshaber rückt zunehmend in den Vordergrund. Ältere Generationen mit sowjetischer Denkweise seien positiv gegenüber Stalin gesinnt, so Graschdankin.

Laut der politischen Psychologin Elena Schestopal hängt die positive Haltung zu Josef Stalin vor allem mit dem Streben der Gesellschaft nach Ordnung und Sicherheit zusammen. Bei der positiven Einschätzung von Zar Nikolaus II. geht es darum, dass die Russen traditionelle Werte, einen russischen Patriotismus brauchen, der von Nikolaus II. verkörpert wurde, so Schestopal.


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#6
21.01.2015
22:51:43


(+4, 10 Votes)
 
#7
22.01.2015
12:48:24


(+3, 3 Votes)

Von TIPP


22.01.2015
21:02 Uhr Putins Volk
Wohin wollen die Russen? | tagesschau24
TIPP
Der Film zeigt Russen aus vielen Teilen des Landes, verschiedener Herkunft, mit unterschiedlichen Berufen und Karrieren und ihre Sicht auf ihr Land. Was eint sie, was entzweit sie, was erwarten sie? Die verschiedenen Reportagen werfen dabei ein Schlaglicht auf ein Land, das wie viele andere einem wirtschaftlichen und machtpolitischen Wandel unterworfen ist.

Highlight: Usbekischer Moslem in Kaliningrad


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#8
22.01.2015
14:38:56


(+3, 3 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #3 von XDAS


Wohl leider wahr. Selbst wenn er den Versuch machen würde zu kandidieren würde sofort eine intrigante Schmutzkampagne gegen ihn losgetreten, er unter fadenscheinigen Vorwänden inhaftiert, und weg wäre er vom Fenster und der politischen Bildfläche.


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