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  • 22.01.2015           8      Teilen:   |

Vielfalt der Lebensweisen

CSD München: "Familie ist, was wir draus machen"

Der Münchner Christopher Street Day findet in diesem Jahr vom 4. bis 12. Juli statt. - Quelle: CSD München
Der Münchner Christopher Street Day findet in diesem Jahr vom 4. bis 12. Juli statt. (Bild: CSD München)

Der Szenestammtisch der bayerischen Landeshauptstadt hat das diesjährige CSD-Motto beschlossen. Unter dem Slogan "Familie ist, was wir draus machen" wird die Forderung nach Akzeptanz für die Vielfalt von Familien- und Lebensweisen in den Mittelpunkt gestellt.

Der Münchner Szenestammtisch ist das Vernetzungs-, Koordinierungs- und Entscheidungsgremium der lokalen LGBT-Community, das sich einmal im Vierteljahr trifft. Es setzt sich aus Delegierten von über hundert Münchner Vereinen, Projekten und Gruppen zusammen.

"Familie ist zum Kampfbegriff von Homohassern geworden, die sich unter anderem als 'Besorgte Eltern' tarnen", begründete CSD-Sprecher Thomas Niederbühl den thematischen Schwerpunkt. "Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen versuchen uns LGBTI mit einem heteronormativen Familienbild auszugrenzen und abzuwerten. Die katholische Kirche beharrt darauf: Familie gibt es nur in einer heterosexueller Ehe."

"Anstatt Gleichberechtigung und Akzeptanz zu erfahren, werden wir immer öfter mit gesellschaftlichen Rückschritten konfrontiert, erklärte CSD-Pressesprecherin Rita Braaz. "Deshalb wollen wir beim CSD die Vielfalt unserer gelebten Familien- und Lebensformen sichtbar machen, die auch unser München bereichern. Wir bestimmen selbst, was für uns Familie ist, und wollen, dass unsere selbstgewählten Familienformen auch gesellschaftlich akzeptiert und unterstützt werden."

Der Münchner Christopher Street Day findet in diesem Jahr vom 4. bis 12. Juli statt. Höhepunkt ist die Politparade am Samstag, den 11. Juli. (cw/pm)

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» Homepage des CSD München
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Tags: familie, csd münchen, szenestammtisch, motto, thomas niederbühl, rita braaz
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Reaktionen zu "CSD München: "Familie ist, was wir draus machen""


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
22.01.2015
13:10:54
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(+5, 7 Votes)

Von Nico


Sehr gutes Motto. Wir dürfen religiösen Fanatikern und anderen Homohassern nicht die Deutungshoheit über den Familienbegriff überlassen.


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#2
22.01.2015
13:58:06
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(+4, 6 Votes)

Von Schwugirdha


Schwule gegen die indoktrinierten Rollbackbestrebungen des heteronormen Abendlandes.


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#3
22.01.2015
14:47:17


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die CSD-Veranstalter legen sich in Sachen Motto in diesem Jahr ganz schön ins Zeug und einmal sehen, was da noch kommen wird.


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#4
22.01.2015
16:52:54
Via Handy


(-3, 5 Votes)
 
#5
22.01.2015
17:53:22


(-1, 5 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Klasse Motto! Auch wir sind schließlich "Familie" - auch ohne "Ehefrau und Kinderschar".

Und extra für unsere intolerante Gouvernante: JA, auch Transsexulle und Intersexuelle gehören zur großen "Familie" der LGBTIs dazu!


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#6
23.01.2015
14:48:39


(-4, 4 Votes)

Von Cleviii
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 21.01.2015
Antwort zu Kommentar #5 von Robby69


Das nächste CSD Event ist noch lang hin (vgl.
Link zu www.patroc.de
). Aber ich freue mich immer wieder auf die Botschaften, die von diesem Event ausgehen!


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#7
24.01.2015
14:13:17


(-2, 4 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Bevor ich hier ein Statement abgebe warte ich erst einmal ab, was beim Münchner CSD wirklich aus diesem Motto gemacht wird. Ein Slogan ist eine Sache, inwieweit er mit Leben gefüllt wird, eine andere.


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#8
29.01.2015
19:11:23


(+2, 2 Votes)

Von Lars


Ein guter, wirklich politischer Slogan, der hoffentlich zu einer Entideologisierung des Begriffs beiträgt. Ob es um Akzeptanz von Queerness innerhalb traditioneller Familienverbände geht, oder um Verantwortungsgemeinschaften nach dem Muster der Ehe, oder um Verantwortungsgemeinschaften anderen Zuschnitts, wie Regenbogenfamilien, oder queerfreundliche Mehrgeneratineprojekte etc. Es gibt bei dem Thema viele lebenspraktische Fragen, die nur mit Ruhe, Sachverstand, Verantwortung und Liebe zu lösen sind und Aufklärungs- und Gesprächsbearf über das, was Menschen im positiven und negativen unter Familie verstehen.

Am Ende wird sicher nicht die Auflösung der Familie stehen, sondern eine Neubewertung dessen, was wir in einer Gesellschaft darunter zu verstehen bereit sind - und was daran förderungswürdig und schützenswert ist. Sicher nicht das Label, sondern der Inhalt.


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