Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?23075

Der Münchner Christopher Street Day findet in diesem Jahr vom 4. bis 12. Juli statt. (Bild: CSD München)

Der Szenestammtisch der bayerischen Landeshauptstadt hat das diesjährige CSD-Motto beschlossen. Unter dem Slogan "Familie ist, was wir draus machen" wird die Forderung nach Akzeptanz für die Vielfalt von Familien- und Lebensweisen in den Mittelpunkt gestellt.

Der Münchner Szenestammtisch ist das Vernetzungs-, Koordinierungs- und Entscheidungsgremium der lokalen LGBT-Community, das sich einmal im Vierteljahr trifft. Es setzt sich aus Delegierten von über hundert Münchner Vereinen, Projekten und Gruppen zusammen.

"Familie ist zum Kampfbegriff von Homohassern geworden, die sich unter anderem als 'Besorgte Eltern' tarnen", begründete CSD-Sprecher Thomas Niederbühl den thematischen Schwerpunkt. "Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen versuchen uns LGBTI mit einem heteronormativen Familienbild auszugrenzen und abzuwerten. Die katholische Kirche beharrt darauf: Familie gibt es nur in einer heterosexueller Ehe."

"Anstatt Gleichberechtigung und Akzeptanz zu erfahren, werden wir immer öfter mit gesellschaftlichen Rückschritten konfrontiert, erklärte CSD-Pressesprecherin Rita Braaz. "Deshalb wollen wir beim CSD die Vielfalt unserer gelebten Familien- und Lebensformen sichtbar machen, die auch unser München bereichern. Wir bestimmen selbst, was für uns Familie ist, und wollen, dass unsere selbstgewählten Familienformen auch gesellschaftlich akzeptiert und unterstützt werden."

Der Münchner Christopher Street Day findet in diesem Jahr vom 4. bis 12. Juli statt. Höhepunkt ist die Politparade am Samstag, den 11. Juli. (cw/pm)



#1 NicoAnonym
  • 22.01.2015, 13:10h

  • Sehr gutes Motto. Wir dürfen religiösen Fanatikern und anderen Homohassern nicht die Deutungshoheit über den Familienbegriff überlassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SchwugirdhaAnonym
  • 22.01.2015, 13:58h

  • Schwule gegen die indoktrinierten Rollbackbestrebungen des heteronormen Abendlandes.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.01.2015, 14:47h
  • Die CSD-Veranstalter legen sich in Sachen Motto in diesem Jahr ganz schön ins Zeug und einmal sehen, was da noch kommen wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Robby69Ehemaliges Profil
  • 22.01.2015, 17:53h
  • Klasse Motto! Auch wir sind schließlich "Familie" - auch ohne "Ehefrau und Kinderschar".

    Und extra für unsere intolerante Gouvernante: JA, auch Transsexulle und Intersexuelle gehören zur großen "Familie" der LGBTIs dazu!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 CleviiiProfil
#7 herve64Profil
  • 24.01.2015, 14:13hMünchen
  • Bevor ich hier ein Statement abgebe warte ich erst einmal ab, was beim Münchner CSD wirklich aus diesem Motto gemacht wird. Ein Slogan ist eine Sache, inwieweit er mit Leben gefüllt wird, eine andere.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 LarsAnonym
  • 29.01.2015, 19:11h
  • Ein guter, wirklich politischer Slogan, der hoffentlich zu einer Entideologisierung des Begriffs beiträgt. Ob es um Akzeptanz von Queerness innerhalb traditioneller Familienverbände geht, oder um Verantwortungsgemeinschaften nach dem Muster der Ehe, oder um Verantwortungsgemeinschaften anderen Zuschnitts, wie Regenbogenfamilien, oder queerfreundliche Mehrgeneratineprojekte etc. Es gibt bei dem Thema viele lebenspraktische Fragen, die nur mit Ruhe, Sachverstand, Verantwortung und Liebe zu lösen sind und Aufklärungs- und Gesprächsbearf über das, was Menschen im positiven und negativen unter Familie verstehen.

    Am Ende wird sicher nicht die Auflösung der Familie stehen, sondern eine Neubewertung dessen, was wir in einer Gesellschaft darunter zu verstehen bereit sind - und was daran förderungswürdig und schützenswert ist. Sicher nicht das Label, sondern der Inhalt.
  • Antworten » | Direktlink »