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  • 24.01.2015           64      Teilen:   |

Überraschende Wahl

Berlin: Lesbe zur Synodenchefin gewählt

Artikelbild
Sigrun Neuwerth (Bild: EKBO)

Sigrun Neuwerth, die mit einer Frau zusammenlebt, ist neue Präses der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg.

Die Mitglieder des Parlaments der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg haben am Donnerstag überraschend die Agrar-Wissenschaftlerin Sigrun Neuwerth zur neuen Vorsitzenden der Synode gewählt.

Die 58-jährige Referatsleiterin im Bundeslandwirtschaftsministerium hatte erst kurz vor der Wahl ihre Kandidatur bekannt gegeben und setze sich mit 55 Stimmen knapp gegen den bisherigen Amtsträger Andreas Böer durch. Der CDU-Bürgermeister im sächsischen Reichenbach, der seit 2006 Präses war und mit dessen Wiederwahl gerechnet wurde, erhielt 53 Stimmen.

Sigrun Neuwerth lebt seit 2012 in einer Lebenspartnerschaft mit ihrer Partnerin. Sie wurde 1956 in Unna in Westfalen geboren, studierte in München Agrarwissenschaften und arbeitete unter anderem in Brüssel und Hamburg als Wirtschaftsjournalistin für Nachrichtenagenturen. 1998 wechselte sie als Pressesprecherin ins Bundeslandwirtschaftsministerium. Seit 2004 war sie bereits Präses im Berliner Kirchenkreis Pankow (später Kirchenkreis Nordost).

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Der Landeskirche gehören rund eine Million Protestanten in Berlin, Brandenburg und Ostsachsen an. Eine Landessynode trifft wesentliche Entscheidungen in den geistlichen, rechtlichen und finanziellen Bereichen der Kirche; der/die für sechs Jahre gewählte Präses vertritt die Synode nach außen.

"Ich habe kandidiert. Ich bin gewählt worden. Ich freu' mich", sagte Neuwirth gegenüber dem Magazin der Synode nach der Wahl. Ihr liege besonders das Ehrenamt am Herzen: "Die Kirche wird getragen auf den Schultern des Ehrenamtes. Ich wünsche mir hier mehr Kommunikation auf Augenhöhe mit den Hauptamtlichen."

Bereits als Kind sei sie von der Kirche fasziniert gewesen: "Gottesdienste fand ich damals schon wunderbar. Es war etwas Heiliges, etwas Höheres." (nb)

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Tags: berlin, evangelische kirche, sigrun neuwerth
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Reaktionen zu "Berlin: Lesbe zur Synodenchefin gewählt"


 64 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
24.01.2015
13:07:31


(+4, 12 Votes)

Von Timon


Anderswo sind die Evangelen zwar genauso homophob wie die Katholen, aber zumindest in Berlin scheint es kleine Fortschritte bei den Evangelen zu geben.

Aber letztendlich bleibt mir dennoch jede Art organisierter Religion suspekt...


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#2
24.01.2015
13:26:30


(-10, 14 Votes)

Von Michael43


Herzlichen Glückwunsch !!!

Es ist erfreulich, das mittlerweile in fast allen Landeskirchen der EKD offen verpartnerte Pfarrer in den Pfarrhäusern wohnen und tätig sein dürfen. Die Landeskirche Württemberg scheint dort die einzige Ausnahmen "noch" zu sein.

Und es ist erfreulich, das mittlerweile in 13 von 20 Landeskirchen in der EKD (Pfalz, Hessen-Nassau, Hessen-Kassel, Bremen, Braunschweig, Hannover, Nordkirche, Mitteldeutschland, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Rheinland, Westfalen, Reformierte Kirche Norwestdeutschland) öffentliche Segnungsgottesdienste in den Kirchen nach dem Gang zum Standesamt ermöglicht wurden. Zwei weitere Landeskirchen (Lippe und Schaumburg-Lippe) werden folgen, da auch dort dies bereits diskutiert wird.

*
Link zu www.huk.org

Es wäre wünschenswert, wenn Frau Newerth auf die Landeskirche Anhalt und die Landeskirche Sachsen im Osten von Deutschland Einflusss nehmen würde, damit auch in diesen beiden Landeskirchen Segnungsgottsdienste ermöglicht werden.


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#3
24.01.2015
13:35:27


(+1, 5 Votes)

Von Klaro


die deutsche Eva Brunne...


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#4
24.01.2015
13:42:44


(-7, 13 Votes)

Von Michael43
Antwort zu Kommentar #3 von Klaro


Es fehlte in meiner Aufzählung die Landeskirche Oldenburg, wo auch seit Jahren schon öffentliche Segnungsgottesdienste erlaubt sind.

Also Frau Neuwerth sorgen Sie dafür, das im Osten Deutschlands auch die Landeskirche Anhalt und die Landeskirche Sachsen öffentliche Segnungsgottesdienste erlauben, so wie dies bereits in 13 von 20 Landeskirchen der EKD kirchenrechtlich erlaubt ist. Übrigens auch die Herrnhuter Brüdermeine hat letztes Jahr öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht.


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#5
24.01.2015
14:19:20


(+5, 11 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Michael43


""Es fehlte in meiner Aufzählung""..

Irrtum..

Von Dir hat hier noch nie etwas "gefehlt"..
Und schon gar nicht in irgendeiner Aufzählung, die vollständig an der Thematik vorbei geht, und damit in einem anderem Sinne des Begriffes "gefehlt" hat..

Was ändert sich durch die Wahl dieser Frau in der Organisation Berlin-Brandenburg, die übrigens auch im Osten liegt ?

Nichts..
Eine weitere verdummbibelte Lesbe findet sich nun an der "Spitze" der Organisation wieder, die daran festhält, ihr und ihren Mit-Lesben die volle Gleichberechtigung vorzuenthalten..

Damit macht sie sich durch ihre Mit-Wirkung auch Mit-Schuldig am weit verbreitetem institutionalisiertem Homophobismus innerhalb der "Amts-Kirchen", sonst nichts..


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#6
24.01.2015
16:10:54


(+4, 8 Votes)

Von FreeUser221
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.12.2014


Das macht die evangelische Kirche kein bisschen attraktiver, nur beliebiger und überflüssiger.
Immerhin nicht so schlimm wie die Evangelikalen in den USA.


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#7
24.01.2015
16:11:48


(+6, 8 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von TheDad


Global gesehen ist das keine schlechte Nachricht.

Die Popen im Osten und idea in Wetzlar werden heulen und zähneknirschen, das ist doch schon mal was.


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#8
24.01.2015
17:40:05


(-3, 9 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


>Dennoch mischen schwule Mittäter im institutionellen und personellen Rassismus kräftig mit, spielen Opfergruppen gegeneinander aus, fordern ein Burka-Verbot zum Schutz vor homophob motivierter Gewalt. Lesbische und bisexuelle Frauen basteln mit am Überwachungsstaat, propagieren den Militarismus und Krieg als letztes aber notwendiges Mittel der außenpolitischen Auseinandersetzung. Im Inland pfui, nach außen hui mit einem moralinsauren Hurra auf den Lippen. Die Zeigefinger zeigen stramm ins Ausland. In deutschen Städten marschieren christdeutsche Besorgte Eltern mit der Bibel gegen die Sichtbarkeit von Homosexuellen und das Pegida-Volk mit schwarz-rot-goldenen Kruzifixen in der Hand gegen Muslime. Der rechtsextreme Sumpf stinkt zum Himmel. Die Duftnoten mannigfaltig, dringen durch die Ritzen amorpher Phobien und Paranoia bis in die Homo-Bars der Gayborhoods vor. - See more at:
Link:
reiserobby.de/besser-ein-bisschen-als-gar-kein-fri
eden-fuer-lesben-und-schwule/#sthash.YRe7rjDM.dpuf


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#9
24.01.2015
18:00:06


(-2, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Herzlichen Glückwunsch!


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#10
24.01.2015
19:44:47


(+4, 10 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Lesbe hin oder her... die Frau lebt in dem Wahn, es gäbe da irgendwo ein unsichtbares und allmächtiges Wesen, von dem sie beobachtet wird.


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