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  • 24.01.2015           24      Teilen:   |

Terror

"Islamischer Staat" legt offenbar Todesstrafe für Homosexualität fest

Artikelbild
Die dschihadistisch-salafistische Terrororganisation "Islamischer Staat" hatte im letzten Jahr Teile des Nordirak und des östlichen Syriens erobert und machte mit extremen Grausamkeiten Schlagzeilen

In einem neu aufgetauchten Dokument listet die Terror-Organisation ihr religiöses Strafrecht auf.

Die islamistische Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS), die Teile des Irak und Syriens kontrolliert, hat sich Medienberichten zufolge ein Strafrecht gegeben, das Homosexualität mit dem Tod bestraft.

Im Irak waren einvernehmliche homosexuelle Handlungen bislang legal, in Syrien konnten sie mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Das Middle East Media Research Institute hat nun ein IS-Dokument veröffentlicht, das Hadd-Strafen festlegt, mit der Verstöße gegen ein angebliches Gottesrecht geahndet werden.

Nach dieser Verordnung, die schon seit Mitte Dezember in Kraft sein soll, stünde auf "Sodomie" die Todesstrafe – sowohl für den "Täter" als auch das "Opfer". Mit dem Tod werden auch Ehebruch, der Abfall vom Glauben und das Spionieren für den Gegner bestraft, ebenso wie Mord und Blasphemie. Für einige Taten werden speziell Steinigung (Ehebruch) oder Kreuzigung (Raubmord) vorgesehen.

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Fünf angebliche Schwule hingerichtet

Die angebliche Strafenliste des IS. Hadd-Strafen gelten als "Rechtsansprüche Gottes" und haben die Abschreckung vor weiteren Taten zum Ziel.
Die angebliche Strafenliste des IS. Hadd-Strafen gelten als "Rechtsansprüche Gottes" und haben die Abschreckung vor weiteren Taten zum Ziel.

Unter Verweis auf Hadd-Strafen hatte der "Islamische Staat" am 15. Januar im Nordirak mehrere Personen öffentlich ermordet, darunter zwei angeblich schwule Männer durch den Sturz vom Dach eines hohen Gebäudes (queer.de berichtete). Bilder davon hatte die Terror-Organisation in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Sie zeigten auch die Kreuzigung zweier angeblicher Diebe und die Steinigung einer Frau, der Ehebruch vorgeworfen wurde.

Im letzten November gab es bereits Meldungen, in Syrien habe der "Islamische Staat" zwei Männer wegen Homosexualität gesteinigt (queer.de berichtete); im Dezember zeigten Bilder, wie ein angeblich homosexueller Mann ebenfalls in Syrien von einem dreistöckigen Gebäude gestürzt wurde (queer.de berichtete).

Unabhängige Bestätigungen dieser Taten und ihrer Hintergründe gibt es nicht. Menschenrechtsorganisationen halten es für möglich, dass eine angebliche Homosexualität nur ein vorgeschobener Grund für eine Exekution sein kann.

Das nun aufgetauchte Strafrecht wird von Experten allerdings für authentisch gehalten. Es enthält auch das Versprechen, die genannten Taten konsequent zu verfolgen, und sieht noch das Abhacken der rechten Hand und teilweise des linken Beines für Diebstahl vor sowie 80 Peitschenhiebe für Verleumdung oder den Konsum von Alkohol. (nb)

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Tags: islamischer staat, irak, syrien, strafrecht, hinrichtung
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Reaktionen zu ""Islamischer Staat" legt offenbar Todesstrafe für Homosexualität fest"


 24 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.01.2015
14:58:27
Via Handy


(+5, 13 Votes)

Von FOX-News


Vom Strafrecht unterscheidet sich der IS nicht von Saudi-Arabien. Einziger (juristischer) Unterschied ist die unabhängige Gerichtsbarkeit in Saudi-Arabien. Im IS ist keine Trennung der Gewalten erkennbar. Saudi Arabien ist somit ein geordneter IS, der nicht auf Ausdehnung des Staatsgebietes aus ist, den Terror und IS - genau wie Katar monetär unterstützt.


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#2
24.01.2015
15:07:48
Via Handy


(+11, 15 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von FOX-News


Ein Unterschied ist noch, Saudi-Arabien gilt trotz massivster Menschenrechtsverletzungen immer noch als "Verbündeter"

Das ist ein riesiger Skandal und zeigt wie der Westen heuchelt.


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#3
24.01.2015
15:12:59


(+3, 7 Votes)
 
#4
24.01.2015
15:35:26


(+4, 8 Votes)

Von Hugo


"Peitschenhiebe für Verleumdung"

Da müßen sich die Terroristen selber auspeitschen, denn was sie veranstalten ist ja selber eine Verleumdung gegenüber was sie vorgeben zu representieren.


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#5
24.01.2015
15:39:14


(+4, 10 Votes)
 
#6
24.01.2015
15:42:16
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von FOX-News
Antwort zu Kommentar #2 von daVinci6667


Sag ich doch. S.-A. ist letztendlich ein anerkannter IS mit Unterstützung im Westen. Menschenrechte gibt es dort nicht.


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#7
24.01.2015
15:44:55
Via Handy


(+3, 7 Votes)
 
#8
24.01.2015
16:07:10
Via Handy


(+1, 13 Votes)

Von Kiri


Stimmt.
Aber es wäre schön wenn das hier ausnahmsweise mal eine Diskussion wird,in dem nicht die eine Hälfte der User die Schuld einseitig im Westen sieht und die andere Hälfte einseitig über "Islamismus" herzieht!

Ich denke jede Seite hat zu diesem Konflikt beigetragen, einmal der Westen mit Interventionen. Man darf aber auch nicht vergessen dass es auch vor westlichen Interventionen und in Staaten in denen es keine Interventionfn gab, in vielen islamischen Staaten Unterdrückung- Diktaturen, Sharia usw gab.
Desweiteren hat auch Russland Waffenlieferungen gemacht und mischt somit global mit.
Der Westen hat eine Mitverantwortung, aber ist nicht daran alleine Schuld dad islamisch geprägte Staaten Unrechtsregime haben. Es geht auch um die Eigenverantwortung erwachsener Menschen für ihre Taten unter dem Deckmantel ihrer Religionen.

So wie man die Nazis von ihren damas begangenen Taten nicht freisprechen kann, egal welche Faktoren deren Entstehung begünstigten ( wackelige Weimarer Republik etc), kann man auch Islamisten nicht von ihren Taten freisprechen.

Man muss alle Faktoren beachten, das sehe ich auch so. Aber die zunehmende einseitige Kritik, die spaltet und dazu führt dass von der einen Seite nur "der böse Westen" wahrgenommen wird und von der anderen Seite nur der "böse arabische Osten" hilft keinem weiter.


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#9
24.01.2015
16:09:52


(+11, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #6 von FOX-News


"Menschenrechte gibt es dort nicht."

In unserer vernetzten Welt kann man das nicht mehr mit dem Gefangensein in Traditionen rechtfertigen. Das ist bewusste Zivilisationsverweigerung, die wir auch aus der deutschen Geschichte kennen.

Die Konvertiten, die heute in die Kampfzone aufbrechen, hätten sich früher freiwillig zur SS gemeldet.

"Den Tod geben, den Tod nehmen."


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#10
24.01.2015
16:25:26
Via Handy


(+9, 17 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Kiri


"So wie man die Nazis von ihren damas begangenen Taten nicht freisprechen kann, egal welche Faktoren deren Entstehung begünstigten ( wackelige Weimarer Republik etc), kann man auch Islamisten nicht von ihren Taten freisprechen."

Absolut einverstanden. Es handelt sich bei beidem um puren Faschismus.

Was ich für falsch halte ist der oft Gebetsmühlen artig wiederholte Spruch, islamistischer Terror hätte nichts mit dem Islam zu tun. Das ist Bullshit und eine Verharmlosung dieser Religion!

Dasselbe sagt man auch vom Christentum. Natürlich hatte z.B auch ein Hitler oder andere Diktaturen sehr viel mit dem Christentum zu tun!

Wer ein mächtiges Wesen braucht welches er anbeten muss, ein Buch indem angeblich alle Wahrheit und Weisheit steht, von dem man auch heute noch ablesen könne was HEUTE richtig oder falsch sei, der ist für Faschismus sehr viel empfänglicher und akzeptiert viel schneller politische "Führer"


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