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Alabama hat rund 4,8 Millionen Einwohner

Das gleich mehrfach erlassene Verbot in dem Bundesstaat verstoße gegen die US-Verfassung, urteilte eine Bundesrichterin.

Eine Bundesrichterin hat am Freitag in Alabama das in dem US-Bundesstaat seit fast drei Jahrzehnten bestehende Verbot der gleichgeschlechlichen Ehe aufgehoben. Die von George W. Bush ernannte Richterin Callie V. Granade sah darin einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungszusatz der US-Verfassung.

Erste Homo-Paare könnten sich bereits am Montag das Ja-Wort geben, wenn nicht vorher noch eine Entscheidung fällt, die Wirkung des Urteils bis zu einem Urteil der nächsten Instanz auszusetzen. Der Generalstaatsanwalt Alabamas, Luther Strange, hat diese Berufung angekündigt und bei Bundesrichterin Granade einen "Stay" ihres Urteils beantragt.

Darüber hatte sie bis zum Samstag noch nicht enschieden. Lehnt Granade ab, könnte Strange eine Aussetzung beim einem Berufungsgericht erwirken; der zuständige Eleventh Circuit Court hatte allerdings bereits zur Ehe-Öffnung in Florida einen entsprechenden Beschluss abgelehnt.

Das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe passe nicht zu ihrem Ziel, Kindern ein optimales Umfeld zu ermöglichen, urteile Granade. "Die Kinder, die derzeit bei gleichgeschlechtlichen Eltern in Alabama aufwachsen, haben genauso ein Anrecht auf Schutz und Anerkennung durch den Staat wie die, die bei heterosexuellen Eltern aufwachsen."

Das Verbot der Ehe für schwule und lesbische Paare war 1996 durch einen Erlass des republikanischen Gouverneurs Fob James in Kraft getreten; es war 1998 durch ein entsprechendes Gesetz ergänzt worden. 2006 entschieden beide Kammern des Parlaments, das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe sowie ähnlicher rechtlicher Anerkennungen in die Landesverfassung aufzunehmen, was von Wählern in einer Volksabstimmung bestätigt worden war.

Mit Alabama hätten 37 Bundesstaaten die Ehe geöffnet. Vor einer Woche hatte der US Supreme Court angekündigt, einen entsprechenden Rechtsstreit anzunehmen, der vier Staaten direkt betrifft und zu einem Grundsatzurteil werden könnte (queer.de berichtete). (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.01.2015, 18:02h
  • Das sind hervorragende Neuigkeiten und weiterhin fallen die Homoeheverbote wie reife Früchte! Die religiösen Fundamentalisten haben ja wieder eine schallende Ohrfeige und vernichtende Niederlage erlitten!
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#2 SebiAnonym
  • 24.01.2015, 20:04h
  • Ein weiterer Sieg.

    Die Homohasser kassieren in den USA eine Niederlage und schallende Ohrfeige hinter der anderen.

    Ich hoffe, es geht so weiter. Und vor allem hoffe ich, dass der obeste Gerichtshof bald die US-weite Eheöffnung anordnet, damit sich kein Bundesstaat mehr mit keinen noch so raffinierten Tricks davor drücken kann.
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#3 TimonAnonym
  • 24.01.2015, 20:15h
  • Die volle rechtliche Gleichstellung Homo-, Bi-, Trans- und Intersexueller ist eine ebenso zentrale Bürgerrechtsfrage wie damals das Ende der Rassentrennung.

    Deshalb hoffe ich, dass möglichst bald die Ehe US-weit geöffnet wird!
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