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  • 25.01.2015           1      Teilen:   |

HipHop, Funk, Soul und R&B

Aufdringlich sonnig: Mark Ronson

Artikelbild
Mark Ronson produzierte zahlreiche Songs für Künstler wie Christina Aguilera, Amy Winehouse, Lily Allen, Robbie Williams oder Bruno Mars - bei der Solo-Karriere hakt es jedoch noch (Bild: Sony Music)

Mit "Uptown Special" hat der New Yorker Produzent, DJ, Musiker, Songwriter und Sänger seinen vierten Longplayer veröffentlicht.

Von Michael Thiele

"Uptown Special" ist ein ideales Beispiel für genau jene Alben, die durch übertriebenen Perfektionismus so eng und angespannt geraten sind, dass sie jede Lust, jede Lebendigkeit ersticken. Dementsprechend gibt es viele Attribute, die das vierte Album von Star-Produzent Mark Ronson beschreiben: "Uptown Special" ist steril und vorhersehbar, seicht und glatt, fad, lau, lahm, es ist klebrig und träge, ziemlich anbiedernd und ziemlich tot.

Was ist passiert? Ronson, der vor allem berühmt ist für seine Retro-Produktionen, allen voran für Amy Winehouse, deren zweites und letztes Studiowerk "Back To Black" er maßgeblich prägte, bleibt auch auf "Uptown Special" seiner Vorliebe für Musik von früher treu. Doch wo etwa "Back To Black" schwermütig und subtil wirkte, ist das neue Album nur aufdringlich sonnig. Und: Viele Lieder klingen aufgrund der Überproduktion viel zu gleich; Funk-Soul-Pop von mittlerem Tempo mit reichlich Bläsereinsatz.

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Jeder Song gleich glatt gebügelt

An seinem vierten Studioalbum "Uptown Special" hat Mark Ronson anderthalb Jahre gearbeitet
An seinem vierten Studioalbum "Uptown Special" hat Mark Ronson anderthalb Jahre gearbeitet

Das bedeutet nicht, dass die elf Songs nicht auch schöne Momente oder charmante Details aufweisen. Heraus stechen etwa der helle, hallende Gesang und der prominente Bass in "Daffodils", dem mit knapp fünf Minuten längsten Song der Platte. Auch sein elektronisch verfremdetes Ende kann sich sehen lassen. Oder man nehme das Keyboard in "Summer Breaking", das so schön faul im Sinne von faulenzend klingt, wie eine überreife, süße Frucht, die kurz vorm Aufplatzen ist, aber eigentlich keine Lust zum Platzen hat.

Gefällig ist auch Stevie Wonders Mundharmonikaspiel im anderthalbminütigen Intro "Uptown's First Finale". Automatisch hört man auf bei "I Can't Lose", denn es ist der einzige Song, der von einer Frau gesungen wird, namentlich von der weitgehend unbekannten Keyone Starr, die Ronson auf der Suche nach einem neuen Talent in unzähligen Kirchen, Nachtklubs und Bars entdeckt hat.

Dem gegenüber stehen jedoch etliche leere Versprechungen. Etwa "In Case Of Fire", das alles andere als feurig klingt. Ebenso irreführend wirkt "Heavy And Rolling", das einen tatsächlich überrollt, und zwar mit leichenhafter Langeweile. Vor allem ein Umstand ist aber gravierend: Ein Merkmal von Alben wie "Uptown Special" ist, dass sie keinen Hit haben, weil jeder Song gleich glatt gebügelt ist. Ein Hit aber ist ein Lied, das durch Originalität heraussticht, das einen umhaut mit so noch nicht gehörter Wucht. Doch wo jedes Lied irgendwie gleich gut klingt, kann es keine sehr guten geben.

Insgesamt 18 Monate hat der 39-jährige DJ, Produzent, Songwriter und Sänger Mark Ronson in verschiedenen Studios in den USA an "Uptown Special" gearbeitet, herausgekommen ist – nicht zuletzt aufgrund diverser Gastsänger und -sängerinnen – eine reichhaltige Platte, die extrem gefällig und deshalb extrem langweilig ist. Ein Album, das um jeden Preis gut sein will, und deshalb nicht gut sein kann.

Direktlink | "Daffodils" als Audio anhören
Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Homepage von Mark Ronson
» Fanpage auf Facebook
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Tags: mark ronson, uptown special
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Reaktionen zu "Aufdringlich sonnig: Mark Ronson"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
25.01.2015
17:00:16


(0, 2 Votes)

Von MrBrown


Tss, was der Herr Thiele sagt.

Danke für dem Plattentip, kannte das vorher nicht, gefällt mir sehr gut.
Musik abseits von Perry, Gaga, Bieber, Timberlake und wie sie sonst noch so heisen, die Radiohören unerträglich gemacht haben.


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