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  • 27.01.2015           21      Teilen:   |

Oberlandesgericht Celle

Urteil: "Inter" ist keine Geschlechtsangabe

Das Oberlandesgericht Celle hat vergangene Woche entschieden, dass "inter/divers" in offiziellen Dokumenten nicht als Geschlechtsangabe verwendet werden darf, weil dies gesetzlich nicht vorgesehen ist.

Die Richter wiesen damit einen Einspruch von Vanja (25) mit Unterstützung der Kampagne "Für eine dritte Option beim Geschlechtseintrag" zurück. Vanja hatte im Sommer im letzten Jahres beim Standesamt der Kleinstadt Gehrden bei Hannover einen Änderungsantrag gestellt, das Geschlecht von "weiblich" zu "inter/divers" zu ändern. Das Standesamt lehnte das unter Verweis auf die fehlenden Rechtsvorschriften ab. Im Oktober bestätigte das Amtsgericht Hannover diese Entscheidung in einem schriftlichen Verfahren (queer.de berichtete). Hinter dieses Urteil stellte sich nun auch das Oberlandesgericht. Nun wollen die Aktivisten vor den Bundesgerichtshof ziehen.

Bis vergangenes Jahr mussten sich Eltern von intersexuellen Kindern stets entscheiden, welches Geschlecht ihrem Kind in Dokumenten zugeordnet wird. Erst Anfang 2013 änderte die Bundesregierung diese Praxis – und lässt zu, dass im Geburtenregister das Merkmal "Geschlecht" bei Intersexuellen freigelassen werden darf (queer.de berichtete). Das Oberlandesgericht hält diese Möglichkeit, den Eintrag frei zu lassen, für ausreichend.

Es wird geschätzt, dass in Deutschland zirka 80.000 Intersexuelle leben. Intersexuelle sind Menschen, die nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können. (dk)

Links zum Thema:
» Urteilsbegründung OLG Celle (PDF)
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Tags: intersexualität, celle
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Reaktionen zu "Urteil: "Inter" ist keine Geschlechtsangabe"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
27.01.2015
11:39:49


(+8, 8 Votes)

Von Robin


"weil dies gesetzlich nicht vorgesehen ist."

Dann wird es höchste Zeit, dass das endlich gesetzlich vorgesehen wird...


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#2
27.01.2015
11:57:09


(-7, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ein Rückschlag für alle Transpersonen! Schleunigst Handeln lautet die Devise, der Gesetzgeber (das ist die Bundesregierung) steht nun unter Zugzwang!


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#3
27.01.2015
16:03:05


(+4, 8 Votes)

Von Unrechtsstaat


bleibt Unrechtsstaat!

Siehe §175 usw.


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#4
27.01.2015
19:37:01


(+2, 10 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Du hast es IMMER NOCH NICHT KAPIERT, Rotstift-Rose!
Trans* hat absolut NICHTS mit Intersexualität zu tun - und umgekehrt!
Verdammt noch mal, wenn Du schon keinen Dunst hast, dann INFORMIER Dich wenigstens mal übers Internet! Sonst bist Du ja auch nicht gerade faul mit irgendwelchen Links, die Du im Netz findest, oder?!

Intersexuelle haben sowohl weibliche als auch männliche Anteile in sich, Rotstift-Rose!
Du kannst zu Intersexuellen auch Zwitter oder Hermaphroditen sagen, wenn Dir einer dieser Begriffe lieber ist.
Aber wirf in Zukunft wenigstens Trans* und Intersexuelle nicht mehr in einen Topf. So viel Zeit muss sein!


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#5
27.01.2015
21:12:25


(0, 6 Votes)

Von Hugo


Als alte Transe bestehe ich auf der Anrede "Frau". Als "Inter" angesprochen zu werden verbitte ich mir.


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#6
28.01.2015
12:17:45


(+4, 4 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #5 von Hugo


was hat das mit den problemen von intersexuellen zu tun?

hier geht es nicht darum, wie DICH jemand ansprechen sollte.


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#7
28.01.2015
19:29:10


(+2, 4 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Hugo


Es geht ja auch nicht um Transen, sondern um Intersexuelle. Nicht mehr, nicht weniger. Und dass ein Intersexuelle(r)/Zwitter/Hermaphrodit nicht als "Mann" oder "Frau" angesprochen werden will, weil dieser Mensch eben BEIDES ist, ist doch verständlich, oder?!


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#8
28.01.2015
19:56:32


(+5, 5 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Abgesehen davon, dass es hier um Intersexuelle ging, und nicht um Transgender, würde ich da nachfragen, welche Rechtsvorschriften nicht vorgesehen sind, und wer darüber den Absolutheitsanspruch hält, das vorsehen zu dürfen. Rechtlich würde ich empfehlen, dass eine gewählte Weltbegrenzung nicht dau führen darf, dass man Anteile der Natur und Wirklichkeit ignoriert, weil sie in der Rechtsphilosophie nicht vorkommen sollen. Objektiv betrachtet müsste das die Rechtsphilosophie als primitive, nicht auf den aktuellen Stand der Wirklichkeit anwendbare Methode ausweisen.
Vielleicht sollte sich dieses Recht in Anschauung der Fakten darauf verständigen, ob es nicht doch möglich ist, eine zielgenaue Differenzierung zu erkennen. Die Ignoranz, und wie sie gegen Beidgeschlechtliche bzw. Intersexuelle gefahren wird, diskriminiert diese ansonsten in ihren grundlegenden Persönlichkeits-Rechten.


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#9
29.01.2015
21:26:37
Via Handy


(-1, 3 Votes)

Von Kommentator


Der Gesetzgeber lässt offensichtlich zu, das Geschlecht freizulassen. Das dürfte ausreichen, zumal dann niemand einem falschen Geschlecht zugeordnet wird.


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#10
30.01.2015
02:01:04


(+3, 5 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #9 von Kommentator


>"Der Gesetzgeber lässt offensichtlich zu, das Geschlecht freizulassen. Das dürfte ausreichen, zumal dann niemand einem falschen Geschlecht zugeordnet wird."

klar, das ist ein kleiner fortschritt gegenüber dem rigorosen zuordnungszwang, den der staat früher ausübte.

es bleibt aber eine tendenzielle abwertung, wenn intersexuelle gar keine benennung erhalten, also irgendwie in ein definitorisches jenseits geschickt werden. das ist eine begriffliche unsichtbarmachung.

ziel der "dritte option"-kampagne ist u.a., intersexualität aus der unsichtbarkeit zu holen, weil nur so auch ein gesellschaftlicher bewusstseinswandel geschehen kann. dazu wäre eine bezeichnung hilfreich, in der diese menschen dann auch wirklich als "etwas" und nicht als "nichts" auftauchen.

dazu kommt, dass es mit der gesetzlichen anerkennung nicht getan ist, so lange der gesamte alltag - heute sogar mehr als früher - darauf angelegt ist, dass man sich als männlich oder weiblich einordnet. es ist beispielsweise nahezu unmöglich, sich zu immatrikulieren, ohne das zu tun, weil die computerisierten aufnahmeformulare ohne diese angabe gar nicht ausgefüllt werden KÖNNEN. auf einem blatt papier hätte man noch irgendwas hinkritzeln können, aber computer-eingabemasken sind da erbarmungslos.

z.t. kann man ja nicht mal eine simple online-bestellung machen oder eine fahrkarte kaufen, ohne sein geschlecht anzugeben. dabei ist diese angabe für den eigentlichen prozess völlig unbedeutend. DAS ist es, was ich unter wirklichem "gender-wahn" verstehe.


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