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  • 27.01.2015           20      Teilen:   |

"Bar von Sodom"

Frankreich: Katholische Missionare kaufen Schwulenbar

Artikelbild
Ein altes Bild aus den Zeiten, in denen noch Homosexuelle die Kneipe frequentierten. Die neuen Besitzer haben inzwischen das Schild der "Texas Bar" entfernt

Marienstatuen statt Prosecco: Im Südosten Frankreichs kauft eine homofeindliche katholische Gruppe einen Schwulenbar, um in diesen Räumlichkeiten zu missionieren.

Die schwule "Texas Bar" in der 50 Kilometer südöstlich von Marseille gelegenen Großstadt Toulon ist fortan im Besitz der katholischen Kirche, berichtet das französische LGBT-Portal yagg.com. Die erzkonservative Gruppe "Missionnaires de la miséricorde divine" (Missionare der göttlichen Barmherzigkeit), die in Sichtweite der Kneipe die katholische Kirche Saint-François de Paule betreibt, hat die Räumlichkeiten in einer Zwangsauktion gekauft, die nach dem Bankrott der "Texas Bar" angeordnet worden war.

In einer Pressemitteilung erklärten die neuen Besitzer, dass ihr Ziel sei, in der Region zu missionieren: "Dieser Ort ist für die Missionierung der ganzen Umgebung wichtig. Die Bar von Sodom wird ein Pub der Barmherzigkeit werden", frohlockten die Käufer. Weiter behaupteten die Käufer, dass andere Auktionsteilnehmer zwar mehr bieten wollten, sich aber zurückgezogen hätten, "als sie uns während der Auktion beten gesehen haben".

Fortsetzung nach Anzeige


Viele Exorzisten benötigt

Homo-Aktivisten reagierten enttäuscht auf den neuen Besitzer der Bar: "Ich hätte es vorgezogen, wenn jemand anders die Bar gekauft hätte, aber [die Katholiken] haben seit Jahren ein Auge darauf geworfen", erklärte ein Sprecher der Gruppe "Gay Power Toulon" gegenüber thelocal.fr – und fügte ironisch hinzu: "Für die ist es, als ob Satan gegenüber ihrer Kirche gewesen ist. Die brauchen ganz viele Exorzisten, damit sie sich von dem befreien, was hier passiert ist."

Die "Missionnaires de la miséricorde divine" sind 2005 auf Initiative des lokalen Bischofs Dominique Rey ins Leben gerufen worden. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, an traditionellen Riten festzuhalten, und will insbesondere Muslime bekehren. Rey gilt jedoch auch als erbitterter Homo-Gegner. So bekämpfte er die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben und forderte die sozialistische Regierung auf, einen Volksentscheid darüber abzuhalten, ob Homosexuelle im Ehe-Recht gleichbehandelt werden sollen. (dk)

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Tags: katholische kirche, frankreich, toulon
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Reaktionen zu "Frankreich: Katholische Missionare kaufen Schwulenbar"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
27.01.2015
12:11:50


(-4, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ein Schelm, der Böses dabei denkt: die Missionare werden es wohl kaum verhindern können, wenn die Hormone verrückt spielen und übereinander herfallen...!


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#2
27.01.2015
12:18:25


(+13, 17 Votes)

Von Finn


"Die Bar von Sodom wird ein Pub der Barmherzigkeit werden"

Mal abgesehen davon, dass das Volksverhetzung ist. Aber wo ist die katholische Kirche denn "barmherzig"?

Wären die barmherzig, würden die das Geld den Armen und Hungrigen geben, statt sich noch mehr Immobilien zu kaufen.


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#3
27.01.2015
12:44:35


(-13, 19 Votes)

Von Jürgen


Der Papst hat einen Trans-Mann und seine Partnerin zu einer Privataudienz eingeladen. Ich finde solche Meldungen sehr wichtig.

Link zu www.jesus.de


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#4
27.01.2015
13:07:48
Via Handy


(+13, 13 Votes)

Von Alex


Die hatten Interesse daran, weil sie den Darkroom brauchen, um ungestört mit Messdienern zu sein.


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#5
27.01.2015
13:12:02


(+4, 16 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Jürgen


Sind sie aber nicht..

Weil die RKK ihre eigene Ausgrenzung und ihren Einfluß auf die Gesetzgebung in den Ländern nicht verändert..

Da hilft es überhaupt nichts, wenn Herr Bergoglio ab und zu einen einzelnem Menschen persönlich begegnet, dass soll nur für gute Presse sorgen..


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#6
27.01.2015
13:18:35


(+11, 13 Votes)

Von GeorgB
Antwort zu Kommentar #3 von Jürgen


Was ist daran wichtig, wenn ein alter unkluger Mann sich mit einem Transmann trifft? Ein katholischer Priester hatte den Transmann als "Tochter des Teufels" beleidigt. Da die katholische Kirche immer mehr wegen ihres hasserfüllten Gebahrens in der öffentlichen Kritik steht, will der alte Mann natürlich die Wogen etwas glätten. In der realen, nichtkatholischen Welt, ist es nicht weiter wichtig, wen der katholische Papst trifft.


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#7
27.01.2015
14:48:55
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von audi5000
Aus lindau (Bayern)
Mitglied seit 20.05.2013


Na jetzt wird's da drin sündiger her gehen als jemals zuvor!


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#8
27.01.2015
15:19:11


(0, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Da wird es doch Zeit für eine Gegenoffensive :

Link zu www.immonet.de

Link zu www.immobilien.de


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#9
27.01.2015
15:39:03


(+10, 12 Votes)

Von maaaartin


mal schaun, ob die beim missionieren auch die hosen anlassen...


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#10
27.01.2015
15:44:04


(+13, 13 Votes)

Von maaartin
Antwort zu Kommentar #3 von Jürgen


der aktuelle papst fährt bis auf die paar salbungsvollen worte die gleiche linie wie sein vorgänger. das wort "propaganda" ist eine katholische erfindung. franziskus ist darin einfach geschickter als der chefinquisitor.


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