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Ein altes Bild aus den Zeiten, in denen noch Homosexuelle die Kneipe frequentierten. Die neuen Besitzer haben inzwischen das Schild der "Texas Bar" entfernt

Marienstatuen statt Prosecco: Im Südosten Frankreichs kauft eine homofeindliche katholische Gruppe einen Schwulenbar, um in diesen Räumlichkeiten zu missionieren.

Die schwule "Texas Bar" in der 50 Kilometer südöstlich von Marseille gelegenen Großstadt Toulon ist fortan im Besitz der katholischen Kirche, berichtet das französische LGBT-Portal yagg.com. Die erzkonservative Gruppe "Missionnaires de la miséricorde divine" (Missionare der göttlichen Barmherzigkeit), die in Sichtweite der Kneipe die katholische Kirche Saint-François de Paule betreibt, hat die Räumlichkeiten in einer Zwangsauktion gekauft, die nach dem Bankrott der "Texas Bar" angeordnet worden war.

In einer Pressemitteilung erklärten die neuen Besitzer, dass ihr Ziel sei, in der Region zu missionieren: "Dieser Ort ist für die Missionierung der ganzen Umgebung wichtig. Die Bar von Sodom wird ein Pub der Barmherzigkeit werden", frohlockten die Käufer. Weiter behaupteten die Käufer, dass andere Auktionsteilnehmer zwar mehr bieten wollten, sich aber zurückgezogen hätten, "als sie uns während der Auktion beten gesehen haben".

Viele Exorzisten benötigt

Homo-Aktivisten reagierten enttäuscht auf den neuen Besitzer der Bar: "Ich hätte es vorgezogen, wenn jemand anders die Bar gekauft hätte, aber [die Katholiken] haben seit Jahren ein Auge darauf geworfen", erklärte ein Sprecher der Gruppe "Gay Power Toulon" gegenüber thelocal.fr – und fügte ironisch hinzu: "Für die ist es, als ob Satan gegenüber ihrer Kirche gewesen ist. Die brauchen ganz viele Exorzisten, damit sie sich von dem befreien, was hier passiert ist."

Die "Missionnaires de la miséricorde divine" sind 2005 auf Initiative des lokalen Bischofs Dominique Rey ins Leben gerufen worden. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, an traditionellen Riten festzuhalten, und will insbesondere Muslime bekehren. Rey gilt jedoch auch als erbitterter Homo-Gegner. So bekämpfte er die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben und forderte die sozialistische Regierung auf, einen Volksentscheid darüber abzuhalten, ob Homosexuelle im Ehe-Recht gleichbehandelt werden sollen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 27.01.2015, 12:11h
  • Ein Schelm, der Böses dabei denkt: die Missionare werden es wohl kaum verhindern können, wenn die Hormone verrückt spielen und übereinander herfallen...!
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#2 FinnAnonym
  • 27.01.2015, 12:18h
  • "Die Bar von Sodom wird ein Pub der Barmherzigkeit werden"

    Mal abgesehen davon, dass das Volksverhetzung ist. Aber wo ist die katholische Kirche denn "barmherzig"?

    Wären die barmherzig, würden die das Geld den Armen und Hungrigen geben, statt sich noch mehr Immobilien zu kaufen.
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#3 JürgenAnonym
#4 AlexAnonym
  • 27.01.2015, 13:07h

  • Die hatten Interesse daran, weil sie den Darkroom brauchen, um ungestört mit Messdienern zu sein.
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#5 TheDad
  • 27.01.2015, 13:12h
  • Antwort auf #3 von Jürgen
  • Sind sie aber nicht..

    Weil die RKK ihre eigene Ausgrenzung und ihren Einfluß auf die Gesetzgebung in den Ländern nicht verändert..

    Da hilft es überhaupt nichts, wenn Herr Bergoglio ab und zu einen einzelnem Menschen persönlich begegnet, dass soll nur für gute Presse sorgen..
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#6 GeorgB
  • 27.01.2015, 13:18h
  • Antwort auf #3 von Jürgen
  • Was ist daran wichtig, wenn ein alter unkluger Mann sich mit einem Transmann trifft? Ein katholischer Priester hatte den Transmann als "Tochter des Teufels" beleidigt. Da die katholische Kirche immer mehr wegen ihres hasserfüllten Gebahrens in der öffentlichen Kritik steht, will der alte Mann natürlich die Wogen etwas glätten. In der realen, nichtkatholischen Welt, ist es nicht weiter wichtig, wen der katholische Papst trifft.
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#7 audi5000Profil
#9 maaaartinAnonym
#10 maaartinAnonym
  • 27.01.2015, 15:44h
  • Antwort auf #3 von Jürgen
  • der aktuelle papst fährt bis auf die paar salbungsvollen worte die gleiche linie wie sein vorgänger. das wort "propaganda" ist eine katholische erfindung. franziskus ist darin einfach geschickter als der chefinquisitor.
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