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  • 27.01.2015           27      Teilen:   |

Nach harscher Kritik

Homophober Pfarrer "bedauert" Hass-Rede

Artikelbild
Im Zeichen des Kreuzes hetzte der Deininger Pfarrer gegen Schwule und Lesben (Bild: c_emery / flickr / cc by-nd 2.0)

In der oberpfälzischen Provinz polterte ein katholischer Dorfpfarrer gegen die "Lügenpresse", gegen die angebliche Islamisierung und gegen Homosexuelle – jetzt pfiffen ihn seine Vorgesetzten zurück.

Nach scharfer Kritik hat Pfarrer Norbert Zawilak aus Deining (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) in einem Schreiben des Bistums Eichstätt eine Tirade bedauert, in der er unter anderem gegen Schwule und Lesben gehetzt hatte. Der Kirchenmann hatte beim traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde Deining vor rund drei Wochen eine zehn Minuten lange "Pegida-Rede" ("Süddeutsche Zeitung") gehalten. Diese wurde daraufhin von der bayerischen Presse einhellig verurteilt.

Zawilak hatte behauptet, Homosexuelle würden wie Heilige behandelt, Deutschland würde islamisiert und die Presse sei so reglementiert wie in seiner Heimat Polen während der kommunistischen Diktatur. Dagegen verteidigte er den Prunkbau des früheren Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst. Mehrere der gut 200 Zuhörer verließen während der Rede empört den Saal. Der örtliche Kirchenpfleger Wolfgang Fürst sagte gegenüber der "Mittelbayerischen Zeitung": "Er hat total das Thema verfehlt. Er hat sich als deutlich Rechtsradikaler geoutet."

Unverständnis zeigte unter anderem auch Ortsbürgermeister Alois Scherer (CSU), der Konsequenzen für den Neujahrsempfang im nächsten Jahr ankündigte. Der ebenfalls beim Empfang anwesende Bundestagsabgeordnete Alois Karl (CSU) beschwerte sich wie mehrere andere Gäste direkt beim Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke.

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Diözese: Pfarrer hat alles nicht so gemeint

Der Pfarrer wurde daraufhin am Dienstagmorgen zum Generalvikar zitiert. Das Bistum veröffentlichte kurze Zeit später eine Pressemitteilung, in der es unter anderem heißt, der Pfarrer bedaure, "dass er mit seinen Worten nicht erreicht habe, Verständnis für die Sichtweise mancher Probleme in der Gesellschaft zu wecken, sondern statt dessen Menschen irritiert, verärgert oder verletzt habe".

Die Diözese bekräftigte, sie wolle "zu einem friedlichen Zusammenleben der verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft" beitragen. Ohne direkt auf Schwule und Lesben oder Muslime einzugehen, heißt es in dem vorsichtig formulierten Schreiben, der Pfarrer habe "nicht beabsichtigt, Menschen zu verletzen oder zu diskriminieren".

Pfarrer offenbar kein freundlicher Zeitgenosse

Die "Mittelbayerische Zeitung" berichtet unterdessen von neuen Vorwürfen gegen den Geistlichen. So habe sich das Gemeindeleben durch sein "nicht gesellschaftsfähiges Verhalten" erheblich verschlechtert. Beispielsweise habe er bei einer Beerdigung angedeutet, dass der Verstorbene nicht in den Himmel komme, weil er nicht oft genug die Kirche besucht habe. Er soll auch Frauen als "Weiber" bezeichnet haben, die hinter den Herd gehörten. Zudem habe er bei einer Taufe ein an Leukämie erkranktes Kind, das im Rollstuhl saß, die Worte "Bist du zu faul zum Laufen?" entgegen geworfen haben. Es gibt außerdem Berichte, dass er Geld verprasst: So lasse er sich sein Pfarrhaus, in dem er keinen Kaplan mehr als Mitbewohner duldet, für rund eine Million Euro renovieren. (dk)

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Tags: katholische kirche, deining, bayern
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Reaktionen zu "Homophober Pfarrer "bedauert" Hass-Rede"


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
27.01.2015
17:56:21


(+8, 12 Votes)

Von panzernashorn
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Letztendlich dürfte das doch keinen halbwegs vernünftig tickenden Menschen verwundern - diese Sippschaft ist und bleibt abgrundtief gestört, unfähig, sich in eine reale Gesellschaft einzugliedern (außer vielleicht, was die "Glieder" der Messdiener betrifft), also im Prinzip "asozial".

Ob die vor ihrer jeweiligen Rede Kreide fressen oder Sperma gurgeln, ändert nichts daran, dass sie sich glücklicherweise immer wieder selbst entlarven und die Teile ihrer Schafherde, die dazu fähig sind, unfreiwillig zum Denken anregen.

Welch bedauernswerte, abgrundtief gestörte Gestalten, deren optimaler Verweilungsort die (eher geschlossene) Abteilung in einer guten Psychiatrie sein sollte.


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#2
27.01.2015
18:07:00


(+11, 13 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Tja - die Zeiten, in denen man die gesamte Bevölkerung komplett verdummen konnte, gehören zum Glück zunehmend der Vergangenheit an.................



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#3
27.01.2015
18:09:20


(+8, 12 Votes)

Von goddamn liberal


"...und die Presse sei so reglementiert wie in seiner Heimat Polen während der kommunistischen Diktatur. "

Eindeutig wie bei Kelle ein diesmal nichtmuslimisches Migrantenproblem.

Die Reaktion der bajuwarischen Honoratioren darauf ist sehr erfreulich.

Auch jenseits des Rheins ist das Problem übrigens bekannt:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Robert_M%C3%A9nard


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Philippe_Barbarin


Link:
de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A9atrice_Bourges


Link:
fr.wikipedia.org/wiki/Herv%C3%A9_Mariton


Bitte mal die Geburtsorte dieser die franz. Republik spaltenden 'Urfranzosen' beachten.


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#4
27.01.2015
18:14:30


(+11, 15 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von panzernashorn


So sieht er aus, der sich auf unseren Steuergeldern ausruht und Hasspredigten gegen uns schwingt - fett, feist und selbstzufrieden. Das arme Kind hinter ihm!:
Link zu www.donaukurier.de


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#5
27.01.2015
18:25:39


(+13, 17 Votes)

Von Robin


Zu jemandem, der zu einem Leukämie-kranken Kind im Rollstuhl sagt "Bist Du zu faul zum Laufen?" braucht man gar nichts mehr zu sagen.

Das zeigt wieder mal, wie die Katholiken ticken...


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#6
27.01.2015
18:37:48


(+11, 13 Votes)

Von Peer


Die "bedauern" doch immer erst, wenn der Marketing-Schaden zu groß wird.

Aber dass die weiterhin so denken, zeigen sie immer wieder aufs Neue.


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#7
27.01.2015
18:42:16


(+12, 16 Votes)

Von Heiner


Der macht sich über schwerkranke Kinder im Rollstuhl lustig, hetzt auf Beerdigungen gegen Verstorbene, bezeichnet Frauen als "Weiber", die hinter den Herd gehören, hetzt gegen Schwule, benutzt Nazi-Wortschaftz wie "Lügenpresse", etc. etc. etc.

Dieser Drecksack gehört sofort entlassen!

Wenn der nicht entlassen wird, muss ich davon ausgehen, dass die katholische Kirche seine Meinungen teilt...


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#8
27.01.2015
18:45:19


(+12, 14 Votes)

Von Julian S


Sollte die Kinderschänder-Sekte nicht lieber ganz still sein, ehe sie gegen andere hetzt?

Die Katholiken haben schon so viel Schlechtes in die Welt gebracht und so viel Menschenleben auf dem Gewissen, dass die lieber ganz still sein sollten.


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#9
27.01.2015
18:47:33


(+11, 15 Votes)

Von Kirchenaustritt


Gegen Hassprediger hilft nur eines:
Kirchenaustritt!

Link zu www.kirchenaustritt.de

Nichts trifft diese geldgeilen, machthungrigen Pfaffen mehr, als wenn man ihnen den Geldhahn zudreht.


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#10
27.01.2015
19:15:36
Via Handy


(+10, 12 Votes)

Von Alex


"Zudem habe er bei einer Taufe ein an Leukämie erkranktes Kind, das im Rollstuhl saß, die Worte "Bist du zu faul zum Laufen?" entgegen geworfen haben."

Gibt es eigentlich etwas noch perverseres als die katholische Kirche?


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