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Bürgerschaftswahl Hamburg 2015

AfD im Wahlkampf gegen Homo-Rechte


Die AfD will am 15. Februar ins Hamburger Rathaus einziehen - derzeit liegt sie Umfragen zufolge bei fünf bis sechs Prozent (Bild: entendriver / flickr / by-nd 2.0)

In Hamburg hält die AfD Homosexualität für eine Moralfrage. Kein Interesse hat die Rechts-Partei am Schutz von lesbischen und schwulen Schülern vor Mobbing, sondern verdient lieber an Büchern von Homo-Hassern.

Im Wahlkampf zur Bürgerschaftswahl am 15. Februar versucht die Alternative für Deutschland, mit Homopobie zu punkten. Entsprechende Positionen bringen die Rechtspopulisten unter anderem in den Wahl-O-Mat ein, wie die Kollegen des Stadtmagazins "Hinnerk" am Dienstag berichteten.

So spricht sich die Partei in dem Wahlcheck gegen eine Förderung der "Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg" aus, weil Homosexualität offenbar als Weltanschauung wahrgenommen wird und es sich bei dem Filmfestival um eine "Gesinnungsveranstaltung" handele: "Der Staat sollte in der Vergabe seiner Mittel weltanschauliche Neutralität wahren. Die Beeinflussung sittlich-moralischer Werteentscheidungen durch die Finanzierung von Gesinnungsveranstaltungen mit Steuergeldern ist abzulehnen", argumentiert die Partei. Außer der AfD hält übrigens nur die NPD die Förderung für völlig überflüssig.

"Ideologische Schulpolitik"

Auch in ihrem Wahlprogramm setzt die AfD ihre Linie fort. So beklagt sie die "ideologische Schulpolitik" der vergangenen Jahre – und unterstützt damit die niedersächsischen Parteifreunde, für die allein die Erwähnung von Homosexualität an Schulen eine "ideologische Indoktrination der Kinder" ist (queer.de berichtete). Das vielfach beklagte Mobbing gegen homosexuelle Schülern ist der AfD dagegen egal – sie erkennt nur eine Gruppe an, die schützenswert ist: "Mobbing einzelner Schüler aus religiösen Gründen ist strikt zu unterbinden".

Besonders das Verhältnis von Männern und Frauen hat es den Rechtspopulisten angetan. So heißt es im Wahlprogramm der Partei, die auf 30 Listenplätzen gerade einmal zwei Frauen aufgestellt hat: "Die AfD lehnt Gleichstellungspolitik durch Quoten als normierenden Zwang ab." Ohnehin seien Politikansätze zur Gleichberechtigung "überwiegend frauenzentriert" und deshalb abzulehnen, ganze Passagen richten sich zudem gegen das "Gender Mainstreaming".

Auch der auf der Hamburger AfD-Website verlinkte Webshop der Bundespartei zeigt, wo das Herz das Partei schlägt. Hier können – neben Glühbirnen – genau 20 Bücher erworben werden, davon gleich mehrere von Homo-Hassern: So werden zwei Werke von Gabriele Kuby angeboten, die Schwule in die Nähe von Kinderschändern rückt (queer.de berichtete). Außerdem wird ein Buch von Birgit Kelle beworben, die gerne in Talkshows über Homosexuelle herzieht (queer.de berichtete). (dk)

Zur Hamburg-Wahl und den Ansichten der anderen Parteien folgen bei queer.de weitere Berichte.



#1 puschelchenProfil
#2 HonestAbeProfil
  • 28.01.2015, 15:32hBonn
  • Trotzdem werden strunzdumme Leute, leider auch ein paar Schwule, diese ekelhafte Partei wählen. Begründung: "Mir doch egal, zu den Lesbisch-Schwulen Filmtagen gehe ich sowieso nicht und Hauptsache wir haben unsere D-Mark wieder zurück und müssen die faulen Griechen nicht mehr finanzieren!"
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#3 KokolemleProfil
  • 28.01.2015, 15:39hHerschweiler
  • Man müsste diese Dummheit ausrotten und zwar weltweit. Ein Mensch wird ohne homophobe Meinung geboren, er bekommt sie von seinen Eltern und das muss unterbunden werden durch Aufklärung im Unterricht, je früher desto besser.
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#4 David77Anonym
  • 28.01.2015, 15:41h
  • "So spricht sich die Partei in dem Wahlcheck gegen eine Förderung der "Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg" aus, weil Homosexualität offenbar als Weltanschauung wahrgenommen wird und es sich bei dem Filmfestival um eine "Gesinnungsveranstaltung" handele: "Der Staat sollte in der Vergabe seiner Mittel weltanschauliche Neutralität wahren. Die Beeinflussung sittlich-moralischer Werteentscheidungen durch die Finanzierung von Gesinnungsveranstaltungen mit Steuergeldern ist abzulehnen""

    Ach so. Also zahlen Homosexuelle etwa keine Steuern?!?!?
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#5 JesuisJesuisJesuAnonym
  • 28.01.2015, 16:12h
  • Solange Rassismus, Chauvinismus, Sexismus, Homophobie, überhaupt alle Ideologien der Ungleichheit/Ungleichwertigkeit, von Politik und Medien weiterhin als "Meinung" und angebliches "demokratisches "Recht" verteidigt und staatlich geschützt werden, werden diese Verbrecher weiterhin unbehelligt Hass verbreiten und Gewalt befördern dürfen. Und es werden die "linken Gegendemonstranten" sein, die als angeblich Gewalttätige kriminalisiert werden.
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#6 Michael43Anonym
  • 28.01.2015, 16:13h
  • Also in Berlin auf KEINEN Fall die SPD wählen !!!

    Die Alleinregierung der SPD dort muss unbedingt gekippt werden.

    Hoffentlich braucht die SPD demnächst einen Koalitionpartner. Meinetwegen die Grünen.

    Und schön wäre es wenn die FDP in Hamburg im Parlament sitzen würde.

    Ich empfehle daher entweder die Grünen oder die FDP zu wählen, aber auf keinen Fall sollte die SPD gewählt werden.

    Die SPD ist sowieso die REINSTE Verräterpartei, wie wir bekanntlich wissen. In der Koalition mit Frau Merkel im Bund hat sie sämtliche ihre LGBT Versprechen ALLE über Bord geworfen !!!

    Daher wer SPD wählt, wird VERRATEN !!!
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#7 Tonner66Ehemaliges Profil
#8 NickAnonym
  • 28.01.2015, 17:14h

  • Der AFD aber auch der Partei die Linke ist nicht zu trauen. Letztere haben zwar glaubhaft nichts gegen Lgbti, sind aber aus anderen verschiedenen Gründen für mich unwählbar geworden.
    Es ist sehr schwierig in unserer Parteienlandschaft eine Partei zu finden, der ich zum großen Teil zustimmen kann oder an die ich positiv glauben kann.
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#9 Robby69
  • 28.01.2015, 19:32h
  • Da sieht man's mal wieder: Die "Aasgeier für Deutschland" IST eine RECHTE HOMO-HASSER-PARTEI UND WIRD IMMER EINE RECHTE HOMO-HASSER-PARTEI SEIN!
    Bin gespannt, wie lange es dauert, bis unser Lügenbaron lig wieder faselt, dass es doch angeblich gar nicht so gemeint sei und wie "sehr" er sich doch angeblich von allem distanziert. Grins...
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#10 JadugharProfil
  • 28.01.2015, 19:40hHamburg
  • Homosexualität soll eine Weltanschauung sein? Wenn es dem so ist, dann sind auch alle andere sexuellen Orientierungen wie Heterosexualität Weltanschauungen und so müßten logischerweise alle Aktionen, kulturelle Institutionen, in deren Sexualität als Weltanschauung vorkommt, von Seiten des Staates keine Unterstützungen erfahren. Ebenso mit anderen Weltanschauungen wie Religion und Ideologien usw. Also weg mit Opernhäusern, Theatern, Presse und Literatur oder der gesamten Kuktur bis einschließlich der Politik! Mit der Afd also extrem weit zurück in die Steinzeit!
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