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  • 31.01.2015           13      Teilen:   |

CDU-Rechtsaußen

Hessen: Irmer tritt von seinen Ämtern zurück

Artikelbild
Hans-Jürgen Irmer schürt seit Jahren Ressentiments gegen Lesben und Schwule, Muslime sowie Roma und Sinti (Bild: Wiki Commons / Martin Rulsch / CC-BY-SA-4.0)

Der homophobe CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer hat seine Ämter als bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender zur Verfügung gestellt.

In Hessens schwarz-grüner Koalition dürften am Samstag viele aufgeatmet haben: Der umstrittene CDU-Landtagsabgeordnete und ständige Störenfried Hans-Jürgen Irmer hat seine Ämter als bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender zur Verfügung gestellt. Er wolle "das Klima innerhalb meiner Fraktion nicht weiter belasten", heißt es in einer schriftlichen Erklärung des Rechtsaußen-Politikers. Sein Mandat und den Vorsitz in einem Landtagsausschuss will er jedoch behalten.

Hintergrund der Entscheidung ist offenbar parteiinterne Kritik an Irmers Grundsatzartikel "Islamistischer Terror und Christenverfolgung – deshalb machen sich die Menschen Sorgen" sowie einer Anzeige in der neuesten Ausgabe des von ihm herausgegeben "Wetzlar-Kuriers". In der Werbung des Vereins "Deutsche Konservative" wird unter der Überschrift "Koran im Klartext – Religion des Friedens?" Stimmung gegen Muslime gemacht.

Fortsetzung nach Anzeige


Für die Opposition war der Rücktritt "überfällig"

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Boddenberg nahm Irmers Rücktritt bereits "ausdrücklich" an. "Vor allem die in dem von ihm herausgegebenen Wetzlar-Kurier veröffentlichte Anzeige hat zu erheblicher Kritik und großem Unmut in der CDU-Landtagsfraktion geführt, weil sie mit den Grundsätzen der hessischen CDU unvereinbar ist", heiß es in einer Mitteilung der Regierungspartei.

Der grüne Koalitionspartner hielt sich mit öffentlicher Freude zurück: "Die grüne Landtagsfraktion nimmt den Rücktritt des CDU-Abgeordneten Hans-Jürgen Irmer von seinen Ämtern als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und bildungspolitischer Sprecher zur Kenntnis", erklärte Fraktionschef Mathias Wagner.

Aus Sicht der Opposition kam Irmers Rücktritt viel zu spät: "Der Rücktritt des Rechtspopulisten Irmer aus der Spitze der HessenCDU war längst überfällig", twitterte SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel. "Auf seine Einsicht wird man vergeblich warten!" Auch die FDP ließ über Twitter wissen: "Dieser Schritt war längst überfällig."

Rücktrittsforderungen gegen Irmer gab es seit Monaten. Erst im November vergangenen Jahres war der CDU-Abgeordnete vom Landtag wegen homophober Äußerungen gerügt worden. In einem Interview mit der "Frankfurter Neuen Presse" hatte der Politiker wörtlich gesagt: "Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt" (queer.de berichtete). Nach Kritik aus der eigenen Partei ruderte er zurück und erklärte schließlich, dass Homosexualität doch zur "Normalität" gehöre (queer.de berichtete).

Bereits in der Vergangenheit war Irmer wiederholt durch homophobe Aussagen aufgefallen. So hatte er bereits 2004 in seiner Zeitung für die Homo-"Heilung" geworben (queer.de berichtete). Außerdem hatte er einmal die Entlassung eines Lehrers gefordert, weil dieser ein Profil in einem Homo-Dating-Portal angelegt hatte.

Auch Äußerungen Irmers gegen Ausländer oder Muslime sorgten wiederholt für Aufregung. So warf er 2010 der neu vereidigten niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) vor, sie könne wegen ihrer Religionszugehörigkeit keine deutschen Interessen vertreten. Seine Ansichten verbreitet er oft in der rechtsextremen Zeitung "Junge Freiheit". Zuletzt lehnte sogar die Landesschülervertretung Hessen eine Zusammenarbeit mit dem bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion wegen dessen extremer Ansichten ab. (cw)

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Tags: hans-jürgen irmer, hessen, schwarz-grün, rücktritt, wetzlar kurier, deutsche konservative
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Reaktionen zu "Hessen: Irmer tritt von seinen Ämtern zurück"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
31.01.2015
20:07:36


(+8, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Mehr als überfällig !


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#2
31.01.2015
21:32:10
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Walldemort


Wurde höchste Zeit - aber bezeichnend ist doch, dass man in all den jahrelangen homophoben Ausfällen dieses Herrn KEINEN Rücktrittsgrund sah...


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#3
31.01.2015
22:15:22


(0, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Endlich ist er weg und keiner weint ihm jemals 'ne Träne nach!


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#4
31.01.2015
22:46:21


(+9, 9 Votes)

Von fritzrth
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Vor allem die in dem von ihm herausgegebenen Wetzlar-Kurier veröffentlichte Anzeige hat zu erheblicher Kritik und großem Unmut in der CDU-Landtagsfraktion geführt, weil sie mit den Grundsätzen der hessischen CDU unvereinbar ist ..."

Wenn er so viel Probleme den Christdemokraten zugefügt hätte, wenn seine Äußerungen mit ihren Grundsätzen unvereinbar wären, warum hat der CDU lange vorher ihn nicht aus der Partei geschasst? Wäre das nicht möglich?


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#5
01.02.2015
08:29:14
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Nico


Das war längst überfällig. Homohasser haben in der Politik nichts zu suchen.

Den hätte man gleich rauswerfen sollen und nicht warten, bis er irgendwann keine Lust mehr hat und selbst geht.

Allerdings finde ich es genauso unerträglich, dass SPD und FDP jetzt daraus Kapital schlagen wollen. Gerade SPD und FDP verarschen uns nach Strich und Faden und koalieren selbst mit ebensolchen Homohassern. Da brauchen die jetzt nicht in der Opposition einen auf Homorechte machen. In der Opposition lässt sich immer leicht reden, aber in Regierungsverantwortung unterstützen SPD und FDP Homohass und Diskriminierung. Für wie dumm halten die uns?!


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#6
01.02.2015
08:52:54


(+10, 10 Votes)

Von Luca


Wieso hat das so lange gedauert? Musste er sich zuerst noch genügend Rentenansprüche sichern oder was war der Grund?


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#7
01.02.2015
10:52:18


(+6, 8 Votes)

Von Tobi Cologne


Gut, dass dieser geistige Brandstifter endlich weg ist. Aber es gibt noch hunderte weitere Homohasser in der Politik, die munter weiter hetzen und die auch endlich weg müssen.


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#8
01.02.2015
10:55:14


(+5, 7 Votes)

Von So What


Würde mich nicht wundern, wenn da irgendwann sogar ein Austritt und ein Auftauchen bei einem anderen Verein erfolgt...


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#9
01.02.2015
15:54:09


(+6, 6 Votes)

Von Robby69
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Na endlich! Der Rücktritt dieses perversen Schwulen-Hassers war ja MEHR als überfällig! Die hätten den schon längst rauswerfen sollen! Auch aus seiner Scheiß-Schwulen-Hasser-Partei! Ein homophober, rechter Religiot wie DER hat in der Politik NICHTS zu suchen!


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#10
01.02.2015
15:55:18


(+4, 6 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von So What


Zum Beispiel bei den 'Aasgeiern für Deutschland'. Vergiss nicht - auch der rechte Schwulen-Hasser Lucke war früher lange Jahre bei der CDU...


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