Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 08.02.2015           14      Teilen:   |

STI-Dongle

HIV- und Syphilis-Test in 15 Minuten – mit dem iPhone

Artikelbild
Der STI-Dongle kostet in der Herstellung nicht mehr als 30 Euro (Bild: Columbia University)

Wissenschaftler der Columbia University haben ein Gerät entwickelt, das die Untersuchung auf sexuell übertragbare Infektionen revolutionieren könnte.

Der Dongle ist nicht größer als eine Brieftasche und verwandelt sich mit Hilfe eines Smartphones in ein Gerät, dass innerhalb von nur 15 Minuten Blutproben auf HIV und Syphilis untersuchen kann. Der von Wissenschaftlern der Columbia University entwickelte Prototyp wurde Anfang Februar im Magazin "Science Translational Medicine" vorgestellt.

Das Verfahren erinnert an die Geräte, mit denen Diabetiker zu Hause ihre Blutzuckerwerte messen können – nur dass noch weniger Blut und weniger Strom aus dem Smartphone-Akku benötigt wird. Es genügt ein kleiner Stich in den zuvor desinfizierten Finger. Das Blut wird in einem kleinen Einmal-Plastikbehälter aufgefangen, der dann mit einem so genannten Lab-on-a-Chip verbunden wird. Dieser wird in den Dongle eingeführt. Nun öffnet man die iPhone-App – und hat etwa 15 Minuten später das Ergebnis.

Fortsetzung nach Anzeige


In drei Jahren entwickelt

Nach Angaben von Samuel Sia, Professor für biomedizinische Technik an der Columbia University, habe man den STI-Dongle in drei Jahren Forschung entwickelt. Die Herstellungskosten seien äußerst gering. Pro Gerät würden nur 34 Dollar (ca. 30 Euro) zu Buche schlagen, der Einmal-Plastikbehälter für das Blut koste pro Stück 1,44 Dollar (ca. 1,27 Euro), so Sia.

Die Wissenschaftler glauben, dass der Dongle den Test auf sexuell übertragbare Infektionen weltweit revolutionieren könnte – etwa in wenig bewohnten Gegenden, wo ein Labor oder Gesundheitsamt nicht ohne Weiteres erreichbar ist. Zudem würden Zugangsschwellen zum Test deutlich gesenkt, was zu mehr positiven Diagnosen und damit zu einem frühzeitigen Therapiebeginn führen könne. Nicht zuletzt könnten NGOs in Ländern, in denen Homosexuelle verfolgt werden, HIV-Tests künftig diskret durchführen.

Als "Sicherheits-Check" vor einem One-Night-Stand eignet sich der iPhone-Dongle allerdings nicht: An der Tatsache, dass nach einer Ansteckung mit HIV bis zu drei Monate vergehen können, bis sich Antikörper überhaupt nachweisen lassen, ändert auch das hochmoderne Gerät nichts. (cw)

Youtube | So funktioniert der STI-Dongle
Wochen-Umfrage: Wann hast du dich das letzte Mal auf sexuell übertragbare Infektionen (STIs) testen lassen? (Ergebnis)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 14 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 82             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: iphone, smartphone, hiv-test, syphilis, dongle, colombia university, sti, samuel sia, app
Schwerpunkte:
 HIV/Aids
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "HIV- und Syphilis-Test in 15 Minuten – mit dem iPhone"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
08.02.2015
13:09:07


(+2, 8 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


>Als "Sicherheits-Check" vor einem One-Night-Stand eignet sich der iPhone-Dongle allerdings nicht: An der Tatsache, dass nach einer Ansteckung mit HIV bis zu drei Monate vergehen können, bis sich Antikörper überhaupt nachweisen lassen, ändert auch das hochmoderne Gerät nichts.<

Die Tatsache wird jedoch nichts daran ändern, Positive vor Ort im privaten Rahmen zu outen. Fände es interessant wie die DAH zum neuen Stigmatisierungs-Gerät steht. Wenn technische Entwicklungen, menschliche Fähigkeiten wie Empathie und Respekt zu ersetzen drohen, graust es mir ein bisschen. Bin keinesfalls für Verbote. Aufklärung tut allerdings Not. Technischer Fortschritt macht ethische Fragen nicht obsolet. Wer sich so ein Gerät mal anschaffen sollte, macht sich in meinen Augen jedenfalls verdächtig, ein Arschloch zu sein. Sein Ziel: Sex zwischen Negativen und Positiven zu verhindern. Sehe schon die Werbebanner: "Kein Sex mit Positiven. Angstfrei dank dem Checker."


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
08.02.2015
13:43:01


(+5, 7 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


man kann auch jemanden mit einem küchenmesser erstechen.

sicher hast du recht, wenn du einen verantwortungsvollen umgang mit diesem gerät anmahnst, und natürlich ist es wünschenswert, dass die hersteller umfassende informationen beifügen.

aber die möglichkeiten, die ein solches günstiges gerät z.b. für afrikanische (selbst-)hilfeorganisationen bietet, sind so immens, dass die vorteile m.e. deutlich überwiegen. wo immer die möglichkeit besteht, einen test mit einer verantwortungsvollen beratung zu verbinden, da kann das ja trotzdem weiterhin passieren. die aidshilfen machen ja nicht dicht, weil es jetzt heimtests gibt. aber solche möglichkeiten gibt es nun mal nicht überall. und da kann so ein testgerät besser sein als nichts.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
08.02.2015
13:47:21
Via Handy


(-4, 8 Votes)

Von suspekt
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Reiserobby schreibt von Empathie und Respekt.
Interessant.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
08.02.2015
13:51:24


(+5, 5 Votes)

Von Rosa Soli
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Na ja, was so revlutionär daran ist, weiss ich auch nicht. Einen "Heimtest" kann man sich über das Internet auch jetzt schon bestellen. Weil man dieses Gerät mit einer App und einem iPhone in Verbindung bringt, klingt es einfach moderner oder nach dem letzten Schrei. Vielleicht ist es etwas einfacher in der Anwendung? Bei den Schnelltests, die man über das Internet beziehen kann, besteht ja immer das Problem, dass medizinische Laien Anwendungsfehler machen und dann ein falsches Ergebnis produzieren. Und Beratung gibt es auch bei dieser neuesten Errungenschaft nicht. Als Test für die Bettkante eignet es sich auch nicht - die 3 Monate der diagnostischen Lücke gelten auch hier. Was also ist so neu und revolutionär?

Grotesk ist der Hinweis für die Nutzung von NGOs in Ländern, wo Homosexuelle verfolgt werden, um rechtzeitig eine Infektion zu erkennen. Denn solche Länder gehen i.d.R. auch nicht sonderlich nett mit HIV-positiven Menschen um. Womöglich wird der Datenverkehr meines Handys auch noch überwacht. Wer weiss, von wem mein Testergebnis noch mitgelesen wird? Günstigenfalls kriege ich dann personalisierte Werbung passender Medikamente der Pharma angeboten. Wenn es ganz dicke kommt, liest die Sicherheitspolizei des Landes mit.

Hört sich aber marketingmäßig klasse an: ein HIV-Test über das iPhone.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
08.02.2015
14:04:40


(+5, 5 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #3 von suspekt


Ich bin ja schon froh, wenn da mal nicht so ein pappiges "See more at:" druntersteht ^^


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
08.02.2015
14:55:10


(+5, 5 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #4 von Rosa Soli


>" Einen "Heimtest" kann man sich über das Internet auch jetzt schon bestellen."

wenn ich das richtig verstehe, kannst du mit diesem gerät etliche tests für sehr wenig geld machen. mit den bisherigen heimtest-kits geht das meines wissens nicht. oder liege ich da falsch?

deine einwände in sachen datensicherheit sind aber bedenkenswert.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
08.02.2015
15:46:04
Via Handy


(-4, 6 Votes)

Von suspekt
Antwort zu Kommentar #5 von Harry1972


Sollte sich da Altersweisheit bemerkbar machen?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
08.02.2015
16:06:00


(+5, 5 Votes)

Von Rosa Soli
Antwort zu Kommentar #6 von ursus


Das mag sein. Ich habe den Text aber auch so verstanden, dass sich jedermann dieses Ding nach Hause bestellen kann.

Wobei so ein Schnelltest, wie es ihn bisher gibt, auch schon für ein paar Euro zu haben ist.

Mir ist immer noch nicht klar, wo der besondere Nutzen bei diesem Teil liegen soll. Nichts davon wäre wirklich neu. Für mich ist das ein Marketing-Gag. Ich betrachte eher die Sicherheit der Daten als fragwürdig. Aber die meisten Leute lassen sich ja heute bereitwillig ausspionieren und geben freiwillig alle möglichen Daten über sich preis. Da kommt es dann auf ein HIV-Testergebnis wahrscheinlich auch nicht mehr an. Wenn Du dann Facebook öffnest, wird dir gleich die Werbung von Prezista präsentiert. Das wäre eben die harmlose Variante.
Aber in Ländern, wo Homosexuelle oder Positive verfolgt werden, stehen möglicherweise die Sicherheitsbehörden vor deiner Tür. Oder man möge sich vorstellen, diese durchgeknallten Homo-Hasser in Russland hacken die App, um die Daten für ihre Jagd auf Schwule zu nutzen.

Ob der technische Fortschritt an der Stelle wirklich so ein Segen ist, finde ich zweifelhaft. Zumindest muss man auch die Kehrseite der Medaille beachten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
08.02.2015
16:45:26


(+3, 3 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #7 von suspekt


Alt ja...immerhin bin ich schon über vierzig.
Weise werde ich hoffentlich nie.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
08.02.2015
17:39:11


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Dann gehe ich lieber zu meiner Hausärztin, denn die ist viel zuverlässiger!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 LIFE & STYLE - GESUNDHEIT

Top-Links (Werbung)

 LIFE & STYLE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Nordkirche beschließt Segnung von Homo-Paaren Amerikaner bei LGBTI-Rechten tief gespalten Indien: Über 200 Minderjährige wegen Gesetzes gegen Homosexuelle festgenommen Axel Ranisch hat sich verpartnert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt