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Symbolbild. Nach dem tödlichen Schuss durch die Polizei forderten Menschenrechtler eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.

Jugendliche randalierten, nachdem sie zwei Mitschüler angeblich beim Sex erwischt hatten. Als die Polizei eingriff, wurde ein Junge durch einen Schuss getötet.

In der Kleinstadt Denu in der Volta-Region Ghanas ist es am Samstag zu Ausschreitungen gekommen, die tödlich geendet sind. Polizisten setzten Waffen ein, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen; offenbar durch einen Streifschuss wurde ein 14-jähriger Schüler tödlich am Kopf verletzt.

Medienberichten zufolge war es zu den Ausschreitungen gekommen, nachdem zwei Schüler der katholischen St. Paul's Boys Senior High School angeblich beim Sex erwischt worden waren. In Folge waren einige Schüler auf die Jungen losgegangen, später auch auf Lehrer, die diese vor Gewalt schützen wollten.

Später warfen die Schüler laut den Berichten Steine auf die herbeigerufenen Polizisten, steckten Reifen in Brand und zerstörten die Einrichtung der Schule. Dann soll die Polizei Schüsse oder Warnschüsse abgegeben haben.

Inzwischen wurden drei Polizisten festgenommen, ihnen droht eine Anklage und die Entlassung. Menschenrechtler fragten, warum keine Gummigeschosse eingesetzt wurden, und forderten eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.

Opfer beerdigt

Die High School, eine reine Jungenschule, ist derzeit geschlossen. Der getötete Schüler wurde am Montag beerdigt. Familienangehörige bezweifelten, dass er an den Ausschreitungen beteiligt war, und gaben dafür körperliche Beeinträchtigungen des Jungen an.

Einigen Medienberichten zufolge seien auch die beiden Jugendlichen, denen homosexueller Geschlechtsverkehr unterstellt wurde, verhaftet worden. Sie würden weiter verhört. Die Zuverlässigkeit dieser Medienberichte ist unklar; sie erwähnen zugleich die Strafrechtsparagrafen gegen Homosexualität und beklagen, in Schulen, Gefängnissen und einigen Sicherheitsbehören komme es immer wieder zu homosexuellen Handlungen.

Diese können in dem Land mit bis zu drei Jahren Haft verfolgt werden. 2011 sorgte ein regionaler Politiker für Empörung, der die Verhaftung aller Homosexuellen angewiesen hatte (queer.de berichtete). Aktivisten berichten, die Polizei sei eher an Schikane und Erpressung interessiert. In den letzten Jahren sei das Klima homophober geworden, auch aufgrund eines größeren Einflusses evangelikaler Kirchen (queer.de berichtete).

Rund 70 Prozent der Bevölkerung Ghanas ist christlich, 28 Prozent gehören einer Pfingstkirche an. Rund 18 Prozent sind muslimisch. (nb)



#1 crISIS in africaAnonym
  • 09.02.2015, 21:29h
  • Ghana bittet um europäische Hilfe gegen Boko Haram

    Boko Haram hat im Norden Kameruns und in Nordostnigeria zahlreiche Ortschaften zerstört, Menschen umgebracht und vor allem Frauen und Kinder verschleppt. Die Organisation will einen islamischen Gottesstaat errichten.
    Für den Militäreinsatz setzt Mahama auf afrikanische Truppen, die aus Deutschland und Europa unterstützt würden. Wir brauchen Unterstützung bei der Finanzierung, der Ausrüstung und beim Transport der Soldaten, sagte er. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Nordnigeria bald europäische Soldatenstiefel marschieren.

    www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/ghana-bittet-um-e
    uropas-hilfe-gegen-boko-haram-13381937.html
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#2 Christian KnuthAnonym
  • 09.02.2015, 21:44h

  • Wir sollten "die Christen" in Deutschland aufrufen, gemeinsam gegen diese Gewalt auf die Straße zu gehen und ich erwarte eine Distanzierung durch die Kirchen! *ironieoff*
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#3 NickAnonym
  • 09.02.2015, 22:02h

  • Ganz ehrlich, wenn ich Polizist wäre, hätte ich auch keine Lust mich gegen extrem gewalttätige Jugendliche zu wehren.
    Die haben zuvor sogar die Lehrer angegriffen, welche sich nicht wehren konnten und dann kam die Polizei als letzter Ausweg. Diese hätten allerdings ihre Schusswaffen nicht einsetzen dürfen.

    Traurig, dass die Menschenrechtsorganisation kein Wort über die grasierende Homophobie verloren hat.
    Immerhin droht den zwei schwulen Jungs, die angegriffen wurden, jetzt eine Strafe wegen Homosexualität, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Um den toten Jugendlichen tut es mir ehrlich gesagt nur leid, wenn er sich wirklich nicht an der Gewalt gegen die schwulen Jungs beteiligt hat.
    Das hört sich hart an, aber an dem übermäßlichen Leid das homosexuelle Jugendliche in den meisten Teilen der Welt durchmachen müssen, selbst bei uns spricht man von sehr hohen Suizidraten, denke ich als erstes an die beiden schwulen Jungs.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 David77Anonym
  • 09.02.2015, 22:44h
  • "Rund 70 Prozent der Bevölkerung Ghanas ist christlich, im Detail gehören 28 Prozent der Bevölkerung einer Pfingstkirche an. Rund 18 Prozent sind muslimisch."

    Natürlich war das wieder nur ein Mißverständnis der Christen, die die neue frohe Kunde aus dem Vatikan nicht gehört haben, und natürlich war hier wieder eine Minderheit schuld...

    Und natürlich haben die homophoben Gesetze auch nicht mit einer Ablenkung des Elends zu tun, denn den Leuten muss es ja nach der Verschärfung der Gesetze ja automatisch besser gehen... alles Klaro?
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#6 Sabelmann
  • 10.02.2015, 01:05h
  • " katholischen St. Paul's Boys Senior High School"

    Noch ne Erklärung notwendig?

    "Rund 70 Prozent der Bevölkerung Ghanas ist christlich"

    Und genau DIE sind ja sooo nächstenliebend!
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#7 panzernashorn
  • 10.02.2015, 02:22h
  • Was für eine gestörte Bagage!

    Religiotisch, homophob, bekloppt.

    Eskalierter Fanatikerquatsch intellektuell unterbelichteter Gestalten, deren Gehirnmasse von der einer Amöbe bei weitem übertroffen wird.

    Aber immerhin: alles unter dem Deckmäntelchen der "Christlichkeit" - so viel kann ich niemals essen, wie ich da kotzen könnte.

    Ob diese Hirnlosen jemals etwas über die Zusammenhänge des menschlichen Körpers und dessen Funktionen kapieren werden?
    Die Hoffnung darauf habe ich bereits aufgegeben.

    Das einzig sinnvolle Hilfsmittel:
    Bildung, Bildung und nochmals Bildung.

    Mein Mitgefühl gilt dem getöteten Opfer, sofern es unschuldig ist, und den bedauernswerten potentiellen Schwulen.
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#8 YannickAnonym
#9 ThorinAnonym
#10 seb1983
  • 10.02.2015, 13:18h
  • Antwort auf #3 von Nick
  • Das muss man sich eigentlich mal auf der Zunge zergehen lassen. Diesmal waren es also 2 Jungs die beim Sex erwischt wurden, das nächste mal vielleicht ein noch banalerer Grund.

    Reaktion:
    Man greift Schüler, Lehrer und Polizisten an, steckt dann gleich mal Reifen in Brand und demoliert die eigene Schule.

    Das ist nicht nur Homophobie, das ist völlige Abwesenheit höherer Hirnfunktionen und grundlegenster Sozialisation.
    Ein schönes Beispiel wie vollkommen gescheitert und selbstzerstörerisch viele afrikanische Gesellschaften sind.

    Bald werden die Schüler wieder zur Schule gehen und sich fragen warum sie auf dem Boden sitzen müssen und es mittags kein Essen mehr gibt.
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