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Plakatmotiv mit dem "U-Turm" der Unions-Brauerei: Dortmunds Schwule und Lesben begehen den CSD traditionell mit einem Straßenfest im August

Das schwul-lesbische Stadtfest in der Dortmunder Innenstadt unter dem Motto "Queer im Revier" droht in diesem Jahr auszufallen. Die Finanzierung ist nicht gesichert.

Der SLADO, der Dortmunder Dachverband der lesbischen, schwulen und transidenten Initiativen und Vereine, der das Stadtfest zum CSD in den vergangenen Jahren immer organisiert hat, spricht in einer Presseerklärung vom Donnerstag von 6.000 Euro, die fehlen – bei Gesamtkosten von mindestens 11.000 Euro. Derzeit versucht der Verein, Sponsoren zu gewinnen. Dazu hat er etliche heimische Unternehmen angeschrieben, wirbt aber über seine Mitgliedsgruppen auch in der Community um Spenden.

Eigentlich sollte das CSD-Stadtfest in diesem Jahr komplett neu gestaltet werden. Der SLADO e.V. plant, den bisherigen Standort an der Reinoldikirche aufzugeben und stattdessen auf dem Friedensplatz zu feiern. "Besucher haben in den vergangenen Jahren immer kritisiert, dass ihnen der CSD mit der Bühne hinter der Reinoldikirche und dem Großteil der Stände vor der Reinoldikirche auseinandergerissen erschien", erklärte SLADO-Vorstand Frank Siekmann.

Der Gefahr, von der Öffentlichkeit nicht mehr wahrgenommen zu werden, will das Orga-Team durch eine zusätzliche Demonstration begegnen. Anders als etwa in Köln oder Berlin sind bislang keine Wagen geplant, die Demo soll den politischen Hintergrund des CSD unterstreichen.

Bis Ende Februar hat sich der SLADO e.V. Zeit gegeben, die fehlenden 6.000 Euro aufzutreiben. Wenn bis dahin die Finanzierung des CSD nicht gesichert ist, wird es ihn weder in der bisherigen noch in der neuen Form geben. "Wir werden dann ganz genau nachdenken müssen, was in diesem Jahr noch möglich ist", so Nicole Hardt vom CSD-Orga-Team. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.02.2015, 10:51h
  • Ich drücke SLADO die Daumen, daß der fehlende Betrag von 6000 Euro doch noch erzielt wird und sich noch einige Sponsoren melden. Es wäre sehr schade, wenn das CSD-Stadtfest ausfallen müßte, denn - angesichts von PEGIDA, Demo für Alle und wie sich der homophobe Pöbel noch so nennt - ist es enorm wichtig, daß die LGBTI-Community jetzt Präsenz zeigt und sich nicht mehr alles bieten läßt!
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#2 asdfAnonym
  • 11.02.2015, 11:46h
  • Das wäre wirklich extrem schade!

    Man sollte sich jetzt um Sponsoren genauso wie private Spender bemühen. Wenn jeder nach seinen Möglichkeiten einen kleinen Betrag gäbe, müsste das doch machbar sein. Jeder Cent zählt.

    Man könnte ja z.B. auch in den Szene-Gaststätten Spendenboxen aufstellen.
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#3 schwarzerkater
  • 11.02.2015, 11:57h
  • wie wäre es so:
    man plant eine veranstaltung so, dass man mit den vorhandenen geldern auskommt. das fest ist dann eben so klein oder so groß wie das jeweilige budget sich nunmal darstellt.
    "hätte, würde, wäre" - sind bei finanzplanungen ganz schlechte ratgeber.
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#4 sousAnonym
  • 11.02.2015, 12:11h

  • Dortmund gilt als eine Hochburg der rechten Szene in NRW.
    Jede Demo für Vielfalt und gegen Intoleranz ist daher wichtig.
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#5 bertodil
  • 11.02.2015, 14:42h
  • Vielleicht einfach mal nur ne ordentliche Demo auf die Beine stellen anstelle eines solchen Saufgelages.
    Ist billiger und hat mehr Inhalt.

    Und jetzt nicht mit dem Totschlagargument kommen 'Das interessiert doch keinen, da kommt doch niemand'... Dann sollte man es doch ehrlicherweise lieber gleich ganz sein lassen.
    Aber für die Veranstaltung eines Kommerz-Rummels betteln gehen? Nee.
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#6 SozialengagiertAnonym
  • 13.02.2015, 01:05h
  • Leider fehlen in heutiger Zeit überall die finanziellen Mittel, auch wie man durch den Artikel erfährt beim CSD. Daher meine Frage, warum veranstaltet man nicht ein kleines Fest. Auf einem öffentlichen Platz mit vielen Informationsständen der ortsansässigen Szene, ggf. einigen Ständen mit Essen und Trinken von der vor Ort ansässigen Gastronomieszene und schliesst dieses Abends mit einer Party in einer Discothek ab. Viele haben so mit dem CSD angefangen klein, aber oho.
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#7 bertodil