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(Bild: ADL)

Amerikanische Menschenrechtler sind empört über eine Modekette, weil sie ein "höchst anstößiges" Design anbietet, das wie die Kleidung homosexueller KZ-Häftlinge wirkt.

Die Bekleidungsfirma "Urban Outfitters" ist in die Kritik geraten, weil sie einen Wandteppich verkauft, dessen Design an die Kleidung erinnert, die schwule Männer in Konzentrationslagern tragen mussten.

Die jüdische Menschenrechtsorganisation Anti-Defamation League rief die Kette am Montag dazu auf, das Produkt vom Markt zu nehmen. "Ob Absicht oder nicht: Die weißen und grauen Streifen und der Rosa Winkel sind in dieser Kombination höchst anstößig und sollten nicht Teil der Mainstream-Pop-Kultur werden", erklärte ADL-Chef Abraham Foxman. "Wir rufen Urban Outfitters auf, diese Stoffe, die Opfer des Holocaust zwangsweise tragen mussten, unverzüglich aus dem Verkauf zu nehmen."

Boykottdrohungen gegen die Kette


Es gibt weltweit 400 Filialen der Kette, die meisten davon in den USA (Bild: Mike Mozart / flickr / by 2.0)

Der Wandteppich ist im Laden für 69 Dollar (61 Euro) erhältlich. Bislang hat die Kette nicht auf die Kritik reagiert. Auf der Facebook-Seite des Konzerns drohen Nutzer in Kommentaren bereits mit einem Boykott.

Bereits vor drei Jahren geriet die Bekleidungsfirma aus Philadelphia wegen "Nazi chic" in die Kritik. Damals wurde ein T-Shirt mit einem Davidstern auf der linken Brusttasche verkauft. Das Design erinnerte stark an die Sterne, die Juden im Dritten Reich in der Öffentlichkeit tragen mussten. Der Verkauf wurde damals schnell gestoppt, die Produktionsfirma aus Dänemark entschuldigte sich und erklärte, es habe sich bei dem Produkt lediglich um einen Prototypen gehandelt, der nie für den Verkauf bestimmt war.

Vergangenes Jahr sorgte auch die Modekette Zara für Aufregung, als sie für 12,95 Euro ein "Sheriff"-Shirt für Kinder verkaufte, das ebenfalls an eine KZ-Uniform erinnert, inklusive eines gelben Davidsterns auf der linken Brust. (dk)



#1 PfuiAnonym
  • 11.02.2015, 11:33h
  • Geschmacklos.

    Wenn es ums Business geht, gehen manche echt über Leichen.

    Was kommt als nächstes? Fotos von vergasten Leichen als Motiv auf Bettdecken? Hakenkreuze auf Kinderspielzeug? Judensterne als Brosche zum Anstecken?
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#2 DavidJacobEhemaliges Profil
#3 schwarzerkater
  • 11.02.2015, 11:45h
  • ekelhaftes marketing

    denen sollte man tütenweise kakerlaken in den läden ausschütten
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#4 PetterAnonym
#5 schwarzerkater
#7 burgerbergProfil
  • 11.02.2015, 12:17hberlin
  • Scheinbar ist die Lernfähigkeit dieser Kette sehr beschränkt oder sollte man ihnen eine gewisse Absicht unterstellen? Will man damit "in die Medien" kommen, um auf sich aufmerksam zu machen.

    Dann kann man dies nur als schäbiges und verabscheuungswürdiges Verhalten verurteilen!
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#8 EnlilAnonym
  • 11.02.2015, 12:30h

  • Ich versteh die Aufregung jetzt nicht so! Das Ding ist einfach mal urhäßlich, wer sich sowas ins Zimmer hängt, hat eh ein geschmackliches Problem!
    Aber mal davon abgesehen, wer soll den Fetzen denn kaufen? Schwule? Eher nicht. Nazis? Damit sie den Charme von Auschwitz in der Bude haben? Kann ich mir auch nicht richtig vorstellen! Und das Faschingskostüm erst noch! Welcher Nazi zieht denn sein Kind zum Karneval wie einem Auschwitzhäftling an? Die sollten vielleicht mal über die ihre Einkaufsabteilung nachdenken!
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#9 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 11.02.2015, 13:10h
  • Ein passendes Produkt für den Folter- und Kriegsverbrecherstaat USA. Große Teile dieser mörderischen Nation scheinen unter dissozialer Persönlichkeitsstörung zu leiden.
    Da ich am Nachmittag ehedem auf dem Ku' Damm bin, frage ich in der dortigen Filiale mal nach, wann wir den Holocaust-Chic auch hier erwarten dürfen. Hoffentlich bin ich nicht in die Hinterlassenschaft eines Hundes getreten, bevor ich durch deren Räume flaniere. Sonst würde man die Firmenphilosophie ungünstigerweise nicht nur sehen, sondern auch riechen können.
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#10 ThorinAnonym