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Die App soll bald in vielen Sprachen erhältlich sein

Die millionenschwere Firma hinter der App "Blued" möchte auch schwule Männer in Europa zusammenführen. Die App soll demnächst in den Niederlanden starten.

Geng Le, der Gründer der schwulen Dating-App "Blued", kündigte am Wochenende an, dass er expandieren möchte: Die App soll in Kürze in den Niederlanden starten und dann in weitere Länder ausgedehnt werden. "Blued" ist eine Art chinesisches Grindr. Die App kann kostenlos aufs Smartphone installiert werden und verwendet die GPS-Funktion, um Gleichgesinnte in der Nähe anzuzeigen.

Die App, die erst vor gut drei Jahren auf den Markt gekommen ist, hat in China bereits mehr als 15 Millionen Abonnenten und wird im Durchschnitt pro Tag von drei Millionen Männern genutzt. Geng Lee, ein ehemaliger Polizeibeamter, konnte für seine Expansionspolitik im Dezember eine finanzielle Grundlage schaffen: Sein Unternehmen erhielt 30 Millionen Dollar Wagniskapital von einer amerikanischen Investmentfirma.

Der Wert der App-Firma wird auf 300 Millionen Dollar beziffert, obwohl Geng damit noch keinen Cent Profit gemacht hat. Er erklärte wiederholt, dass er in der Anfangsphase keinen Gewinn erwartet und nannte als Hauptgrund für die App, dass er Schwulen in China zeigen wolle, dass sie nicht alleine sind. Er wolle homosexuellen Männern beim Coming-out und bei der Findung einer Selbstidentität helfen. Außerdem klärt seine App auf, insbesondere beim Tabu-Thema HIV/Aids. In der Firmenzentrale werden sogar kostenlos HIV-Tests angeboten.

Zusammenarbeit mit RNW

Im Ausland will "Blued" möglichst mit etablierten Firmen zusammenarbeiten, um im lokalen Markt Fuß zu fassen. So kündigte Geng an, dass LGBT-Multimedia-Inhalte in den Niederlanden zusammen mit "Radio Nederland Wereldomroep", dem Auslandsdienst des niederländischen Hörfunks, erstellt werden sollen. Auch in den Bereichen Marketing und Finanzen wollen die beiden Firmen zusammenarbeiten.

Ziel sei es, "Blued" zur weltweit führenden App für Schwule zu machen (bald soll mit "Pinked" auch eine App für Frauen entstehen). Mittelfristig will die Firma westliche Marktführer wie Grindr oder Jack'd überholen.

Die Volksrepublik China ist in den letzten Jahren toleranter gegenüber Homosexuellen geworden. Zwar sahen die regierenden Kommunisten Homosexualität lange als "dekadenten westlichen Lebensstil" an, insbesondere unter Mao gab es eine brutale Verfolgung von Schwulen und Lesben. Im Jahr 1997 legalisierte das Land jedoch gleichgeschlechtliche Liebe und strich Homosexualität vier Jahre später von der Liste der psychischen Erkrankungen. Das chinesische Gesundheitsministerium äußerte sogar Interesse, eine HIV-Kampagne in Kooperation mit "Blued" zu starten.

Dennoch gibt es nach wie vor staatliche Repressionen. Homosexuelle Partnerschaften werden nach wie vor nicht anerkannt, außerdem zensiert das chinesische TV homosexuelle Inhalte, wie beispielsweise einen Frauenkuss beim Eurovision Song Contest (queer.de berichtete). Im letzten Jahr lobte sogar der homophobe simbabwische Präsident Robert Mugabe, weil China ihn trotz seiner Verfolgung Homosexueller unterstütze (queer.de berichtete). (dk)



#1 JasperAnonym
#2 wiking77
  • 12.02.2015, 13:12h
  • was die Chinesen da wohl vorhaben? Daten sammeln? Ein kommunistischer Staat ist ja nicht umbedingt "gay-friendly". Ich würde da vorsichtig sein.
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#3 GeorgGAnonym
  • 12.02.2015, 13:57h
  • Na, dann freuen wir uns auf die vielen bi-nationalen Lebenspartnerschaften, die es demnächst geben wird...
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#4 wiking77
  • 12.02.2015, 14:05h
  • hm... ich glaube eher nicht daran. Da Chinesen eher in dieser Hinsicht eher nicht so aufgeschlossen sind.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 wiking77
#7 AdrienEhemaliges Profil
#8 MiepmiepAnonym
#9 MichaelTh
#10 Homonklin44Profil
  • 13.02.2015, 02:40hTauroa Point
  • Das ist dann ja was für die Generation -Smartphone. Auch die Jungen der Zukunft wollen neue Technik und Kommunikationswelt kriegen.

    Für mich haben Appz noch eine andere Bedeutung gehabt ... hinter dem WareZenith ... Ich finde es schade, dass die Kommunikation via E-Mail, Chat und Snail-Mail so nachgelassen hat. Mit dem neuen Kram halte ich nicht mit.

    Das ist was für den weltgereisten 'Reality-Idler'. Diese Leute, die überall im Weg herum stehen und wie gebannt auf ihre Smartphones, Tabloids und all das starren.
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