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Freut sich über die prominente Unterstützung: EM-Organisator Alexander v. Beyme mit Thomas Hitzlsperger vor einem Plakat der IGLFA European Championship III (Bild: Carolin Küppers)

Prominenz auch im Schiri-Team: Organisatoren holen Halil Dinçdağ aus Istanbul im Juni zur IGLFA European Championship III nach Hamburg.

Der frühere Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger kommt im Juni zur schwul-lesbischen Fußball-EM nach Hamburg. Wie der ausrichtende Verein Startschuss SLSV Hamburg e.V. am Donnerstag mitteilte, wird der 32-Jährige einige Spiele auf dem HSV-Gelände in Norderstedt besuchen und am 13. Juni Ehrengast der Siegerehrung sein: Bei der Abschlussfeier im Ballsaal des Millerntorstadions in Hamburg-St. Pauli überreicht Hitzlsperger die Pokale.

"Thomas Hitzlspergers Coming Out hat auch vielen homosexuellen Freizeitfußballern geholfen, denn endlich wurde an dem Tabu gerüttelt und das Thema wenigstens für einen Moment in den Amateurvereinen breit diskutiert", erklärte der Leiter des Organisationskomitees, Alexander v. Beyme. "Wir freuen uns, dass Thomas Hitzlsperger bei diesem Thema 'am Ball' bleibt. Aus den Händen eines Ex-Nationalspielers den Pokal entgegenzunehmen, wird für unsere Siegerinnen und Sieger ein besonderes Highlight."

Mehr als 400 Teilnehmer in Hamburg erwartet


Schiedsrichter Halil İbrahim Dinçdağ aus Istanbul wird bei der EM pfeifen (Bild: Sören Kohlhuber)

Die "IGLFA European Championship III", wie das Turnier offiziell heißt, hat sich auch für das Schiedsrichterteam prominente Verstärkung geholt: So wird Halil İbrahim Dinçdağ aus Istanbul bei der EM pfeifen. Dinçdağ hatte es in seiner Heimat als Referee bis in die zweite Liga geschafft, wurde aber nach seinem Zwangs-Outing 2008 aus dem Türkischen Fußballverband verbannt. Das Bündnis "Fußballballfans gegen Homophobie" hatte den Schiedsrichter schon zwei Mal nach Deutschland geholt, um hier über seinen Fall zu berichten, und organisiert im Sommer auch seine dritte Reise.

IGLFA European Championship III findet vom 11. bis 14. Juni 2015 in Hamburg statt. Erwartet werden mehr als 30 Vereinsmannschaften mit über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Eine Anmeldung ist noch bis Mitte März möglich. Dabei sind unter anderem der amtierende IGLFA-Europameister Village Manchester FC, die Dublin Devils aus Irland sowie Vorspiel Berlin und die Streetboys München. Schirmherr ist Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Die Fußball-EM in der Hansestadt ist nicht das einzige schwul-lesbische Sportevent, das Thomas Hitzlsperger in diesem Jahr unterstützt: Er ist auch Botschafter der Eurogames, die vom 5. bis zum 9. August in Stockholm stattfinden (queer.de berichtete).



#1 wiking77
  • 13.02.2015, 09:14h
  • na ja, warum eigentlich nicht. Hitzelsberger is auch ein leckeres Kerlchen, auch wenn ich sonst dem Fussball-Zeugs nichts abgewinnen kann, da finde ich Rugby oder American Footbal um länger besser und viriler.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.02.2015, 10:17h
  • Ich finde es gut, daß Halil Dincdag aus Istanbul bei diesem Ereignis als Schiedsrichter fungiert und es auch beweisen wird, daß schwule Referees gute Leistungen zeigen können und ihren Kollegen aus dem Hetenbereich das Wasser reichen können!
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#3 123456789Anonym
  • 13.02.2015, 12:18h
  • Neben Olympia gibt es die Paralympics. Das hat den Grund, weil behinderte Paralympics-Teilnehmer auf Grund ihrer Behinderung in der Regel nicht ganz soviel leisten können wie nichtbehinderte Olympiateilnehmer.

    Warum es schwul-lesbische Parallelveranstaltungen gibt kann ich nur bedingt nachvollziehen. Klar, Schwule und Lesben werden diskriminiert. Die Lösung sollten aber keine Parallelevents sein, sondern Coming Outs von Sportlern. Schließlich können Schwule und Lesben dasselbe leisten wie Heterosexuelle.

    Ich halte solche Parallelveranstaltungen daher für nicht zielführend, wenn das Ziel eine Integration von offen schwulen und lesbischen Menschen in die Sportwelt sein soll.
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#4 So WhatAnonym
#5 987654321Anonym
  • 13.02.2015, 12:47h
  • Das Einzige was was bringt, ist sich als aktiver Fußballbundesligaprofi als schwul zu outen. Irgendwo muss man mal diesen Schritt machen und besser heute als morgen. Weil sonst bringt das ganze Drumherum kaum etwas.

    Es ist jedenfalls nicht mutig sich im Jahr 2015 als schwuler Fußballbundesligaprofi immer noch hinter einer heterosexuellen Fassade mit Scheinfreundin/-frau zu verstecken. Mit so einem Versteckspiel schadet man sich als schwuler Fußballprofi nur selbst und man kapituliert vor der dümmlichen Minderheit der Fans, die homophob sind.
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#6 Alex von BeymeAnonym
  • 13.02.2015, 12:52h
  • Ja, ich verstehe, dass das auf manche etwas zweischneidig wirkt. Aber denk auch daran, dass es bei der Arbeit gegen Diskriminierung ein wichtiger Schritt ist, überhaupt erstmal Sichtbarkeit herzustellen. Zum Jahrestag von Hitzlspergers Coming Out war in der Berichterstattung eine gewisse Enttäuschung zu lesen, dass es ihm keiner nachgetan hatte. Wir bringen nun im Sommer rund 400 homosexuelle Sportlerinnen und Sportler auf den Platz - das ist auch eine Art von Signal: Seht her, wir sind viele!

    Abgesehen davon muss man das auch nicht unbedingt politisch sehen: Leute mit bestimmten Gemeinsamkeiten machen auch gerne zusammen Sport. Nimm doch nicht den Vergleich mit den Paralympics, sondern mit den Europameisterschaften im Betriebssport. Da macht keiner einen Vorwurf daraus, dass sich Betriebssportmannschaften unnötig abgrenzen und einer Normalität entgegen stehen. ;-)

    Alex v. Beyme
    Leiter OK IGLFA European Championship III
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#7 Sabelmann
#8 Sabelmann
#9 wiking77
  • 13.02.2015, 13:59h
  • Antwort auf #7 von Sabelmann
  • "Liegts am körperbetonterem Spiel?"

    Du hast es erfasst, Mann!

    Rugby ist noch ein echter Männersport und noch nicht so kommerzialisiert, jedenfalls geht der Hype nicht so durch die Medien, wie Fussball. Fussball ist doch zu einem Muttersöhnchensport verkommen, wenn Bürscherl sich den Hax verknaxt muss er ein halbes Jahr zum Physio-Therapeuten und die ganze Pressemeute heult auf.

    Nun aber Hitzelsberger oder Ronaldo, die würd ich schon nehmen.
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