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Wahrzeichen Nordertor: Als erste Kommune in Schleswig-Holstein engagiert sich Flensburg im landesweiten Bündnis gegen Homophobie (Bild: fleno / flickr / by-sa 2.0)

Während die SPD in Lübeck mauerte, forderte sie in Flensburg zusammen mit fünf anderen Fraktionen die Unterzeichnung der "Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt".

Auf Antrag von SPD, SSW, Grünen, Linken, FDP und der Wählergemeinschaft WiF hat die Flensburger Ratsversammlung am Donnerstag beschlossen, dem Bündnis gegen Homophobie in Schleswig-Holstein beizutreten und die "Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt" zu unterzeichnen. Die sechs Fraktionen hatten dazu einen gemeinsamen Antrag eingebracht (PDF). Die CDU als größte Fraktion hatte sich nicht an der Initiative beteiligt.

Flensburg ist die erste Kommune, die dem landesweiten Bündnis beitreten will. Ein entsprechender Vorstoß der Grünen in Lübeck war erst Ende Januar am Widerstand von SPD und CDU gescheitert (queer.de berichtete). Dort hatten die Sozialdemokraten argumentiert, dass sich das Bündnis gegen Homophobie nur an gesellschaftlich relevante Gruppen, Unternehmen und Vereine richte.

SPD Flensburg: Vorbildfunktion für andere Gemeinen

Eine Auffassung, die man bei der SPD Flensburg nicht teilt: Deutschlands nördlichste kreisfreie Stadt nehme eine Vorbildfunktion für andere Kommunen und Städte ein, erklärte René Reincke, Mitglied des SPD-Kreisvorstandes und stellvertretender Landesvorsitzender der Schwusos. "Mit der Stadt Flensburg haben wir jetzt einen weiteren Mitstreiter im Kampf für ein offenes und tolerantes Schleswig-Holstein an unserer Seite." Er hoffe, dass viele weitere Gemeinden diesem Beispiel folgen werden.

Mit dem Beschluss der Ratsversammlung wurde Oberbürgermeister Simon Faber (SSW) aufgefordert, den Beitritt zum Bündnis gegen Homophobie bis zum Sommer umzusetzen. Damit es nicht bei einer gut gemeinten Unterschrift bleibt, heißt es weiter in dem Antrag: "Des Weiteren sind seitens der Verwaltung mögliche kommunale Maßnahmen gegen Homophobie zu entwickeln, in den Gremien vorzustellen und umzusetzen."

Bündnis gehört zum "Aktionsplan Echte Vielfalt"

Das "Bündnis gegen Homophobie in Schleswig-Holstein" war am 14. August 2014 im Lübecker Rathaus mit der Verabschiedung der "Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt" gegründet worden (queer.de berichtete). Die derzeit rund 20 Mitglieder verpflichten sich, im Alltag jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Zu den Unterzeichnern gehören u.a. die AOK Nordwest, der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt, die Europa-Universität Flensburg, der Schleswig-Holsteinische Fußballverband und die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein.

Das "Bündnis gegen Homophobie" ist eingebettet in den "Aktionsplan für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten" (kurz: "Aktionsplan Echte Vielfalt") der rot-grün-dänischen Landesregierung. (mize)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 KlaroAnonym
  • 13.02.2015, 11:08h
  • Da Flensburg zweisprachig ist und ein Drittel der Bewohner dänisch spricht, war man dort mit dem Thema Lebenspartnerschaft schon vertraut, als in anderen Teilen Deutschlands noch blanke Vorurteile herrschten. Schon in den 1980er Jahren wurde in Dänemark (also auch in der dänischsprachigen Flensburger Presse) über schwule und lesbische Lebenspartnerschaften diskutiert.
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#3 HomophobieAnonym
#4 KoppsiProfil
  • 17.02.2015, 13:10hSeligenstadt
  • "... Dort hatten die Sozialdemokraten argumentiert,
    dass sich das Bündnis gegen Homophobie nur an gesellschaftlich
    relevante Gruppen, Unternehmen und Vereine richte."

    Die Sozialdemokraten in Lübeck sind folglich KEINE gesellschaftlich Gruppe!!!

    u made my day
    Bezeichnend, wie sich manche Gestalten der Politikerkaste als Vollpfosten outen.
    Und bedauernswert, wer überhaupt noch wählen geht.
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