Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?23218

In Berlin muss die Polizei regelmäßig wegen homophober Gewalttaten ausrüclen (Bild: Sebastian Rittau / flickr / by 2.0)

In der Nacht zum Freitag wurden in Berlin-Schöneberg zwei 31 und 54 Jahre alte Männer Opfer eines augenscheinlich homophoben Übergriffs.

Laut Polizeibericht kam es gegen 2 Uhr auf einer Damentoilette einer Bar in der Bülowstraße zu einem Streit. Angaben, warum sich die beiden Männer dort aufgehalten hatten, wurden nicht gemacht. Nach derzeitigem Ermittlungsstand bauten sich drei Unbekannte drohend vor ihren Opfern auf und fragten, ob sie schwul seien. Nachdem beide dies bejahten, schlug einer der Täter dem 31-Jährigen mit der flachen Hand ins Gesicht und beleidigte beide homophob.

Auf die Auseinandersetzung in der Toilette aufmerksam geworden, eilten zwei Gäste des Lokals und ein 41-jähriger Angestellter den Bedrängten zu Hilfe. Gemeinsam schoben sie die Täter zunächst aus der Toilette und schließlich aus der Bar. Währenddessen versprühte einer der Angreifer Reizgas und verletzte hierdurch einen 40-jährigen Gast und den Angestellten leicht.

Die Unbekannten flohen, noch vor dem Eintreffen alarmierter Polizisten, in Richtung Potsdamer Straße. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. (cw/pm)



#1 Etwas_seltsamAnonym
  • 14.02.2015, 18:07h
  • "Laut Polizeibericht kam es gegen 2 Uhr auf einer Damentoilette einer Bar in der Bülowstraße zu einem Streit."

    Waren die beiden hackendicht, oder was wollten zwei schwule MAENNER auf einer FRAUENtoilette? Das ist natuerlich kein Grund fuer andere, gleich handgreiflich zu werden, aber wenn man(n) gesellschaftliche Konventionen (in diesem Fall die, dass es nunmal getrennte Toiletten fuer Maennlein und Weiblein gibt) missachtet, muss man sich nicht wundern, wenn andere sich darueber aufregen.
    Und bevor jetzt Einwaende kommen; ja, mir ist bewusst, dass es (mittlerweile) Unisex-Toiletten gibt; wo es sie aber nicht gibt, hat man sich an die geltenden Regeln zu halten. Ausser natuerlich, man legt es darauf an zu provozieren, oder auszutesten, wie tolerant die Umgebung darauf reagiert. In beiden Faellen darf man(n) sich aber nicht wundern, wenn's mal schieflaeuft (wie gesagt, Gewalt sollte auch da keine Loesung sein, aber wenn man andererseits bedenkt, dass die Medien immer wieder Faelle von sex. Belaestigung an allen moeglichen (und unmoeglichen) Orten vermelden...).
    N.b. Fuer den Fall, dass es sich um Transgender handelte, waere ich der Meinung, dass diese sich so "unauffaellig" als Frauen verhalten haetten, dass das nicht aufgefallen waere (ausser, die drei "Pruegler" haetten sich die beiden schon vorher "ausgeguckt"), aber da in dem Artikel nichts von Trans* steht...
    Ausserdem haette es sein koennen, dass die Maennertoilette defekt gewesen ist, aber davon stand ebenfalls nichts in dem Artikel.

    Positiv immerhin, das:

    "Auf die Auseinandersetzung in der Toilette aufmerksam geworden, eilten zwei Gäste des Lokals und ein 41-jähriger Angestellter den Bedrängten zu Hilfe."
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.02.2015, 18:17h
  • Was die beiden auf der DAMENtoilette machten, ist deren gut gehütetes Geheimnis. Trotzdem bin ich froh, daß die beiden Gäste und der Angestellte den beiden zu Hilfe kamen und somit auch Zivilcourage gezeigt haben!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ursus
  • 14.02.2015, 18:30h
  • Antwort auf #1 von Etwas_seltsam
  • seltsam finde ich vor allem, dass du den angegriffenen zumindest eine teilschuld an dem angriff zuweist, weil sie in eine damentoilette gegangen sind, aber vollkommen übersiehst, dass auch die angreifer in diese damentoilette eingedrungen sind und sich eben NICHT darüber aufgeregt haben, dass die angegriffenen in der falschen toilette waren, sondern darüber, dass sie sich als schwul zu erkennen gaben.

    wen bringt deine faktenverzerrung weiter?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 KlaroAnonym
  • 14.02.2015, 18:37h
  • "...bauten sich drei Unbekannte drohend vor ihren Opfern auf und fragten, ob sie schwul seien. Nachdem beide dies bejahten, schlug einer..."

    In der Bülowstraße nachts um 2 sollte man alle schwulenemanzipatorischen Ansprüche besser vergessen und die Frage, ob man schwul sei, deutlich verneinen!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FinnAnonym
  • 14.02.2015, 19:09h
  • Früher war Berlin mal ein Paradies für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle und alle Leute, die sich nicht dem Mainstream unterwerfen wollten und als Teil einer Subkultur sahen.

    Heute macht Berlin zur Hauptsache durch regelmäßige Gewalt von sich reden...

    Dafür gibt es vor allem drei Gründe:

    1. Politik und Kirchen schaffen mit ihrer Diskriminierung von GLBTI ein gesellschaftliches Klima, das solche Taten begünstigt.

    2. Es gibt zu wenig Aufklärung an Schulen und zu wenig Präventionsarbeit. Es muss endlich und unverzüglich in allen Bundesländern mehr GLBTI-Themen in den Schulen geben. Nicht nur in Sexualkunde, sondern auch in Politik, Sozialkunde, Geschichte, Erdkunde, etc.

    3. Homophobe Gewalt wird oft als Kavaliersdelikt gesehen. Da braucht der Täter nur zu sagen, dass er sich von dem Schwulen bedroht fühlte und schon ist das ein mildernder Umstand. Solche Verbrechen müssen endlich auch adäquat verfolgt und bestraft werden. Aber das taucht ja nicht mal in offiziellen Statistiken auf, weil der Staat das Problem lieber unter den Teppich kehrt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KlaroAnonym
  • 14.02.2015, 21:13h
  • Antwort auf #5 von Finn
  • "Früher war Berlin mal ein Paradies für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle".

    Das war tatsächlich so. Gleichzeitig fehlten aber auch fast alle Schwulenrechte und Schulaufklärungsprojekte, die man sich in den letzten 15 Jahren lautstark erkämpft hat. Ein Widerspruch zu deiner Auflistung von Mängeln, die schnellstens beseitigt werden müssen ?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FinnAnonym
  • 14.02.2015, 21:35h
  • Antwort auf #6 von Klaro
  • Nein, weil die von mir kritisierten Punkte kein notwendiges, sondern ein hinreichendes Kriterium sind.

    Wenn das Umfeld tolerant genug ist, verursacht das Fehlen von Gleichstellung und Aufklärung nicht automatisch Gewalt. Aber wenn der konservative Rollback auch Großstädte erreicht und dann auch noch mangelnde Gleichstellung und Aufklärung dazukommen, dann kommt halt vieles zusammen, was den Boden für Gewalt bereitet.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TheDad
  • 14.02.2015, 21:43h
  • Antwort auf #1 von Etwas_seltsam
  • ""Waren die beiden hackendicht, oder was wollten zwei schwule MAENNER auf einer FRAUENtoilette?""..

    PINKELN !

    Ob es dazu notwendig ist, das ein daneben liegendes Herren-Klo besetzt, oder einfach nur dreckig ist, ist völlig irrelevant !

    Eine Schüssel ist eine Schüssel, und kümmert sich nicht darum, ob auf ihr ein Männer- oder Frauenarsch sitzt !

    ""gesellschaftliche Konventionen (in diesem Fall die, dass es nunmal getrennte Toiletten fuer Maennlein und Weiblein gibt) missachtet, muss man sich nicht wundern, wenn andere sich darueber aufregen.""..

    Äh ?
    Oh, Grundgütiger..
    Ich habe zu Hause gar kein Damenklo..
    Darf ich denn nun nach den ""gesellschaftlichen Konventionen"" gar keinen Damenbesuch mehr empfangen ?

    Diese ""Konventionen"" sind nichts weiter als "hygiene-vorschriften und bau-vorschriften", die jeder gastronomische Betrieb einhalten muß..

    Trotzdem ist es völlig unerheblich wer nun real die Toiletten nutzt..

    ""hat man sich an die geltenden Regeln zu halten""..

    NÖÖ !

    ""N.b. Fuer den Fall,""..

    Was sollen diese blödsinnigen Spekulationen ?
    Steht davon irgend etwas im Artikel ?

    NEIN !
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDad
  • 14.02.2015, 21:48h
  • Antwort auf #4 von Klaro
  • ""In der Bülowstraße nachts um 2 sollte man alle schwulenemanzipatorischen Ansprüche besser vergessen und die Frage, ob man schwul sei, deutlich verneinen!""..

    Äh ?

    Du scheinst die Bülowstraase irgendwo in Timbuktu zu verorten..

    In einer Kneipe in der Bülowstrasse jemanden zu fragen ob er Schwul sei, ist schon ein Treppenwitz in sich !
  • Antworten » | Direktlink »
#10 stromboliProfil
  • 14.02.2015, 22:43hberlin
  • Antwort auf #1 von Etwas_seltsam
  • es wird nicht beschrieben von welcher seite der bülowstr. richtung postdamer das lokal liegt..
    kommt man von richtung dennewitzplatz , da wo früher mal das cafe positiv war hin zur potsdamer, ist es gut möglich in einem kebaladen gelandet zu sein..

    über die potsdamer hinweg richtung nolli, gibt es im bereich potsdamer nur drei läden .. zwei davon döner/hähnchenbrater und ein lokal, dass gemischt nutten, zuhälter und deren kunden, aber auch kiezschwule als klientel hat.
    das da mal kiezfremde sich rein verirren kann schon vorkommen und kann auch zu konflikten führen.. die fühlen sich in einem hetero-strichgebiet.. hier sind schwule nur für die stammgäste alltägliches.

    Nach obenhin zum nolli auf der seite von "brunos"-maneo gibt es zwei zockerlokale.. und ein kiezladen.. rumänen und bulgaren so weit ich durchblicke.. aber eigentlich entspannt..

    Problematisch ist eigentlich die potsdamer vom kleistpark her gesehen...
    Aber da gibt es ein langlebiges lesbenlokal und ein frauenhaus..
    und im sommer ist da auch entspannt sich zu geben..

    pallastr.- alter sportpalast
    das ganze stück von bülowstrasse rüber zur göbenstrasse.. das ist wirklich ein unbestimmtes pflaster. Da gab es letztjährig mal pöpeleien gegen dort wohnende transen..aber das quatiermanegement hat da schnell reagiert..

    Berlin ist stadt.. es wird immer wieder solche ausfälligkeiten geben, aber was viel wichtiger ist: ... " eilten zwei Gäste des Lokals und ein 41-jähriger Angestellter den Bedrängten zu Hilfe."
    Das ist es worum es geht. Es stehen leute auf , stehn uns zur seite.. solidarisch!
    Ich wohn gern in der ecke!
  • Antworten » | Direktlink »